Orte der Ruhe und Entspannung hat es schon immer gegeben. Doch welche Bedeutung hatten sie im Laufe der Geschichte bis heute?
Die Kantonale Denkmalpflege und weitere Veranstalter gewähren am 10. und 11. September an über 30 Veranstaltungen überraschende Einblicke in die Grün- und Freiräume des Aargaus.
Das rasche Wachstum war schon um die vorletzte Jahrhundertwende eine grosse Herausforderung für die Stadt Zürich. Für eine breite Arbeiter- und Mittelschicht musste auch unter schwierigen Bedingungen guter Wohnraum geschaffen werden. Doch wie war das möglich?
Mit dieser Frage beschäftigt sich eine neue Publikation des Amts für Städtebau. Die Kleinhaussiedlungen und Gartenstädte, die zu der damaligen Zeit entstanden sind, sind faszinierende Zeugnisse gesellschaftlicher Ideale und ein Wegweiser für die aktuelle Stadtentwicklung.
Im September finden wie in jedem Jahr die Europäischen Tage des Denkmals statt. Ein guter Anlass, um im Fürstentum Liechtenstein ein Wohnhaus der besonderen Art vorzustellen: „Neues Wohnen im Baudenkmal: Das Ramschwaghaus in Balzers“, so der klangvolle Titel des neu umgebauten Wohnhauses Winkel 1/3.
Gemeinsam mit der Eigentümerfamilie Brunhart bietet das Amt für Kultur, Abteilung Denkmalpflege, am Samstag, 3. September 2016, interessante Einblicke in das soeben fertiggestellte Wohnhaus im Winkel 1/3 in Balzers, welches als Teil des "Ramschwaghauses" Baustrukturen vom 15. bis 18. Jh. aufweist. Durch einen neuen Zubau steht das Haus für das nachhaltige Weiterbauen am Denkmal. Um 14, 15 und 16 Uhr finden Führungen durch Denkmalpfleger Patrik Birrer und Architekt Philipp Brunhart statt.
Vor geringfügig mehr als 100 Jahren - genau am 9. April 1916 – wurde die Bahnstrecke Solothurn-Bern eingeweiht. Es war damals ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung der Schweizer Verkehrsinfrastruktur. Doch die Strecke ist auch heute weit davon entfernt, ein reines Verkehrsdenkmal zu sein. Rund 3.7 Millionen Fahrgäste jährlich machen den RBS zu einem lebendigen Stück Gegenwart.
Und die wissen das zu schätzen. Daher waren am Samstag, 27. August, rund 40‘000 Menschen bei idealem Sommerwetter auf den drei Festplätzen in Bern, Solothurn und Jegenstorf zusammengekommen, um das Ereignis bei zahlreichen Attraktionen gebührend zu würdigen. Natürlich gab es auch einen offiziellen Teil. Am Festakt nahmen Bundesrätin Doris Leuthard, Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer und Landammann Roland Fürst teil sowie rund 250 weitere Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und dem Bereich des Öffentlichen Verkehrs.
Die IG Zürcher Weltkulturerbe möchte den historisch einmalig wertvollen Flugplatz Dübendorf erhalten. Er stellt die Wiege der Schweizer Luftfahrt dar und ist Kandidat für das UNESCO Weltkulturerbe.
Am Montag 29.08.2016 wird im Zürcher Kantonsrat über die Einzelinitiative KR-Nr. 108/2016 Kulturgüter beraten, welche dem einzigartigen Flugplatz Dübendorf den Titel UNESCO Weltkulturerbe verleihen möchte.
Heilig, Ikone oder „nur“ ein Nutztier? Die Kuh prägt Kulturen auf ganz unterschiedliche Weise. Zu seinem zehnjährigen Jubiläum widmet das Haus Appenzell in Zürich ihr eine ganze Ausstellung. Unter dem Motto „KUhLToUR – Kuh, Kunst und Kurioses aus Ost und West“ zeigt die Ernst Hohl-Kulturstiftung im Haus Appenzell die Kuh in Kunst und Gesellschaft. Die kostenlose Ausstellung ist vom 28. Oktober 2016 bis 29. April 2017 zugänglich.
Das Bild der Kuh ist in unserem Alltag allgegenwärtig, sei es in Politkampagnen, auf Produktwerbung oder als Synonym für Natur und Heimat. Steht die Kuh in der Schweiz für Swissness und den Bauernstand, so symbolisiert sie in China Fleiss und Wohlstand. Im hinduistischen Indien ist die lebendige Kuh gar heilig und entsprechend unantastbar. Sie wird als Sinnbild für Fürsorge und Lebenserhaltung verehrt.
Bereits in wenigen Tagen wird in Zürich die Baugrube für die Erweiterung des Kunsthauses ausgehoben sein. In der Erde fand sich die Schanzenmauer der Stadtbefestigung aus dem 17. Jahrhundert, was zuvor erwartet worden war. Auf Überreste des jüdischen Friedhofs war man jedoch nicht gestossen.
Im Oktober 2015 begannen die Aushubarbeiten am Heimplatz. Zwei Geschosse des Erweiterungsbaus kommen unter den Boden zu liegen. Die Baugrube musste zwischen elf und vierzehn Meter tief ausgehoben werden. Das Aushubvolumen betrug rund 60 000 Kubikmeter.
Die zweisprachige Mitgliederzeitschrift Heimatschutz/Patrimoine steht unter dem Motto „Heimatschutz international“.
Sie enthält Beitrage zu Heimatschutzorganisationen und -projekten und zeigt die Herausforderungen im Bereich Denkmalpflege jenseits der Schweizer Landesgrenze.
Die Kantonsarchäologie Luzern bietet am Sonntag, 4. September, ein besonderes Highlight für Fans von Velotouren – eine Fahrt entlang historischer Pfahlbauten. Unter dem Motto „palaFITtes“ geht’s über eine 28 Kilometer lange Route von Hitzkirch nach Sursee mit dem Pfahlbaudorf Wauwil als Endpunkt.
Am Ziel erwartet alle Teilnehmer ein leckerer Imbiss und kühles Pfahlbaubier. Die Veranstaltung ist eine Wiederholung. Der erste Anlauf im Juli musste leider wegen Dauerregen abgesagt werden. Die Strecke ist für Velofahrer auch mit durchschnittlicher Kondition gut zu bewältigen.
Das Kloster Einsiedeln im Kanton Schwyz besitzt einen ganz besonderen Schatz – das letzte komplett erhaltene Naturalien-Kabinett der Schweiz. Mit über 800 historischen Tierpräparaten gilt es als kulturgeschichtliche Rarität. Doch die seit hundert Jahren de facto unberührte Sammlung hat gelitten. Sie ist stark verstaubt und durch Biozide kontaminiert.
Eine Gruppe von Präparatoren und Restauratoren wird nun als „Conservation Angels“ damit beginnen, den Ausstellungsraum und die Exponate zu reinigen und zu dekontaminieren – und zwar freiwillig. Über 30 Fachpersonen werden dafür in einer Intensivwoche vom 29. August bis zum 2. September 2016 rund 1000 unentgeltliche Arbeitsstunden leisten.
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts schuf der Waltensburger Meister Kunstwerke in Bündner Kirchen und Kapellen. Dort hinterliess er rund zwanzig Wandgemälde und Fresken von hoher künstlerischer Qualität, die bis heute beeindrucken.
Sein tatsächlicher Name ist unbekannt, daher wird er nach seinem Hauptwerk in der Waltensburger Kirche bezeichnet. In Erinnerung an den unbekannten Künstler werfen das Museum Regiunal Surselva in Ilanz und das Museum Waltensburger Meister am 3. September gemeinsam einen Blick zurück ins Spätmittelalter und bieten zwei Veranstaltungen zum Thema Kochen und Essen. Dafür haben sie extra die Köchin der Comthurey alpinum eingeladen.
In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Heimatschutz hat der Heimatschutz Basel ein weiteres Faltblatt in der Reihe „Baukultur entdecken“ veröffentlicht.
Das Faltblatt heisst „Basel, Sevogel – das äussere St. Albanquartier, Bauten des Fin de Siècle“. Es beschreibt 18 Bauten, die durch die besten Architekten der Stadt zwischen 1883 und 1908 erstellt wurden. Die Publikation soll das Interesse für die besondere Architektur dieser Zeit wecken und die Stadtbewohner/innen dazu animieren, die eindrücklichen Bauten zu besichtigen.
Das Museum für Urgeschichte(n) präsentiert bei einer Sonderausstellung Schuhwerk aus fünf Jahrtausenden.
Die Sonderausstellung findet vom 20. November 2016 bis zum 5. Juni 2017 statt.
Ferien im Baudenkmal präsentiert eine Angebotserweiterung für den Spätsommer.
Ab dem 27. August 2016 können Feriengäste im Haus Vogelherd im appenzellischen Wolfhalden (AR) Bautradition erleben. Bis zu fünf Personen können dann im geschichtsreichen Appenzeller Strickbaum erholsame Ferienwochen verbringen und die traumhaften Weitblicke über den Bodensee geniessen.
„OASEN“ – so lautet das Motto der diesjährigen Schweizer Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals.
Am Samstag, dem 10. September 2016, finden in Zofingen zwei historisch-musikalische Rundgänge statt, bei denen die verschiedenen grünen „Zofinger Oasen“ von früher und heute vorgestellt werden.
Baden, Bootfahren, Surfen: Im Sommer sind die Schweizer am liebsten im, am und auf dem Wasser. Dieses Vergnügen wird jedoch zunehmend gestört: Durch rücksichtslose Freizeitnutzung verkommen Seen und Flüsse zum Spielplatz. Der verstärkte Erholungsdruck auf die Schweizer Gewässer macht der Stiftung Landschaftsschutz grosse Sorgen.
Im Temporausch per Jetboot über den Brienzersee donnern? Eine Runde am Wakeboardlift auf dem Heidsee drehen? Kitesurfen mit atemberaubender Kulisse am Silvaplanersee? Oder Nervenkitzel pur beim Riferrafting im Hinterrhein? Das alles ist möglich auf dem Spielplatz der Schweizer Gewässer. In den letzten Jahren haben die Freizeitnutzungen auf den Schweizer Gewässer stark zugenommen, wie zwei aktuelle Beispiele zeigen.
Bümpliz ist ein Stadtviertel im Westen von Bern, das auf eine lange Vergangenheit zurückblicken kann. Seine Geschichte ist sogar älter als bisher gedacht. Der Ortsname Bümpliz taucht in schriftlichen Quellen zwar erst 1016 auf. Dort wird der Ort als „Pinpenymgis“ bezeichnet. Bümpliz ist tatsächlich aber rund 1200 Jahre älter und geht auf keltische, römische und burgundische Wurzeln zurück.
Diese Geschichte erzählt der Generationenweg Bümpliz, der am Freitag, 19. August, im Rahmen des Stadtfests, eröffnet wird. Die begehbare Ausstellung vermittelt an verschiedenen Stationen die einzigartige Geschichte von Berns Westen für Jung und Alt. Sie zeigt neue überraschende archäologische Funde aus Bümpliz. Heute leben auf diesem Areal vier Generationen. Entlang der begehbaren Ausstellung haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mehr als 100 Generationen zurück in die Zeit der Kelten um 200 vor Christus zu reisen.
Die Eisenbahnverbindung Solothurn-Bern kann auf 100 Jahre Geschichte zurückblicken. Am 9. April 1916 wurde die Strecke eingeweiht. Für die RBS ist das ein würdiger Anlass, um das Jubiläum gebührend mit einem Jahrhundertfest zu feiern. Es findet am 27. August 2016 unter dem Motto „Auf die nächsten 100 Jahre!“ statt.
Schauplätze der Feierlichkeiten sind die drei Orte Solothurn, Jegenstorf und Bern. An dieser Stelle geben wir einen Überblick über das umfangreiche Festprogramm.