Die zweisprachige Mitgliederzeitschrift Heimatschutz/Patrimoine steht unter dem Motto „Heimatschutz international“.
Sie enthält Beitrage zu Heimatschutzorganisationen und -projekten und zeigt die Herausforderungen im Bereich Denkmalpflege jenseits der Schweizer Landesgrenze.
Die Kantonsarchäologie Luzern bietet am Sonntag, 4. September, ein besonderes Highlight für Fans von Velotouren – eine Fahrt entlang historischer Pfahlbauten. Unter dem Motto „palaFITtes“ geht’s über eine 28 Kilometer lange Route von Hitzkirch nach Sursee mit dem Pfahlbaudorf Wauwil als Endpunkt.
Am Ziel erwartet alle Teilnehmer ein leckerer Imbiss und kühles Pfahlbaubier. Die Veranstaltung ist eine Wiederholung. Der erste Anlauf im Juli musste leider wegen Dauerregen abgesagt werden. Die Strecke ist für Velofahrer auch mit durchschnittlicher Kondition gut zu bewältigen.
Das Kloster Einsiedeln im Kanton Schwyz besitzt einen ganz besonderen Schatz – das letzte komplett erhaltene Naturalien-Kabinett der Schweiz. Mit über 800 historischen Tierpräparaten gilt es als kulturgeschichtliche Rarität. Doch die seit hundert Jahren de facto unberührte Sammlung hat gelitten. Sie ist stark verstaubt und durch Biozide kontaminiert.
Eine Gruppe von Präparatoren und Restauratoren wird nun als „Conservation Angels“ damit beginnen, den Ausstellungsraum und die Exponate zu reinigen und zu dekontaminieren – und zwar freiwillig. Über 30 Fachpersonen werden dafür in einer Intensivwoche vom 29. August bis zum 2. September 2016 rund 1000 unentgeltliche Arbeitsstunden leisten.
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts schuf der Waltensburger Meister Kunstwerke in Bündner Kirchen und Kapellen. Dort hinterliess er rund zwanzig Wandgemälde und Fresken von hoher künstlerischer Qualität, die bis heute beeindrucken.
Sein tatsächlicher Name ist unbekannt, daher wird er nach seinem Hauptwerk in der Waltensburger Kirche bezeichnet. In Erinnerung an den unbekannten Künstler werfen das Museum Regiunal Surselva in Ilanz und das Museum Waltensburger Meister am 3. September gemeinsam einen Blick zurück ins Spätmittelalter und bieten zwei Veranstaltungen zum Thema Kochen und Essen. Dafür haben sie extra die Köchin der Comthurey alpinum eingeladen.
In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Heimatschutz hat der Heimatschutz Basel ein weiteres Faltblatt in der Reihe „Baukultur entdecken“ veröffentlicht.
Das Faltblatt heisst „Basel, Sevogel – das äussere St. Albanquartier, Bauten des Fin de Siècle“. Es beschreibt 18 Bauten, die durch die besten Architekten der Stadt zwischen 1883 und 1908 erstellt wurden. Die Publikation soll das Interesse für die besondere Architektur dieser Zeit wecken und die Stadtbewohner/innen dazu animieren, die eindrücklichen Bauten zu besichtigen.
Das Museum für Urgeschichte(n) präsentiert bei einer Sonderausstellung Schuhwerk aus fünf Jahrtausenden.
Die Sonderausstellung findet vom 20. November 2016 bis zum 5. Juni 2017 statt.
Ferien im Baudenkmal präsentiert eine Angebotserweiterung für den Spätsommer.
Ab dem 27. August 2016 können Feriengäste im Haus Vogelherd im appenzellischen Wolfhalden (AR) Bautradition erleben. Bis zu fünf Personen können dann im geschichtsreichen Appenzeller Strickbaum erholsame Ferienwochen verbringen und die traumhaften Weitblicke über den Bodensee geniessen.
„OASEN“ – so lautet das Motto der diesjährigen Schweizer Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals.
Am Samstag, dem 10. September 2016, finden in Zofingen zwei historisch-musikalische Rundgänge statt, bei denen die verschiedenen grünen „Zofinger Oasen“ von früher und heute vorgestellt werden.
Baden, Bootfahren, Surfen: Im Sommer sind die Schweizer am liebsten im, am und auf dem Wasser. Dieses Vergnügen wird jedoch zunehmend gestört: Durch rücksichtslose Freizeitnutzung verkommen Seen und Flüsse zum Spielplatz. Der verstärkte Erholungsdruck auf die Schweizer Gewässer macht der Stiftung Landschaftsschutz grosse Sorgen.
Im Temporausch per Jetboot über den Brienzersee donnern? Eine Runde am Wakeboardlift auf dem Heidsee drehen? Kitesurfen mit atemberaubender Kulisse am Silvaplanersee? Oder Nervenkitzel pur beim Riferrafting im Hinterrhein? Das alles ist möglich auf dem Spielplatz der Schweizer Gewässer. In den letzten Jahren haben die Freizeitnutzungen auf den Schweizer Gewässer stark zugenommen, wie zwei aktuelle Beispiele zeigen.
Bümpliz ist ein Stadtviertel im Westen von Bern, das auf eine lange Vergangenheit zurückblicken kann. Seine Geschichte ist sogar älter als bisher gedacht. Der Ortsname Bümpliz taucht in schriftlichen Quellen zwar erst 1016 auf. Dort wird der Ort als „Pinpenymgis“ bezeichnet. Bümpliz ist tatsächlich aber rund 1200 Jahre älter und geht auf keltische, römische und burgundische Wurzeln zurück.
Diese Geschichte erzählt der Generationenweg Bümpliz, der am Freitag, 19. August, im Rahmen des Stadtfests, eröffnet wird. Die begehbare Ausstellung vermittelt an verschiedenen Stationen die einzigartige Geschichte von Berns Westen für Jung und Alt. Sie zeigt neue überraschende archäologische Funde aus Bümpliz. Heute leben auf diesem Areal vier Generationen. Entlang der begehbaren Ausstellung haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mehr als 100 Generationen zurück in die Zeit der Kelten um 200 vor Christus zu reisen.
Die Eisenbahnverbindung Solothurn-Bern kann auf 100 Jahre Geschichte zurückblicken. Am 9. April 1916 wurde die Strecke eingeweiht. Für die RBS ist das ein würdiger Anlass, um das Jubiläum gebührend mit einem Jahrhundertfest zu feiern. Es findet am 27. August 2016 unter dem Motto „Auf die nächsten 100 Jahre!“ statt.
Schauplätze der Feierlichkeiten sind die drei Orte Solothurn, Jegenstorf und Bern. An dieser Stelle geben wir einen Überblick über das umfangreiche Festprogramm.
Moderne amerikanische Architektur mitten in den Schweizer Alpen – das scheint ein Gegensatz zu sein, der kaum grösser sein könnte. Motiviert von einer Amerikareise, brachte der Hotelier Fritz Frey in den 1950er Jahren die neue Bauweise mitten in die Bergwelt. Er verlieh damit seiner Hotelanlage auf dem Bürgenstock ein Freshup und verhalf ihr mit einem Swimmingpool mit Unterwasserbar und modernen Pavillonbauten touristisch zu neuer Blüte.
Anders auf der Südseite des Gotthards in Ambri: Die Bauten der Brüder Guscetti in Ambri (TI) blieben nach ihrem Bau über Jahrzehnte unbekannt und unerforscht, obwohl sie für aufmerksame Durchreisende mit ihrer Moderne als Blickfang galten. Die Bauten holten in fast revolutionärer Weise einen Hauch Amerika in die Leventina.
Der Friedhof Wolfgottesacker in Basel-Gundeldingen steht unter Denkmalschutz. Aber nicht nur seine historische Bedeutung zeichnet ihn aus, er hat auch einen hohen Naturwert. Für die Stadtgärtnerei ist es eine anspruchsvolle Aufgabe, das Gartendenkmal mit den historischen Grabmalen zu bewahren.
Darüber hinaus möchte sie die Attraktivität für Bestattungen erhöhen, die Natur weiter fördern und den Ort in die Stadtrandentwicklung integrieren.
Der Bildhauer, Zeichner und Grafiker Rolf Brem hat an manchen Stellen in Luzern Spuren hinterlassen: zum Beispiel vor dem Luzerner Theater seine Skulptur „Hirt mit Schafen“ oder vor der Bahnhofpost bei der Universität Luzern den „Pöstler“.
Das ist aber nur ein minimaler Ausschnitt seines umfangreichen Werkes. Der geborene Luzerner war ein konsequent figurativer Bildhauer, der im Alltag Inspiration für seine Kunst fand. Als guter Beobachter wusste er das Ursprüngliche im Menschen instinktiv zu erfassen und engagiert darzustellen.
In der Sammlung des „Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung der Schweiz ISOS“ veröffentlicht das Bundesamt für Kultur zwei neue Bände. Die Werke über die Bezirke „Aigle / Riviera-Pays-d'Enhaut“ und „Lausanne / Ouest lausannois“ ergänzen die Reihe zum Kanton Waadt.
Mit der Publikation der Bände „Aigle / Riviera-Pays-d'Enhaut“ und „Lausanne / Ouest lausannois„ bietet das Bundesamt für Kultur ein vollständiges und aktuelles Inventar der schützenswerten Ortsbilder im Kanton Waadt.
Das von dem Bundesamt für Kultur (BAK) lancierte Pilotprojekt stimmt die Produktion von Solarenergie und den Schutz von Ortsbildern besser aufeinander ab.
Ein interdisziplinäres Team stellt in den kommenden zwölf Monaten in Zusammenarbeit mit dem Kanton Genf und der Stadt Carouge eine Gesamtplanung für die Stadt Carouge zusammen, die intakte Ortsbilder schont und zeitgleich geeignete Strategien zur optimalen Förderung von Solarenergie aufzeigt. Infolgedessen lässt sich diese Planung auf vergleichbare Gemeinden der Schweiz übertragen.
In der Antike und im Mittelalter gab es noch keine Fabriken oder Maschinen. Alles musste von Hand hergestellt werden. Dafür waren nicht nur Geschick und Know How nötig, man brauchte auch Gespür für das Material.
Beim Handwerksparcours des Museums Aargau können grosse und kleine Besucher selbst ausprobieren, was man aus Leder, Stein oder Metall alles machen kann. Dafür gibt es ein vielfältiges Angebot. Hier ein Überblick:
Die beliebten mira!cultura-Ortsführungen entstammen einer so einfachen wie genialen Idee: Die beiden Museen Regiunal Surselva und Waltensburger Meister wollten die regionale Kultur den Gästen mithilfe einheimischer Führer vermitteln. Daraus entwickelte sich ein ebenso spannendes wie abwechselndes Outdoor-Angebot.
Buchbar sind die Führungen für Gruppen in Vella, Obersaxen, Lumbrein, Ilanz/Glion und Waltensburg/Vuorz über das gesamte Jahr. Surselva Tourismus hat die mira!cultura-Ortsführungen in diesem Sommer ebenfalls wieder in sein Gästeprogramm aufgenommen.