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Parlament sagt Ja: Kommt bald die zweite Gotthardröhre?

03.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Parlament sagt Ja: Kommt bald die zweite Gotthardröhre?
3.3 (65.26%)
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Eigentlich gibt es ja bereits zwei Gotthardtunnel: den für die Eisenbahn und den für den Autoverkehr. Während der Eisenbahntunnel durch das Gotthardbergmassiv die Ortschaften Göschenen im Kanton Uri und Airolo im Kanton Tessin per Schiene verbindet, verläuft der Gotthardstrassentunnel nahezu parallel dazu und ist Teil der Schweizer Nationalstrasse von Basel nach Chiasso.

Der Gotthardt-Scheiteltunnel für die Bahn wurde nach zehnjähriger Bauzeit 1882 eingeweiht. Später transportierte die Eisenbahn per Autoverladung auch Kraftfahrzeuge durch das Bergmassiv, um den Verkehr über den Gotthardpass zu entlasten. Der Bau des Strassentunnels dauerte ebenfalls zehn Jahre und wurde 1980 beendet. Beide Tunnel sind unterschiedlich lang: 15 Kilometer der Eisenbahntunnel, knapp 17 Kilometer der Autotunnel. Damit gehört der Gotthardt-Strassentunnel zu den längsten Strassentunneln weltweit.

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Historische Zeitreise: Die Schweiz entdeckt China

02.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Historische Zeitreise: Die Schweiz entdeckt China
3.5 (69.23%)
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Bereits im Mittelalter übte China eine unglaubliche Faszination auf die Europäer aus, der sich auch viele Mitbürger aus der Schweiz nicht entziehen konnten. Das Reich der Mitte mit seiner berühmten Chinesischen Mauer, den faszinierenden Bauwerken und den exotisch duftenden Märkten lockte Kaufleute, Mönche, Abenteurer und Forscher aus der sogenannten Alten Welt an.

Nicht alle Menschen und nur wenige Schweizer, die nach China reisten oder gar auswanderten, haben Spuren hinterlassen, selten bauliche, die unsere Denkmalpflege interessierten könnten. Doch von einigen mutigen Leuten wurde im 17., 18. und 19. Jahrhundert stolz in den damaligen Zeitungen berichtet. Radio und Fernsehen gab es nicht und auch das Kino steckte noch in den Kinderschuhen, aber Briefe und Aufzeichnungen der abenteuerlustigen Schweizer wurden wie Trophäen in die Zeitungsredaktionen getragen. Im Archiv der NZZ ist alles nachzulesen, deshalb haben wir für Sie in uralten Zeitungsberichten gestöbert.

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Das Schellen-Ursli Dorf Guarda – eines der architektonisch wertvollsten Dörfer der Schweiz

01.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Schellen-Ursli Dorf Guarda – eines der architektonisch wertvollsten Dörfer der Schweiz
4.4 (87.5%)
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Viele Engadiner Dörfer sind kulturell und historisch geprägt. Ein Kleinod mit gerade mal 200 Einwohnern liegt auf einem Sonnenhang 1653 m hoch über dem Inn: Guarda. Das Dörfli ist wohl jedem Schweizer ein Begriff, spielt hier doch die Geschichte vom Schellen-Ursli, dem Bauernbub der zum Ausschellen des Winters eine grosse Kuhglocke braucht…

Aber nicht nur durch das 1945 erschienene Kinderbuch von Selina Chönz und Alois Carigiet ist Guarda bekannt. Die typische Engadiner Baukultur und der besonders gut erhaltene Zustand des Dorfes wurden 1975 mit dem Henri-Louis-Wakker-Preis gewürdigt.

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Scheitert die Erweiterung der Uni Zürich am Denkmalschutz?

01.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Scheitert die Erweiterung der Uni Zürich am Denkmalschutz?
3.6 (72.17%)
23 Bewertung(en)
Weltweit ist die angeschlossene Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) auf Platz 12, die als Volluni ausgewiesene Universität Zürich auf einem guten Platz 57. Umbau und Modernisierung sollen beide Universitäten im Wettbewerb um die besten Hochschulen weiter nach vorn katapultieren.

In den nächsten 30 Jahren soll das Uniquartier Zürich radikal verändert, modernisiert und erweitert werden. Hierzu müssten mehrere alte Gebäude abgerissen werden, die nach Auffassung der Stadt nicht mehr mit dem Unibetrieb konform gehen. Genau diese Gebäude stehen jedoch unter Denkmalschutz. Verhindert die Denkmalpflege den Anschluss der Zürcher Universitäten an die Weltelite?

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Löwenburg – Ausgrabungen bringen uralte Artefakte zutage

30.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Löwenburg – Ausgrabungen bringen uralte Artefakte zutage
3.7 (73.68%)
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Löwenburg ist ein Weiler in unmittelbarer Nähe der kleinen Gemeinde Pleigne im Kanton Jura. Das denkmalgeschützte Objekt besteht aus einer Burgruine aus dem 10. Jahrhundert sowie aus einem Wehrhof aus dem 16. Jahrhundert.

Ein eigenes kleines Museum stellt die Siedlungs- und Bebauungsgeschichte des Areals Löwenburg dar. Bei der Bezeichnung Löwenburg handelt es sich nicht um den Namen einer Burg, sondern um ein Fleckchen Land auf einem Plateau über dem Lützetal, das sich mit seinen historischen Bauten unter Schirmherrschaft der kantonalen Denkmalpflege befindet.

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Erstmals in der Übersicht: Liste historischer Gärten in der Schweiz

30.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Erstmals in der Übersicht: Liste historischer Gärten in der Schweiz
3.8 (75.56%)
27 Bewertung(en)
Nicht nur alte Bauwerke, technische Denkmäler, Monumente und Skulpturen werden von den Mitarbeitern der Denkmalpflege betreut, auch Gartenanlagen gehören dazu. Die Gartendenkmalpflege hat erstmals alle historischen und schützenswerten Gärten der Schweiz erfasst.

Die in 20-jähriger akribischer Arbeit erstellte Gartendenkmal-Liste umfasst 30’000 Gärten, Kleinparks und Gartenanlagen im öffentlichen und privaten Besitz. Seit 1995 haben Fachleute und interessierte Laien alle erhaltenswerten Parks, Anlagen und Gärten aus der Zeit vor 1960 erfasst. Endlich können sich die Denkmalpfleger anhand einer offiziellen Inventarliste informieren und Schutzmassnahmen einleiten, wenn das nötig werden sollte. Denn nicht jeder Privatbesitzer ist in der Lage, seinen historischen Garten fachgerecht zu pflegen. Es ist jedoch von höchster Bedeutung, diese historischen Anlagen zu schützen und für die Nachwelt zu erhalten.

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Die Schlösser von Rorschach – Wartegg und Wartensee

29.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Schlösser von Rorschach – Wartegg und Wartensee
3.5 (70.48%)
21 Bewertung(en)
Unser Heimatland Schweiz ist reich gesegnet mit Schlössern und Burgen. Die meisten davon stehen unter kantonalem Schutz der Denkmalpflege, einige historische Bauten haben es auch in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste geschafft. Die Gemeinde Roschach direkt am Bodensee hat zwei wunderschöne Schlossgebäude zu bieten.

Die beiden zauberhaften Schlösser in Rorschacherberg in der Gemeinde Rorschach im Kanton St. Gallen liegen nah beieinander, wurden in unterschiedlichen Jahrhunderten erbaut und haben unterschiedliche Geschichten zu erzählen. Jedes der beiden Gebäude wurde umfangreich und liebevoll restauriert und ist als Schlosshotel für den Besucherverkehr ganzjährig geöffnet. Charakteristisch für beide Schlossbauten sind die aparten Treppengiebel der Fassaden und die weiss gekalkten, bereits von Weitem leuchtenden Mauern. Beide sind, wie es sich für echte Schlösser gehört, von einem Schlosspark umgeben.

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Denkmalpflege im Interessenkonflikt

29.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Denkmalpflege im Interessenkonflikt
3.7 (74.55%)
22 Bewertung(en)
Oft liegen Welten zwischen öffentlichen und privaten Ansprüchen. Die Denkmalpfleger möchten das Objekt schützen und bewahren, meist mit Auflagen und Einschränkungen, die Eigentümer wollen es nutzen – und fühlen sich vom Denkmalschutz gegängelt.

In der Schweiz sind über 200’000 Wohngebäude geschützt. Hinzu kommen Baudenkmäler wie Kirchen, Burgen, Stadtmauern und Türme sowie technische Denkmäler, Naturdenkmäler und Gartendenkmäler. Wenn an, unter oder neben einem denkmalgeschützten Objekt gebaut werden soll, entstehen oft Konflikte. Das Schutzanliegen der Denkmalpflege steht dann den Nutzungswünschen der Eigentümer im Weg, zum Beispiel wenn diese unter ihrer denkmalgeschützten Gartenanlage eine Tiefgarage bauen wollen.

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Die Denkmal-Pflege braucht Handwerker-Nachwuchs

27.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Denkmal-Pflege braucht Handwerker-Nachwuchs
4 (80%)
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Geht es um die Renovation historischer Gebäude, werden speziell geschulte Handwerker eingesetzt. Zurzeit gibt es in der Schweiz genügend Fachleute, welche die entsprechenden Arbeiten professionell ausführen können.

Handwerker, die in der Denkmalpflege arbeiten, müssen fachlich absolut kompetent sein sowie grosses Interesse und Gespür für die denkmalpflegerischen Arbeiten mitbringen. Damit der Nachwuchs in diese Aufgaben wachsen und die entsprechenden Erfahrungen sammeln kann, ist es wichtig, jungen Berufsleuten die Möglichkeit zu geben, sich in dieses Metier einzubringen und entsprechend weiterzubilden.

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Denkmalpflege in Dürnten, einem Dorf mit sehr langer Geschichte

25.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Denkmalpflege in Dürnten, einem Dorf mit sehr langer Geschichte
4.4 (87.5%)
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Nicht nur die grossen Bauwerke, welche von der Öffentlichkeit sowieso Aufmerksamkeit bekommen und für die Tourismusbranche relevant sind, müssen geschützt werden: Auch unbekannte Häuser und Kirchen können so bedeutsam sein, dass Heimatschutz und Denkmalpflege sich für deren Erhalt einsetzen, handelt es sich doch bei diesen Zeitzeugen ebenfalls um unser kulturelles Erbe und unsere Geschichte. Oft nimmt die Allgemeinheit die Arbeit, welche die Denkmalpflege leistet, gar nicht wahr. Wie wichtig diese jedoch ist, soll an einem Beispiel aus dem Zürcher Oberland gezeigt werden.

Dürnten, eine Gemeinde mit 6‘600 Einwohnern, blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück. Zumindest wird angenommen, dass die Ortschaft bereits vor 3500 Jahren besiedelt gewesen sein dürfte: Ausgrabungen gaben interessante Zeugen römischer Niederlassungen sowie alemannische Grabfunde frei. 1874 fand man in der Region des Hasenstricks ein Beil aus Blei und Kupfer, welches in die Bronzezeit, also ca. 2200 bis 800 v. Christus, datiert wird. Dabei handelt es sich um den ältesten Fund auf Dürntner Boden.

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