Kunst

Sammlung Bührle im Fokus: Experten-Bericht hebt Forschungsbedarf hervor

Der Historiker Prof. Raphael Gross hat im Auftrag von Stadt und Kanton Zürich und der Zürcher Kunstgesellschaft die bisherige Provenienzforschung zur Sammlung Bührle überprüft. Er kommt unter anderem zum Schluss, dass erheblicher weiterer Forschungsbedarf mit Fokus auf die Klärung jüdischen Vorbesitzes besteht. Die Zürcher Kunstgesellschaft und die Eigentümerin der Werke, die Stiftung Sammlung E. G. Bührle, haben Gespräche vereinbart, um zukunftsfähige Lösungen zu finden. Seit Oktober 2021 werden die Werke der Sammlung Bührle im Chipperfield-Bau des Kunsthaus Zürich als Dauerleihgabe gezeigt. Der Leihvertrag zwischen der Stiftung Sammlung E. G. Bührle und der Zürcher Kunstgesellschaft (Trägerverein des Kunsthaus Zürich) sieht eine feste Vertragsdauer bis Ende 2034 vor. Stadt und Kanton Zürich und die Zürcher Kunstgesellschaft haben im Mai 2023 Prof. Raphael Gross mit einer unabhängigen Überprüfung der bestehenden Provenienzforschung zur Sammlung Bührle beauftragt.

Weiterlesen

Ausstellung im Nidwaldner Museum: Faszinierende Frauenbildnisse von Johann Melchior Wyrsch

Die neue Ausstellung im Nidwaldner Museum Winkelriedhaus legt den Fokus auf Porträts von adeligen und bürgerlichen Damen in der bewegten Zeit zwischen Ancien Régime und Aufklärung. Johann Melchior Wyrsch bildet die Frauen idealisiert oder realistisch ab und erreicht, dass sie sich in ihren Bildnissen als selbstbewusste Persönlichkeiten entfalten können. Johann Melchior Wyrsch (1732–1798) zählt zu den wichtigsten Vertretern der Porträtmalerei des 18. Jahrhunderts in der Schweiz. Bürgerliche und adelige Damen und Herren aus der Zentralschweiz, aus Solothurn sowie aus Besançon und der Region Franche-Comté gaben Bildnisse bei ihm in Auftrag. Die historischen Quellen geben über die Lebensläufe der porträtierten Männer viel mehr Auskunft als über die Frauen, die oft nur mit ihren Namen und in ihrer gesellschaftlichen Stellung als Gattinnen überliefert sind.

Weiterlesen

Bronzezeitlicher Schmuckhort in Güttingen entdeckt

Im August entdeckte ein freiwilliger Mitarbeiter auf einem frisch gepflügten Feld mehrere Schmuckscheiben aus der mittleren Bronzezeit. Sofort meldet er den Fund dem Amt für Archäologie, das am nächsten Tag die Dokumentation und Bergung im Block veranlasste. Bei der sorgfältigen Freilegung im Labor wurden in den vergangenen Wochen unter anderem 14 sogenannte Stachelscheiben, zwei Spiralfingerringe und über 100 Bernsteinperlen geborgen. Damit handelt es sich um ein bedeutendes Schmuckensemble aus der mittleren Bronzezeit.

Weiterlesen

Kultur virtuell erleben – das Internet macht es möglich

Vom Sofa aus ins Museum, in der eigenen Küche in die Kunstgalerie, im Pyjama ins Theater – all das ist im heutigen Zeitalter der Digitalisierung mit wenigen Klicks ganz einfach möglich. Kunst, Geschichte, Wissenschaft und Kultur wird durch eine Vielzahl an digitalen Angeboten der kulturellen Einrichtungen im Internet erlebbar. Sowohl heimische Museen und Galerien als auch internationale Kulturhäuser haben ihre Ausstellungen online digitalisiert, um sie für Kulturinteressierte aus aller Welt einsehbar zu machen. Virtuelle Rundgänge erlauben es, durch die ruhigen Gänge zu schlendern, mit Livestreams gelangen Ausstellungen zum Besucher nach Hause und über Online-Sammlungen können Exponate digital bewundert werden. Welche Vorteile bietet die neue Art des Kulturlebens und welche Nachteile birgt sie?

Weiterlesen

8 ungewöhnliche Hochzeitslocations in der Schweiz

Fröhliche Braut und Bräutigam auf ihrer Hochzeit.

Die Hochzeit ist ein unvergessliches Ereignis und für Viele ein Höhepunkt ihres Lebens. Die Wahl der Location bietet dem Paar die Möglichkeit, ihre Individualität zu zeigen und ein ganz besonderes Fest zu organisieren. In der Schweiz gibt es mehrere Locations, die die Hochzeit aussergewöhnlich und kreativ machen.  Manche bevorzugen eine Hochzeit mit einer klassischen Kulisse, sie möchten ihr Fest zum Beispiel in einem Barockschloss, einem Restaurant oder Hotel feiern. Doch auch abseits des Märchenschlosses können Hochzeitsfeiern veranstaltet werden, bei denen man nicht auf Komfort oder Ambiente verzichten muss. Soll das Fest sich von anderen hervorheben und unvergesslich sein, führt kein Weg an einer ungewöhnlichen Location vorbei.

Weiterlesen

Filmpreis-Nomination für Schloss Heidegg - in Kategorie "Interactive and new formats"

Die "Heidegger Turmkellergeschichten" wurden für den Edi.17 nominiert, den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis in der Kategorie Interactive and new formats. Das animierte Raum-Hörspiel im ältesten Wohngebäude des Kantons Luzern inszeniert auf spannende Weise sechs Kapitel aus achthundert Jahren Schlossgeschichte. Es wurde in der abgelaufenen Museumssaison von 13'000 Personen besucht.

Weiterlesen

Neuer Blick auf Neuchâtel: "Neuchâtel à la Belle Epoque"

Dank verschiedener bahnbrechender Fortschritte im Zuge der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erlebt Neuchâtel eine unbeschwerte Periode. Neuenburg Tourismus hat sich durch diese Blütezeit inspirieren lassen und den Stadtrundgang "Neuchâtel à la Belle Epoque" kreiert, mit originellen Besichtigungen rund um Geschichte, Gastronomie und Architektur. Mit achtzehn, im Stadtzentrum angebrachten Wandfresken, einer unvergesslichen "Reise" in einer authentischen Trambahn der Epoche, oder einer Absinth-Degustation, ist dieser Parcours ein pures Vergnügen für Augen und Gaumen. Eine Einladung, die Zeit zurückzudrehen und das Leben der Neuenburger vor einem Jahrhundert zu entdecken.

Weiterlesen

„Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci wird gerettet

EATALY haucht Leonardo da Vincis Meisterwerk neues Leben ein: Mit einer aufwendigen Restaurierung soll sein Wandgemälde Das Letzte Abendmahl der Welt für zusätzliche 500 Jahre erhalten bleiben. Der Gründer des italienischen Food-Imperiums EATALY Oscar Farinetti hat sich der Aufgabe verschrieben, die italienische Kultur zu zelebrieren und zu schützen: Als einziger privater Geldgeber unterstützt EATALY mit einer Million Euro den italienischen Staat bei der Finanzierung eines der bedeutendsten Werke der Kunstgeschichte.

Weiterlesen

KUhLToUR – Ausstellung rund um die Kuh

Heilig, Ikone oder „nur“ ein Nutztier? Die Kuh prägt Kulturen auf ganz unterschiedliche Weise. Zu seinem zehnjährigen Jubiläum widmet das Haus Appenzell in Zürich ihr eine ganze Ausstellung. Unter dem Motto „KUhLToUR – Kuh, Kunst und Kurioses aus Ost und West“ zeigt die Ernst Hohl-Kulturstiftung im Haus Appenzell die Kuh in Kunst und Gesellschaft. Die kostenlose Ausstellung ist vom 28. Oktober 2016 bis 29. April 2017 zugänglich. Das Bild der Kuh ist in unserem Alltag allgegenwärtig, sei es in Politkampagnen, auf Produktwerbung oder als Synonym für Natur und Heimat. Steht die Kuh in der Schweiz für Swissness und den Bauernstand, so symbolisiert sie in China Fleiss und Wohlstand. Im hinduistischen Indien ist die lebendige Kuh gar heilig und entsprechend unantastbar. Sie wird als Sinnbild für Fürsorge und Lebenserhaltung verehrt.

Weiterlesen

Publireportagen

Aushubarbeiten für Kunsthaus-Erweiterung bald beendet

Bereits in wenigen Tagen wird in Zürich die Baugrube für die Erweiterung des Kunsthauses ausgehoben sein. In der Erde fand sich die Schanzenmauer der Stadtbefestigung aus dem 17. Jahrhundert, was zuvor erwartet worden war. Auf Überreste des jüdischen Friedhofs war man jedoch nicht gestossen. Im Oktober 2015 begannen die Aushubarbeiten am Heimplatz. Zwei Geschosse des Erweiterungsbaus kommen unter den Boden zu liegen. Die Baugrube musste zwischen elf und vierzehn Meter tief ausgehoben werden. Das Aushubvolumen betrug rund 60 000 Kubikmeter.

Weiterlesen

Amerikanische Architektur in den Alpen

Moderne amerikanische Architektur mitten in den Schweizer Alpen – das scheint ein Gegensatz zu sein, der kaum grösser sein könnte. Motiviert von einer Amerikareise, brachte der Hotelier Fritz Frey in den 1950er Jahren die neue Bauweise mitten in die Bergwelt. Er verlieh damit seiner Hotelanlage auf dem Bürgenstock ein Freshup und verhalf ihr mit einem Swimmingpool mit Unterwasserbar und modernen Pavillonbauten touristisch zu neuer Blüte. Anders auf der Südseite des Gotthards in Ambri: Die Bauten der Brüder Guscetti in Ambri (TI) blieben nach ihrem Bau über Jahrzehnte unbekannt und unerforscht, obwohl sie für aufmerksame Durchreisende mit ihrer Moderne als Blickfang galten. Die Bauten holten in fast revolutionärer Weise einen Hauch Amerika in die Leventina.

Weiterlesen

Kornschütte Luzern: Hommage an „Rolf Brem 1926–2014“

Der Bildhauer, Zeichner und Grafiker Rolf Brem hat an manchen Stellen in Luzern Spuren hinterlassen: zum Beispiel vor dem Luzerner Theater seine Skulptur „Hirt mit Schafen“ oder vor der Bahnhofpost bei der Universität Luzern den „Pöstler“. Das ist aber nur ein minimaler Ausschnitt seines umfangreichen Werkes. Der geborene Luzerner war ein konsequent figurativer Bildhauer, der im Alltag Inspiration für seine Kunst fand. Als guter Beobachter wusste er das Ursprüngliche im Menschen instinktiv zu erfassen und engagiert darzustellen.

Weiterlesen

Royal Baden geht in die zweite Verlängerung

Ab Juni 2016 sollte der Kulturbetrieb im ältesten Kino Badens eingestellt werden. Stattdessen war geplant, in dem erhaltenswerten Gebäude Läden einzurichten. Nun hat die Stadt das Mietverhältnis zum zweiten Mal verlängert – vorläufig bis Ende Juni 2017. Für die Betreiber des „Royal“ wird die aktuelle Saison trotzdem die letzte sein: Ab Juni soll ein neuer Verein den Betrieb fortsetzen.

Weiterlesen

Empfehlungen