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Baudenkmäler in der Nachbarschaft: Schloss Vaduz in Liechtenstein

19.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Baudenkmäler in der Nachbarschaft: Schloss Vaduz in Liechtenstein
3.8 (76.67%)
24 Bewertung(en)
Das kleine Fürstentum an der östlichen Schweizer Staatsgrenze ist der sechstkleinste Staat weltweit, der viertkleinste Zwergstaat in Europa und der kleinste deutschsprachige Staat überhaupt.

Im Vergleich zu seinem grossen Nachbarn Schweiz gibt es im Fürstentum Liechtenstein nur eine Handvoll historische Baudenkmäler, sodass die fürstliche Denkmalpflege recht wenig zu tun hat, dafür aber effektiv tätig werden kann. Zu den beeindruckenden Bauwerken gehören das Schloss Vaduz, in dem die Fürstenfamilie ihren Sitz hat, die mittelalterliche Burg Gutenberg und die Kathedrale St. Florin.

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Der alte Saumweg im Talboden der Reuss

18.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der alte Saumweg im Talboden der Reuss
4.2 (83.64%)
11 Bewertung(en)
Der Teil des alten Saumweges durch Uri, der von Amsteg über Attinghausen nach Flüelen führt, ist heute ein beliebter Wanderweg. Obwohl die Strecke in gut vier Stunden erwandert werden kann, sollte mehr Zeit eingeplant werden: Es gibt viele interessante Zeitzeugen entlang des Weges zu entdecken. Leider wurde ein Bauwerk, welches jahrhundertelang eine bedeutende Rolle auf dem Handelsweg spielte, Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen: die alte Sust in Flüelen.

Der Saumweg vermittelt ein eindrückliches Bild des Passverkehrs, welcher im 13. Jahrhundert seinen Anfang hatte. Örtliche Genossenschaften, wie Transport- und natürlich die Schifffahrtsgesellschaften, waren für dessen Unterhalt verantwortlich, wobei jede Genossenschaft war für ihr Gebiet das Monopol besass. Sie kassierten den Fuhrlohn und hatten noch eine weitere Einnahmequelle, nämlich die Führleite: die Gebühr, welche Kaufleute, die ihre Waren mit eigenen Saumtieren transportierten, an die Säumergenossenschaften abzuführen hatten.

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Entleerte Dorfkerne im Oberwallis – eine Region sorgt sich um die Zukunft ihrer Dörfer

17.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Entleerte Dorfkerne im Oberwallis – eine Region sorgt sich um die Zukunft ihrer Dörfer
4.3 (86%)
20 Bewertung(en)
Im Oberwallis wird mit Sorge beobachtet, dass sich die Dorfkerne entleeren und die traditionelle Bauweise der Region dadurch immer mehr verschwinden könnte. Kein Neubaugebiet kann jemals die Zentren der kleinen Städte und Dörfer mit ihrem Charakter und dem Heimatgefühl ersetzen. Dicht aneinander stehen die alten Häuser.

Früher führte dies zu wichtigen sozialen Kontakten, heute wird es als Sozialkontrolle empfunden. Auch viele Walliser bevorzugen Einfamilienhäuser mit eigenem Grundstück, welches ihnen mehr Privatsphäre sichert.

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Ab wann ist ein Denkmal ein Denkmal, und warum?

16.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Ab wann ist ein Denkmal ein Denkmal, und warum?
3.1 (62%)
20 Bewertung(en)
Die Fragen nehmen kein Ende, denn: Wo können Denkmalfreunde und -experten erfahren, wo es die interessantesten Baudenkmäler zu besichtigen gibt, wann Restaurationen anstehen, was das alles kostet, woher das Geld dafür kommt und wo es Broschüren und Schriftsätze zum Thema gibt?

Schweizer Denkmalschützer und Denkmalpfleger haben es nicht leicht. Nicht, dass es in anderen Ländern einfacher wäre, aber hier geht es vorrangig um die Denkmalpflege in der Schweiz. Denkmalschutz ist eine kantonale Angelegenheit – die Vernetzung und Kommunikation untereinander ist sehr träge. Jede Gemeinde kocht ihr eigenes Denkmal-Süppchen, wie wir kürzlich am Beispiel der historischen Eisenbahnen erfahren durften. Journalisten und Autoren, die freiberuflich über die Denkmalpflege in der Schweiz berichten möchten, haben es noch schwerer.

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Leise rieselt der Sandstein – in Bern haben Steinmetze alle Hände voll zu tun

15.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege, Events  | 
Leise rieselt der Sandstein – in Bern haben Steinmetze alle Hände voll zu tun
3.8 (75.24%)
21 Bewertung(en)
An den europäischen Denkmaltagen, die in diesem Jahr unter dem kulinarischen Motto „A table, Zu Tisch, A tavola“ stehen, wollen die Denkmalpfleger der Stadt Bern diesmal nicht nur die schönen Seiten perfekt restaurierter historischer Gebäude in Szene setzen, sondern auch auf die Probleme verweisen, die das Arbeiten mit dem sensiblen Baustoff Sandstein mit sich bringt.

Bern ist auf und aus Stein gebaut. Wenn man genauer hinschaut, könnte man meinen, die Stadt Bern wäre auf Sand gebaut. Sandstein ist das Mass aller Dinge. Das Berufsbild der Steinmetze hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, denn der Lieblingsbaustoff der alten Ägypter und Römer kommt in die Jahre und zeigt unübersehbare Verschleisserscheinungen. Die alte Münsterbauhütte am Berner Münster ist für das Publikum geöffnet und zeigt anschaulich die moderne Arbeitsweise der Restauratoren.

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Geplantes Denkmalgeschenk der Schweiz an die Uno

15.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Geplantes Denkmalgeschenk der Schweiz an die Uno
3.7 (73.33%)
15 Bewertung(en)
Eine kurze Nachricht war vor wenigen Tagen in allen Medien zu lesen: Die Schweiz will der UNO in Genf ein Denkmal schenken.

Angekündigt wurde das Vorhaben vom Bundespräsidenten der Schweizer Eidgenossenschaft Didier Burkhalter anlässlich einer Festveranstaltung vor der Übergabe des „Prix de la Fondation pour Genève“ vor 1.450 Leuten. Bestätigt wurde dies vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

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Der Schoggitaler – Schokolade für Heimat- und Naturschutzprojekte

11.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege, Events  | 
Der Schoggitaler – Schokolade für Heimat- und Naturschutzprojekte
4.3 (85.45%)
11 Bewertung(en)
Bereits seit 1946 ist er ein Begriff und als dieser sogar eine geschützte Marke: Die Rede ist vom Schoggitaler, der 28 Gramm schweren und im Durchschnitt 8 cm grossen Münze aus Schokolade. Verpackt in goldfarbene Alufolie, werden die Schoggitaler alljährlich von Schulkindern verkauft. Der Erlös kommt Heimat- und Naturschutzprojekten zugute.

Jedes Jahr widmet sich die Schoggitaleraktion einem anderen Projekt. Der erste Taler brachte dringend benötigte Gelder zugunsten des Projektes Silsersee. Das Wasser des Silsersees sollte genutzt werden, um ein Kraftwerk in Bergell zu betreiben. Die Idee, Schokolade zugunsten des Silsersees zu verkaufen, stammt von Ernst Lauer, dem damaligen Geschäftsführer des Schweizer Bauernverbandes. Bis Mai 1946 war Schokolade rationiert und deshalb etwas Besonderes. So konnte der Verkauf der Schoggitaler, in dessen Alufolie ein Bild des Silsersees eingeprägt war, als grosser Erfolg verbucht werden. Damals wurde die Aktion in Zeitungen, Kinos, auf Plakaten und in Radiospots beworben. Heute sind die Schoggitalern wohl jedem Schweizer ein Begriff.

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Das mittelalterliche Städtchen Eglisau

10.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das mittelalterliche Städtchen Eglisau
4.6 (92%)
10 Bewertung(en)
Eglisau ist ein mittelalterliches Städtchen im Kanton Zürich. Es liegt am Rhein, nahe der deutschen Grenze, umgeben von sonnigen Rebhängen. Die drei geschlossenen Häuserzeilen mit stattlichen Bürgerhäusern sind in bestem Zustand und werden liebevoll gepflegt.

In vielen Häusern befinden sich kleine, einzigartige Läden, die das Stadtbild mit prägen. Ein Bummel durch Eglisau entführt in die Zeit des Mittelalters und macht Lust, mehr über die Geschichte des Ortes und seiner Bauwerke zu erfahren.

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St. Peterskirche in Zürich – die Kirche mit dem grössten Ziffernblatt Europas

09.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  2 Kommentare
St. Peterskirche in Zürich – die Kirche mit dem grössten Ziffernblatt Europas
4.6 (92.31%)
13 Bewertung(en)
Die St. Peterskirche war die erste reformierte Kirche Zürichs. Sie befindet sich auf einem Hügel in der Altstadt an einem herrlichen, baumbestandenen kleinen Platz. Hier findet der Besucher Ruhe und Besinnlichkeit unweit der lebhaften Bahnhofstrasse.

Die Bauwerke in den umliegenden Gassen sind bestens erhalten und lassen erahnen, welchen Einsatz Heimatschutz und Denkmalpflege leisten, um diese historischen Kulturgüter zu pflegen und zu bewahren. St. Peter gehört zu den drei Zürcher Altstadtkirchen, welche die Silhouette der Stadt prägen. Unweit der Kirche befindet sich der bekannte Lindenhof, ein ehemaliges Römerkastell.

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Pruntrut im Kanton Jura – eine kleine Stadt mit bewegter Geschichte

08.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Pruntrut im Kanton Jura – eine kleine Stadt mit bewegter Geschichte
4.5 (90.91%)
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Pruntrut, ein Ort mit 6780 Einwohnern, liegt im Kanton Jura. Erstmals erwähnt wurde er im Jahre 1136, damals noch unter dem Namen Purrentru. Anfangs gehörte die Siedlung zur Grafschaft Mömpelgard und ging 1271 an das Fürstbistum Basel über. Es wurde 1283 von den Burgundern erobert, König Rudolf I. von Habsburg erzwang jedoch die Rückgabe an das Fürstbistum. Gleichzeitig wurde Pruntrut freie Reichsstadt. 1386 an Mömpelgard verpfändet, kam es 1461 abermals zurück zum Fürstbistum.

Nach der Reformation in Basel, wurde Pruntrut im Jahre 1527 offizieller Sitz des Fürstbischofs. Seine Blütezeit erlebte die Stadt von 1575 bis 1608 unter Jakob Christoph Blarer von Wartensee. Zu jener Zeit wurde das Schloss renoviert und ausgebaut und 1591 das Jesuitenkollegium gegründet. Die Blütezeit des Ortes wurde jäh gestoppt, als 1618 der Dreissigjährige Krieg ausbrach. Pruntrut wurde belagert und fiel Plünderungen zum Opfer. Erobert von französischen Truppen, war die Stadt von 1793 bis 1800 Hauptstadt der Raurakischen Republik. 1815 kam es als Kompensation für Waadt, welches 1803 verloren wurde, zum Kanton Bern.

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