Am 10. und 11. September 2022 finden die Europäischen Tage des Denkmals statt. Sie sind dem Thema „Freizeit“ gewidmet. Das von der Denkmalpflege Nidwalden zusammengestellte Programm beleuchtet Themen und Stätten der Tourismusgeschichte des Kantons.
Die Denkmalpflege Nidwalden präsentiert der interessierten Bevölkerung an den Tagen des Denkmals vom 10./11. September 2022 verschiedene baukulturelle Themen rund um die Tourismusgeschichte des Kantons.
Die Marienkapelle am Lopper in Stansstad ist stark sanierungsbedürftig. Morgen beginnen die Bauarbeiten, um die aufgetretenen Schäden nachhaltig zu beheben. Nach Projektabschluss wird das Gotteshaus an markanter Stelle wieder einladend wirken.
Während der Bauphase ist die Kapelle nicht zugänglich.
Seit einem Jahr wird an der Entenweidstrasse im St. Johann für den gemeinsamen Neubau des Naturhistorischen Museums und des Staatsarchivs gegraben.
Nun ist die Baugrube fertig. In einer Tiefe von 19 Metern wurde heute im Beisein von Regierungspräsident Beat Jans und Regierungsrätin Esther Keller der Grundstein gelegt.
Der Neubau wird voraussichtlich 2026 fertiggestellt und den beiden Kulturinstitutionen übergeben. 2027 wird das Staatsarchiv eröffnen, das Naturhistorische Museum öffnet 2028 seine Tore am neuen Standort.
Die Reformation hinterlässt im Thurgau tiefe Spuren. Der religiöse Umsturz in den 1520er-Jahren bedeutet für die meisten Klöster das Ende. Doch die Katholiken geben sich nicht geschlagen und setzen alle Hebel in Bewegung, um die Menschen im Thurgau zum alten Glauben zurückzuführen.
An der öffentlichen Führung im Historischen Museum Thurgau vom Mittwoch, 24. August 2022 thematisiert Historikerin Claudia Sutter die tragende Rolle der Thurgauer Frauenklöster in dieser Mission.
Die Amtshäuser aus dem Jahr 1849 prägen den südlichen Eingang der Zofinger Altstadt. Die Fassaden sind in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig.
Nachdem bereits 2021 die Fenster erneuert und anfangs 2022 die Fensterläden saniert wurden, steht nun der letzte Teil der Fassadensanierung an.
Am 1. Juni 2022 ist die denkmalgeschützte Villa Bär um 18 Meter verschoben worden, um Platz für den Ergänzungsbau neben dem Regierungsgebäude in Frauenfeld zu schaffen. Die Verschiebung dauerte gut drei Stunden.
Das Gebäude war 1930/31 vom Frauenfelder Fotografen Jakob Bär jr. erbaut worden. Gut 90 Jahre später, inzwischen von der Denkmalpflege als wertvoll eingestuft, wurde es nach wochenlangen Vorbereitungen um 18.3 Meter vom Regierungsgebäude weg verschoben und leicht um 6.8 Grad gedreht. Der Umplatzierungsvorgang dauerte etwa acht Stunden, die Verschiebung an sich ohne Drehung dreieinviertel Stunden.
Das denkmalgeschützte Haus zur Beuge in Näfels präsentiert sich nach aufwendiger Restaurierung als Schmuckstück. Es kann an zwei Tagen der offenen Tür besichtigt werden.
Wenn diese Wände sprechen könnten ... Sie hätten vieles zu erzählen. Schliesslich stammt die Substanz der Patrizierhäuser „zur Beuge“ aus dem Jahr 1415. Aus jeder Epoche haben sich Stilelemente in den Häusern erhalten, wie aus dem Bericht des Architekten Volker Marterer hervorgeht.
Mit der am 1. April 2022 – symbolträchtig am Geburtstag von Serge Rachmaninoff – erfolgten Unterzeichnung des Kaufvertrages erwirbt der Kanton Luzern ein Denkmal von nationaler Bedeutung: die in Hertenstein gelegene Villa Senar.
Der Kanton Luzern will dieses kulturelle Erbe erhalten, den Ort als regional und international ausstrahlungskräftiges Kultur- und Bildungszentrum entwickeln und der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Morcote wurde im Jahr 2016 zum schönsten Dorf der Schweiz gewählt. Und das aus gutem Grund:
Das wunderschöne Fischerdorf liegt malerisch direkt am Lago di Lugano. Seine gut erhaltenen Bauwerke erzählen von der langen Geschichte des Ortes.
In Zürich gibt es eine Menge Denkmäler. Nicht alle sind aus historischer Sicht unumstritten wie etwa die von Alfred Escher aufgrund der Sklaverei-Vergangenheit.
Doch die Züricher Bevölkerung weiss damit umzugehen und es ist deshalb nicht erforderlich, diese zu entfernen oder gleich ins Museum zu verfrachten.
Im Unterwallis liegt, mit einer sehr langen und reichen Geschichte, die Stadt Martigny. Ihre drei Stadteile entstanden in unterschiedlichen Epochen.
Die Kleinstadt am Rhoneknie war schon vor 2000 Jahren ein Knotenpunkt, denn hier treffen die Passrouten über den Simplon, den Forclaz und den Grossen St. Bernhard aufeinander.
Im Kanton St. Gallen befindet sich in der Nähe von Benken, auf dem Benkner Büchel, der Marienwallfahrtsort Maria Bildstein. Sein Ursprung reicht über 500 Jahre zurück.
Der Ort ist weitläufig und umfasst neben der Wallfahrtskirche einen Bilderhort, verschiedene Grotten und Kapellen und das bewohnte Priesterhaus.
St. Moritz gehört zu den beliebtesten Ferienorten der Schweiz und ist weltbekannt. Viele der Einwohner der berühmten Engadiner Gemeinde verdanken seit dem 19. Jahrhundert dem Tourismus ihren Arbeitsplatz.
Aber nicht nur der Tourismus hat in dem kleinen Ort eine interessante Geschichte.
Mit Entscheid des Kantonsgerichts Luzern vom 3. Juli 2020 soll das Gewerbegebäude in Luzern abgerissen werden. Der Innerschweizer (IHS) und der Schweizer Heimatschutz (SHS) zweifelten an der Rechtmässigkeit des Verfahrens und liessen das Urteil vom Bundesgericht überprüfen.
Der Heimatschutz erhielt nun mit Entscheid vom 3. November 2021 in der Sache recht; letztlich ist das Bundesgericht auf die Beschwerde jedoch nicht eingetreten, da die Abbruchbewilligung nur einen Zwischenentscheid darstelle. Das Abbruchgesuch wird neu zu prüfen sein, sobald die Baubewilligung für den Neubau ansteht.
Der Säntis ist nicht nur ein weit über unsere Grenzen hinaus bekanntes Ausflugsziel, sondern auch ein Berg mit einer interessanten Geschichte.
Vor allem hat er eine Bedeutung als "Wetterberg".
Eine Urkunde aus dem Jahre 1228 bescheinigt, dass der befestigte Ort Liehtvnsteige im Besitz der Grafen von Toggenburg war. Diese lebten auf der Burg Neu-Toggenburg.
Das damalige Liehtvnsteige ist das heutige Lichtensteig, bekannt wegen seiner gepflegten historischen Altstadt.
Aus Anlass zu 300 Jahren Schloss Hindelbank und 125 Jahren Nutzung durch den Kanton Bern als Anstalt öffnet die Justizvollzugsanstalt für Frauen einige ihrer Türen. In einer Ausstellung wird die Schloss- und Anstaltsgeschichte erlebbar gemacht.
Eine umfangreiche Publikation zeichnet die Kultur- und Sozialgeschichte sowie die Entwicklung des Strafvollzugs seit dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach.