Die wichtigsten Denkmäler in Zürich

In Zürich gibt es eine Menge Denkmäler. Nicht alle sind aus historischer Sicht unumstritten wie etwa die von Alfred Escher aufgrund der Sklaverei-Vergangenheit.  

Doch die Züricher Bevölkerung weiss damit umzugehen und es ist deshalb nicht erforderlich, diese zu entfernen oder gleich ins Museum zu verfrachten.

Nicht alles ist nur schwarz oder weiss

Wichtig ist, die Statuen immer im Kontext der Zeit zu betrachten. Das Bronzedenkmal von Alfred Escher wurde 1889 vom bekannten Bildhauer Richard Kissling erbaut. Damals wurde er vor allem als Industrieller und Staatsmann verehrt. Bekannt wurde er in erster Linie als Initiator der Gotthardbahn und Gründer der Schweizerischen Kreditanstalt.

Wenn heute eine Reinigungsfirma in Zürich die Statue von ihrem groben Schmutz befreit, lässt sich die Vergangenheit aber eben nicht vollständig reinwaschen. Denn laut Studien des Historikers Michael Zeuske ist mittlerweile bewiesen, dass sein Vater in Kuba eine Kaffeeplantage mit dem Einsatz von über 80 Sklaven betrieb.

Auch Zürichs berühmtester Bürgermeister hat sein Denkmal in der Stadt

Es ist schon eine Zeit lang her, da Hans Waldmann Bürgermeister in Zürich war. Er regierte in der Stadt ab 1483. Das Ende seiner Amtszeit war ein eher tragisches: Die Bauern liessen ihn enthaupten, da sie mit seinen Reformen nicht einverstanden waren.

Da half ihm auch nichts, dass er sich in den Jahren von 1474 bis 1477 als Feldherr in den Burgunderkriegen auszeichnete. Seit 1937 reitet er bei dem von Hermann Haller erschaffenen Bronze-Denkmal auf einem Pferd am Fusse der Fraumünsterkirche.


Hans Waldmann-Monument, Zürich (Bild: Sergej Razvodovskij – shutterstock.com)

Gottfried Keller: Der Stadtschreiber von Zürich

Eine Steinplastik mit einem überdimensional grossen Kopf befindet sich zu Ehren des Dichters Gottfried Keller nahe dem Hafen Enge. Von dort aus hat er nun einen ewigen Ausblick auf den See.

Keller lebte von 1819 bis 1890 und war als Schriftsteller stets eng verbunden mit der Stadt Zürich. Alle seine Romane und auch Gedichte handeln von den politischen Geschehnissen in der Schweiz. Das führte dazu, dass er schliesslich im Jahr 1861 die Stelle des Staatsschreibers des Kantons Zürich bekam.

Laut Gerüchten bekam er den Zuschlag dafür möglicherweise jedoch nur, weil man damit einen Aufständischen auf bequeme Art und Weise ruhigstellen wollte. Da diese Stelle gut bezahlt war, ein naheliegender Vorwurf.

 

Titelbild: Stetiukha Kristina – shutterstock.com

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