Das Comeback der Thurgauer Frauenklöster

Die Reformation hinterlässt im Thurgau tiefe Spuren. Der religiöse Umsturz in den 1520er-Jahren bedeutet für die meisten Klöster das Ende. Doch die Katholiken geben sich nicht geschlagen und setzen alle Hebel in Bewegung, um die Menschen im Thurgau zum alten Glauben zurückzuführen.

An der öffentlichen Führung im Historischen Museum Thurgau vom Mittwoch, 24. August 2022 thematisiert Historikerin Claudia Sutter die tragende Rolle der Thurgauer Frauenklöster in dieser Mission.

Die Meinungsverschiedenheiten nach der Reformation werden nicht bloss mit Worten auf Flugblättern ausgetragen, sondern auch auf dem Schlachtfeld. Mehrere Religionskriege erschüttern die Eidgenossenschaft zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert. Für den Thurgau vermögen es die Machthaber für eine geraume Weile nicht, sich auf eine Konfession zu einigen. Lange sieht es so aus, als würden die Protestanten die Oberhand gewinnen – doch den katholischen Orten gelingt ein geschickter Schachzug.

Als der Betrieb in den Thurgauer Frauenklöstern wieder aufgenommen wird, greifen die Orte auf Nonnen aus der katholischen Innerschweiz zurück und schicken diese in die Ostschweiz. So glückt Tänikon, Paradies, Feldbach und Münsterlingen das grosse Comeback. Mit welcher Tugend die Innerschweizer Klosterfrauen die Thurgauerinnen und Thurgauer davon überzeugen, zum Katholizismus zurückzukehren, ist Thema der kostenlosen Führung im Schloss Frauenfeld.

Die Tour startet um 18 Uhr, um Anmeldung über die Museumswebsite wird gebeten: www.historisches-museum.tg.ch

 

Quelle: Kanton Thurgau
Titelbild: Kloster St. Katharinental, Kanton TG © Bildagentur Zoonar GmbH – shutterstock.com

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