Author Archive

Pruntrut im Kanton Jura – eine kleine Stadt mit bewegter Geschichte

08.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Pruntrut im Kanton Jura – eine kleine Stadt mit bewegter Geschichte
4.5 (90%)
10 Bewertung(en)
Pruntrut, ein Ort mit 6780 Einwohnern, liegt im Kanton Jura. Erstmals erwähnt wurde er im Jahre 1136, damals noch unter dem Namen Purrentru. Anfangs gehörte die Siedlung zur Grafschaft Mömpelgard und ging 1271 an das Fürstbistum Basel über. Es wurde 1283 von den Burgundern erobert, König Rudolf I. von Habsburg erzwang jedoch die Rückgabe an das Fürstbistum. Gleichzeitig wurde Pruntrut freie Reichsstadt. 1386 an Mömpelgard verpfändet, kam es 1461 abermals zurück zum Fürstbistum.

Nach der Reformation in Basel, wurde Pruntrut im Jahre 1527 offizieller Sitz des Fürstbischofs. Seine Blütezeit erlebte die Stadt von 1575 bis 1608 unter Jakob Christoph Blarer von Wartensee. Zu jener Zeit wurde das Schloss renoviert und ausgebaut und 1591 das Jesuitenkollegium gegründet. Die Blütezeit des Ortes wurde jäh gestoppt, als 1618 der Dreissigjährige Krieg ausbrach. Pruntrut wurde belagert und fiel Plünderungen zum Opfer. Erobert von französischen Truppen, war die Stadt von 1793 bis 1800 Hauptstadt der Raurakischen Republik. 1815 kam es als Kompensation für Waadt, welches 1803 verloren wurde, zum Kanton Bern.

Weiterlesen

Saalfeld/Saale – die Steinerne Chronik Thüringens

06.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Saalfeld/Saale – die Steinerne Chronik Thüringens
4.5 (90%)
20 Bewertung(en)
Die Feengrottenstadt Saalfeld zählt mit ihrer über 1100-jährigen Geschichte zu den ältesten Thüringer Städten. Schon 899 wurde der Wirtschaftshof „Salauelda“ urkundlich erwähnt. Als 1180 Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Stadt gründete, gab es hier bereits seit über einhundert Jahren das grosse Benediktinerkloster. Dieses galt damals als geistliches Zentrum Südthüringens.

Die vielen steinernen Zeitzeugen brachten Saalfeld den Beinamen „Steinerne Chronik Thüringens“ ein. Mittelalterliche Gebäude, die vier bestens erhaltenen Stadttore und Teile der Stadtmauer wurden in den letzten Jahren detailgetreu restauriert. Ein besonders eindrückliches Gebäude ist die Marktapotheke, welche einen Teil der Transromanica bildet. Diese Strasse der Kulturen steht für das gemeinsame romanische Erbe und verbindet zehn Regionen zwischen Mittelmeer und Ostsee. Das Wahrzeichen Saalfelds ist der Hohe Schwarm, die wohlerhaltende Ruine der um 1300 vom Grafen von Schwarzburg erbauten Stadtburg.

Weiterlesen

Die 54 Passkirchen zwischen Panix und Viano – über 1000 Jahre Kirchengeschichte

05.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die 54 Passkirchen zwischen Panix und Viano – über 1000 Jahre Kirchengeschichte
4.3 (86.67%)
12 Bewertung(en)
Der „Kunstführer der Schweiz“ verzeichnet nicht weniger als 54 bemerkenswerte Kirchen auf den Passrouten zwischen Panix und Viano. Diese stehen jeweils ca. 4 Kilometer auseinander. Allesamt gelten diese Kirchen als kunstgeschichtlich wertvoll. 19 von ihnen sind sogar im Verzeichnis der Schweizer Kulturgüter aufgeführt. Dank kirchlicher Denkmalpflege sind die meisten der zum Teil reich ausgemalten, sehr alten Kirchen bis heute erhalten geblieben.

Die Zeit, in welcher sie, erweitert oder umgebaut wurden, lässt sich in vier Perioden aufteilen: in die fränkische und karolingische (6. bis 9. Jahrhundert), das Hochmittelalter (9. bis etwa Mitte 13. Jahrhundert), das Spätmittelalter (ab Mitte 13. bis 16. Jahrhundert) und die Neuzeit (17. Bis Mitte 18. Jahrhundert)
Von den in der fränkischen Zeit entstandenen Kirchen sind oft nur noch Mauern und Reste übrig geblieben. Im baulichen Originalzustand befindet sich St. Martin, eine alte Pfarrkirche in Cazis.

Weiterlesen

Schloss Brandis in der Bündner Herrschaft

03.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Schloss Brandis in der Bündner Herrschaft
4.3 (86.67%)
6 Bewertung(en)
Im Schloss Brandis in Maienfeld befindet sich heute ein Restaurant, welches für seine hervorragende Küche und Gastlichkeit bekannt ist. Familienfeiern und Firmenanlässe finden hier in rustikalen alten Sälen statt und die Atmosphäre des mittelalterlichen Bauwerkes macht neugierig auf die Geschichte des Schlosses.

Maienfeld wurde im 1. Jahrhundert – aufgrund seines Standortes an der Kreuzung des Weges nach Zürich und Bregenz – von den Römern als Zollstätte genutzt. Es wird vermutet, dass es zu dieser Zeit eine römische Besatzung gab, die entsprechende Verteidigungsanlangen erstellte. Möglicherweise steht der Turm des Schlosses an der Stelle, wo sich einst eine römische Feste befand. Er wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert durch die Grafen von Bregenz erstellt, welche zu jener Zeit in dieser Region herrschten.

Weiterlesen

Giornico in der Leventina – ein Dorf voller Kulturschätze und Zeitzeugen

30.08.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Giornico in der Leventina – ein Dorf voller Kulturschätze und Zeitzeugen
4.7 (93.14%)
35 Bewertung(en)
Giornico ist einerseits ein typisches Dorf, dessen rund 850 Einwohner wie anderswo auch ihrem normalen Alltag nachgehen, anderseits wirkt es dank seiner Kulturschätze beinahe wie ein Freiluftmuseum. Durch den Fluss Ticino geteilt, verfügt das Dorf über zwei Bezirke: Rechts des Flusses liegt der Kirchenbezirk, der alte Dorfkern befindet sich am linken Ufer.

Vor dem Bau der Gotthardbahn führte der gesamte Saumverkehr in Richtung Norden durch Giornico. Der alte Passweg querte den Fluss über zwei bis heute gut erhaltene rund 600 Jahre alte Steinbrücken. Diese wurden im 16. Jahrhundert restauriert. Durch die Eisenbahn verlor das Dorf sein Ansehen als Handelsplatz, sodass Weinanbau und Landwirtschaft zum Haupterwerbszweig wurden. Der alte Gotthardweg wird heute vor allem von Wanderern und Touristen genutzt. Er trifft im Zentrum von Giornico auf die Casa Stanga.

Weiterlesen

Die Burgruine Belfort – ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung

27.08.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Burgruine Belfort – ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung
4.6 (91.11%)
9 Bewertung(en)
Die Schweiz gehört zu den burgenreichsten Ländern Europas, und die meisten Burgen und Ruinen des Landes wurden in dem Gebiet des heutigen Kantons Graubünden errichtet. Unterstützt von der Denkmalpflege sowie des kantonalen Archäologischen Dienstes, setzt sich der Burgenverein Graubündens für die Erhaltung dieser unschätzbaren Zeitzeugen ein. Zu denen zählen nicht nur intakte, noch bewohnbare Anlagen, sondern auch mächtige Ruinen.

Die grösste und historisch bedeutendste Burgruine der Region ist Belfort in Mittelbünden. Diese befindet sich heute im Besitz von Brienz/Brinzauls und hat als Kulturdenkmal nationale Bedeutung erlangt. Die beeindruckende Gesamtansicht der Ruine besteht aus Türmen, weiten Ringmauern und ausgedehnten Wirtschafts- sowie Wohngebäuden. Vermutlich bestand die Anlage bereits im 11. Jahrhundert und wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts umfassend erneuert. Aus dieser Zeit stammen die heute noch sichtbaren Teile der Burg. Leider ist nichts darüber bekannt, wie einst die Dächer von Belfort aussahen.

Weiterlesen

Denkmäler und Schauplätze entfalten den Zauber der Heidi-Welt

26.08.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Denkmäler und Schauplätze entfalten den Zauber der Heidi-Welt
4 (80%)
9 Bewertung(en)
Ein kleines Mädchen erobert seit über 100 Jahren die Herzen von Kindern und Erwachsenen rund um die Welt. Die Rede ist von Heidi, der Hauptfigur aus Johanna Spyris gleichnamigem Roman. Geschrieben in den Jahren 1880 und 1881 ist dieser zu einem Weltbesteller geworden und zählt seit Generationen zu den beliebtesten Kinderbüchern. Dabei ist Heidi nicht etwa eines von vielen Werken einer Bestsellerautorin. Im Gegenteil: Frau Spyri war bereits 53 Jahre, als sie den Roman schrieb, und hatte erst neun Jahre vorher erste Geschichten veröffentlicht.

Johanna Louise Spyri, geborene Heusser, erblickte am 12. Juni 1827 das Licht der Welt. In ihrem Geburtsort Hirzel im Kanton Zürich wurde zum Gedenken an Heidis Schöpferin ein kleines Museum eingerichtet. Dieses befindet sich im alten Schulhaus, einem schönen Fachwerkgebäude aus dem Jahre 1660. Fotos der Familie Spyri sind hier ebenso zu sehen wie Handschriften und alte Ausgaben von Spyris Werken. Im Heidi Zimmer wird die Welt der kleinen Heldin aus dem Bündnerland dargestellt.

Weiterlesen

Kartause Ittingen – Geschichte und klösterliche Idylle

15.08.2014 |  Von  |  Allgemein, Bauwerke, Denkmalpflege  | 
Kartause Ittingen – Geschichte und klösterliche Idylle
4.4 (87.2%)
25 Bewertung(en)
Zwischen Kanton Thurgau und Bodensee liegt eines der beachtlichsten Kulturdenkmäler der Nord-Ostschweiz: die Kartause Ittingen.

Das ehemalige Kartäuserkloster wird heute als Kultur- und Seminarzentrum genutzt. Zudem bietet es sich dank seiner Lage, den wunderschönen Gärten, hervorragenden Konzerten, Ausstellungen und Museen als Ausflugsziel an. Nicht zuletzt sollte auch das Restaurant mit ausgezeichneter Küche und herrlicher Terrasse genannt werden.

Weiterlesen

Telldenkmäler im Kanton Uri, der Heimat von Wilhelm Tell

12.08.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Telldenkmäler im Kanton Uri, der Heimat von Wilhelm Tell
4.7 (93.75%)
16 Bewertung(en)
Der Kanton Uri, einer der Schweizer Gründerkantone, liegt im Herzen des Landes. Hier soll der Nationalheld Wilhelm Tell sein Leben verbracht haben. Auf einer Reise durch Uri wird man immer wieder auf Spuren aus Tells Leben treffen.

Die Frage, ob Wilhelm Tell wirklich gelebt hat, oder nur eine Sage ist, kann wohl nie endgültig beantwortet werden. Historisch belegt ist weder seine Existenz noch die seines Gegenspielers Gessler. Schiller wählte Uri als Schauplatz des Dramas. Hier wird Tell mit Denkmälern und einem beeindruckenden Museum geehrt. Erwähnung findet er bereits seit dem 15. Jahrhundert, als sein Name erstmals im Weissen Buch von Sarnen auftauchte.

Weiterlesen

Cyber Monday Woche