Rettungsgrabung in Windisch: Archäologen dokumentieren ältestes Vindonissa-Lager
Im Vorfeld einer grossen Wohnüberbauung in Windisch führt die Kantonsarchäologie eine Rettungsgrabung durch. Dabei dokumentiert das Grabungsteam unter anderem die ältesten Strukturen des Legionslagers Vindonissa.
Baudenkmäler, Ortsbilder und Kulturerbe sind nicht nur historisch bedeutsam – sie bieten touristische Potenziale, schaffen Einkommen und stärken Gemeinschaften.
Wenn Denkmalpflege und Tourismus sinnvoll verbunden werden, entstehen nachhaltige Impulse für Regionen mit starkem kulturellem Profil.
Historische Altbauten erzählen Geschichten und enthalten viel graue Energie – ihre Erhaltung mit moderner Energieeffizienz vereint Nachhaltigkeit und Schutz von Baukultur.
Mit sorgfältiger Planung lassen sich Modernisierung und denkmalpflegerische Anforderungen in der Schweiz häufig harmonisieren.
Ob Warenhaus, Kirche oder Stallscheune: Die Umnutzung von Gebäuden ist eng mit ihrem Erhalt verbunden und hat in der Stadt Tradition.
Die neue Publikation „umnutzen & erhalten“ richtet anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Denkmalschutzjahres 1975 den Blick auf die vielschichtige Arbeit der städtischen Denkmalpflege.
Auf einer Baustelle in Aegerten haben Mitarbeitende des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern Reste einer römerzeitlichen Brücke gefunden.
Es handelt sich um zahlreiche Eichenpfähle, die einst zu den Brückenjochen gehörten. Sie überquerte die Zihl und war Teil der römischen Juratransversale. Im ehemaligen Flussbett fanden die Archäologinnen zudem zahlreiche einzigartige Objekte.
Historische Bauweise lebt fort, wenn traditionelle Handwerkskunst mit modernen Anforderungen verschmilzt. Alte Techniken verleihen Restaurierungen Authentizität und Nachhaltigkeit.
Fachgerechte Restaurierungen bedienen sich bewährter Methoden und Materialien – ergänzt durch moderne Forschung und technische Expertise. So bleibt Denkmalpflege lebendig und zukunftsfähig.
Am 13. und 14. September lädt die Denkmalpflege Nidwalden zur Spurensuche in der Baukultur – mit spannenden Führungen und Geschichten.
Die Europäischen Tage des Denkmals 2025 stehen unter dem Motto "Architekturgeschichten". In Nidwalden beleuchtet das Programm nicht nur die historischen Gebäude, sondern auch die Menschen und ihre Schicksale, die damit verbunden sind.
Ein seltenes Ereignis der Bau- und Denkmalgeschichte: Die ikonische Kiruna-Kirche wurde im August 2025 in einem Stück versetzt. Möglich machte dies eine Symbiose aus Schwerlasttechnik und denkmalpflegerischer Sorgfalt.
Die hölzerne Kirche, seit 1912 ein Wahrzeichen Nordschwedens, wurde behutsam über 5 Kilometer transportiert. Die niederländische Spezialfirma Mammoet realisierte die Bewegung, unterstützt von Denkmalpflegern, Ingenieuren und Restauratoren.
Zwischen Mai und Juli 2025 untersuchte die Kantonsarchäologie Luzern einen Grabhügel auf dem Santenberg bei Buchs (Gemeinde Dagmersellen).
Bei der Notgrabung kamen mehrere Bestattungen und reiche Beigaben zum Vorschein. Ausgelöst wurde die Grabung aufgrund der natürlichen Gefährdung durch Erosion, aber auch wegen des Verdachts auf Raubgräberei.
Historische Gärten und Parkanlagen sind lebendige Zeugnisse vergangener Zeiten. Ihre Pflege verlangt Fachwissen, Fingerspitzengefühl und Respekt vor kulturellem Erbe.
Die Bewahrung alter Gärten und Parkanlagen im Alpenraum ist weit mehr als ein ästhetisches Anliegen. Sie verbindet Geschichte, Ökologie und gärtnerische Traditionen und stellt eine Schnittstelle zwischen Architektur, Landschaftspflege und Kultur dar. Damit solche Anlagen nicht nur erhalten, sondern auch verstanden und erlebt werden können, ist eine fachgerechte Pflege unabdingbar.
Die diesjährigen Denkmaltage finden am 13. und 14. September statt. Sie stehen unter dem Motto „Architekturgeschichten“ und drehen sich um die Frage, wie das baukulturelle Erbe mit der Zukunft verbunden werden kann. Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug setzt in diesem Jahr einen lokalen Schwerpunkt in Unterägeri und lädt, zusammen mit der Gemeinde, die Bevölkerung zum Eröffnungsanlass ein.
Baudenkmäler sind ein Teil unserer Geschichte und Kultur. Sie sind Zeugen der Vergangenheit und prägen unseren Lebensraum in der Gegenwart. Sie sind und erzählen Geschichte. Die diesjährigen Denkmaltage stehen unter dem Motto „Architekturgeschichten“. An verschiedenen Veranstaltungen werden schweizweit Baudenkmäler zum Sprechen gebracht, ihre Geschichten erzählt und ihre Gegenwart erklärt. „Baudenkmäler leisten einen wichtigen Beitrag zur heutigen Baukultur“, führt Karin Artho, Leiterin des Amts für Denkmalpflege und Archäologie, aus, „sie geben unseren Dörfern und Städten ihr unverkennbares Gesicht“.
Burgen und Schlösser sind sichtbare Zeugnisse europäischer Geschichte. Ihr Erhalt verlangt höchste Sorgfalt und die Verbindung von Handwerk, Forschung und moderner Technik.
Im Alpenraum prägen Burgen und Schlösser Landschaften und Ortsbilder seit Jahrhunderten. Viele entstanden zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert und dienten als Verteidigungsanlagen, Residenzen oder Verwaltungssitze. Heute stellen sie bedeutende Kulturgüter dar, deren Pflege eine besondere Herausforderung ist. Der Erhalt dieser Bauwerke erfordert den Einsatz traditioneller Materialien, archäologisches Fachwissen und innovative Methoden, um sie vor Verfall und Überformung zu schützen.
Historische Fachwerk-Fassaden prägen Ortsbilder und erzählen Jahrhunderte alter Geschichten. Ihre Restaurierung erfordert handwerkliche Präzision, Materialkenntnis und ein tiefes Verständnis für Baugeschichte.
Fachwerkbauten gehören in vielen Regionen der Schweiz, insbesondere in der Nordostschweiz und in Teilen des Mittellands, zum historischen Erbe. Die sorgfältige Erhaltung dieser Fassaden schützt nicht nur wertvolle Architektur, sondern bewahrt auch kulturelle Identität. Restaurierungen müssen den Spagat zwischen traditioneller Handwerkstreue und moderner Bauphysik meistern.
Kirchtürme sind prägende Wahrzeichen und historische Zeugnisse zugleich. Ihre Erhaltung verlangt statische Präzision, witterungsbeständige Lösungen und handwerkliche Meisterschaft.
Kirchtürme ragen seit Jahrhunderten als markante Orientierungspunkte in den Himmel. Ob im Stadtzentrum, auf einem Dorfplatz oder an exponierter Lage in den Bergen – sie sind Teil der kulturellen Identität und oft Symbol für Gemeinschaft und Geschichte. In der Schweiz stehen viele dieser Bauwerke unter strengem Denkmalschutz. Eine Sanierung muss daher technische Stabilität, historische Authentizität und ästhetische Originaltreue miteinander vereinen.
Mitten in der Churer Stadtgeschichte: Erstmals im Jahr 1254 wird die „Metzg“ am Churer Arcas in den Schriftquellen erwähnt.
Über die Jahrhunderte diente das Gebäude unterschiedlichen Zwecken – es wurde geschlachtet, gebadet und gelernt. Ab 1974 zog die Volksbibliothek ein.
Historische Dächer prägen das Ortsbild und dokumentieren Baukultur. Ihre Erhaltung verlangt Fachwissen und handwerkliche Präzision.
Dächer sind weit mehr als Witterungsschutz – sie sind charakterprägende Elemente der Baugeschichte. Besonders traditionelle Deckungen mit Naturmaterialien wie Schiefer, Tonziegeln oder Biberschwanzformen zählen zum unverzichtbaren Bestand denkmalgeschützter Bauten. Dieser Fachartikel zeigt typische Decksysteme, Sanierungsstrategien und Erhaltungsansätze für traditionelle Dächer in der Schweiz.
Historische Wandmalereien verbinden Kunst und Baugeschichte. Ihre Restaurierung erfordert präzise Analyse und denkmalgerechte Technik.
Restaurierung denkmalgeschützter Wandmalereien stellt höchste Anforderungen an Fachwissen, Materialkenntnis und ethische Verantwortung. Ziel jeder Intervention bleibt Erhalt der originalen Substanz bei behutsamer Ergänzung. Dieser Artikel richtet sich an Fachleute im Bereich Denkmalpflege und gibt fundierte Grundlagen zur Planung, Materialanalyse, Methodenauswahl und Praxisintegration restauratorischer Prozesse.
Restaurierung historischer Orgeln ist ein Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die zentrale Frage: Soll das Original idealisiert, erhalten oder angepasst werden? Leider werden spätromantische Orgeln wie die im Video immer noch nach neobarocken oder neoklassischen Klangidealen restauriert.
Das Ende der Spätromantik in der europäischen Orgelbau, ca. 1900 bis 1920, mit ihren technischen Erneuerungen und oft fabriksmässigen Produktionsprozessen wird oft als „Die Dekadenz“ betitelt und nicht als ernst zu nehmende Zeuge ihrer Zeit gesehen. Orgeln sind jedoch nicht nur Musikinstrumente, sondern echte Zeitzeugen. Ihr Klang, ihre Technik und ihr Erscheinungsbild spiegeln musikalische, handwerkliche und theologische Strömungen ganzer Epochen.