Abendvortrag des Historischen Museums Thurgau: Neue Fenster für historische Bauten

Fenster sind die Augen eines Hauses. Sie schaffen eine Verbindung zwischen Innen und Aussen – doch wie viel Glas darf es sein? Weshalb an Neubauten mehr als bei historischen Gebäuden erklärt Dr. Moritz Flury-Rova, Stv. Leiter Denkmalpflege Kanton St. Gallen, am Abendvortrag des Historischen Museums Thurgau vom Donnerstag, 12. Mai 2022. In seiner frühesten Form dient das Fenster als Rauchabzug. Erst im 15. und 16. Jahrhundert werden Bauernhäuser an der Hauptfassade mit Fenstern ausgestattet. In den folgenden Jahrhunderten steigt der Lichtbedarf für die textile Heimarbeit in der Ostschweiz an, die typischen Reihenfenster entstehen. Die Maschinenstickerei benötigt im 19. Jahrhundert gar Fenster, die beinahe so hoch sind wie früher ein ganzes Wohngeschoss.

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Alleenlandschaften im Val-de-Ruz (NE) ist Landschaft des Jahres 2022

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP) verleiht den Preis "Landschaft des Jahres 2022" an die Alleenlandschaften im Val-de-Ruz (NE). Die Auszeichnung würdigt die langjährigen Bemühungen um die Wiederherstellung, Verjüngung und Pflege der Alleen und Baumreihen, die der Landschaft des Val-de-Ruz ihren einzigartigen Charakter verleihen. Es ist das erste Mal, dass ein regionaler Naturpark den Preis erhält. Die SL-FP verleiht seit 2011 die Auszeichnung "Landschaft des Jahres". Damit werden herausragende Kulturlandschaften und das gemeinschaftliche Engagement der lokalen Bevölkerung für die Landschaft honoriert.

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Die steinzeitliche Fundstelle an der Stremlücke steht in einem grösseren Kontext

Ein wissenschaftlicher Artikel in einer norwegischen Fachzeitschrift beleuchtet das archäologische Forschungsprojekt rund um die Kristallkluft bei der Unteren Stremlücke. An dieser arbeiteten Strahler bereits vor tausenden von Jahren. Der sich zurückziehende Brunifirn-Gletscher in den Urner Alpen legte 2013 eine Kristallkluft frei, an der Strahler bereits während der Mittelsteinzeit (Mesolithikum), also vor tausenden Jahren, gearbeitet hatten. Das beweisen im Eis konservierte Objekte wie Werkzeuge sowie weitere Arbeitsabfälle der Quarzgewinnung. Die Fundstelle wurden in den vergangenen Jahren wissenschaftlich untersucht und wird derzeit wissenschaftlich ausgewertet.

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Villa Cassel: Was steckt hinter der Sommerresidenz?

Die ehemalige Sommerresidenz von Sir Ernest Cassel dient heute der Pro Natura als Seminarzentrum. Ein paar Relikte sind der Villa geblieben, so zum Beispiel die nun über einhundert Jahre alten Holzböden, die nur mit Hausschuhen betreten werden dürfen und über die schon Sir Winston Churchill schlurfte. Anstatt eine Ferienwohnung in Riederalp zu buchen, können Sie sich auch hier in der Villa Cassel einmieten. Die Zimmer verströmen den Charme des beginnenden 20. Jahrhunderts und können im Sommer gebucht werden.

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Neue Publikationen: Steinzeit und Mittelalter im Furttal

Das Furttal steht im Zentrum von zwei neuen Publikationen der Kantonsarchäologie Zürich. Wertvolle Erkenntnisse zum Siedlungsbau auf dem Land bringen Gebäudereste aus der Jungsteinzeit, die 2009 in Otelfingen entdeckt wurden. Archäologische Untersuchungen von mittelalterlichen Gräbern und Häusern zeigen die dynamischen Siedlungsprozesse, aus denen sich das Dorf Otelfingen herausbildete. Ein weiterer Beitrag erlaubt schliesslich einen Blick in den Geschirrschrank eines Winterthurer Gasthauses.

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Saisoneröffnung des Schweizerischen Zollmuseums

Am Palmsonntag, 10. April 2022, öffnet das Schweizerische Zollmuseum nach der Winterpause wieder seine Tore. Aufgrund des grossen Publikumsinteresses werden die letztjährigen Sonderausstellungen weitergeführt: Die Ausstellung „Ausser-Ordentlich“ zeigt den Einsatz des Schweizer Zolls während der ersten Welle der Corona-Pandemie. Unter dem Titel „Eine Geschichte von Armut und Verfolgung“ beleuchtet die zweite Ausstellung den Schmuggel an der Südgrenze im Zweiten Weltkrieg.

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Kanton Luzern wird Eigentümer der Villa Senar und nutzt sie als Kultur- und Bildungszentrum

Mit der am 1. April 2022 – symbolträchtig am Geburtstag von Serge Rachmaninoff – erfolgten Unterzeichnung des Kaufvertrages erwirbt der Kanton Luzern ein Denkmal von nationaler Bedeutung: die in Hertenstein gelegene Villa Senar. Der Kanton Luzern will dieses kulturelle Erbe erhalten, den Ort als regional und international ausstrahlungskräftiges Kultur- und Bildungszentrum entwickeln und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

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Ukraine: Der Bund setzt sich aktiv für den Erhalt des gefährdeten kulturellen Erbes ein

Das Bundesamt für Kultur (BAK) ergreift ab sofort Massnahmen zum Schutz des kulturellen Erbes der Ukraine. Es stellt dafür Finanzhilfen in der Höhe von 750'000 Franken zur Verfügung. Gesuche für entsprechende Projekte können ab heute eingereicht werden. Mit den Finanzhilfen unterstützt das BAK Schweizer Museen und ähnliche Institutionen dabei, gefährdete Kulturgüter aus der Ukraine vorübergehend in der Schweiz in Sicherheit zu bringen und sie hier konservatorisch zu betreuen.

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Neues Luzerner Museum

Die Vernehmlassungen zur Änderung des Kulturförderungsgesetzes sowie zum neuen Museumskonzept sind ausgewertet. Während der Zusammenschluss der kantonalen Museen zum neuen Luzerner Museum unterschiedlich aufgenommen wurde, stiess das Konzept mehrheitlich auf Zustimmung. Nun liegt die Botschaft zur Gesetzesänderung vor. Der Kantonsrat befindet darüber voraussichtlich in der Juni-Session. Die Gesetzesänderung soll am 1. Dezember 2022 in Kraft treten.

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