Schauplätze

Kulturgüterschutz und Denkmalpflege: rechtlicher Rahmen in der Schweiz

Kulturgüterschutz und Denkmalpflege sind eng verflochtene Aufgabenbereiche, die den Schweizer Kulturschatz vor Vergessen und Zerstörung bewahren – insbesondere in Krisenzeiten. Der rechtliche Rahmen bildet das Fundament für wirksamen Schutz. Der Schutz von Kulturgütern ist kein Luxus – er ist Grundlage für Identität, Forschung und kollektives Gedächtnis. Nur in klar geregelten Strukturen entfaltet er seine Wirkung.

Weiterlesen

Handwerkskunst im Fokus: Alte Techniken für zeitgemässe Restaurierungen

Historische Bauweise lebt fort, wenn traditionelle Handwerkskunst mit modernen Anforderungen verschmilzt. Alte Techniken verleihen Restaurierungen Authentizität und Nachhaltigkeit. Fachgerechte Restaurierungen bedienen sich bewährter Methoden und Materialien – ergänzt durch moderne Forschung und technische Expertise. So bleibt Denkmalpflege lebendig und zukunftsfähig.

Weiterlesen

Denkmalschutz in der Schweiz: Spannungsfeld zwischen Bewahrung und Nutzung

Der Denkmalschutz bewahrt kulturelle Identität. Gleichzeitig verlangt die Nutzung historischer Bauten nach Anpassungen an moderne Anforderungen. Die Schweiz verfügt über eine reiche Kulturlandschaft mit historischen Gebäuden, Brücken, Burgen und Gärten. Der Erhalt dieses Erbes ist zentral für Identität und Geschichte, doch er steht im Spannungsfeld zwischen Bewahrung, wirtschaftlicher Nutzung und gesellschaftlichen Veränderungen.

Weiterlesen

Kiruna-Kirche auf Wanderschaft: Ein Denkmal zieht 5 Kilometer in neuer Präzision

Ein seltenes Ereignis der Bau- und Denkmalgeschichte: Die ikonische Kiruna-Kirche wurde im August 2025 in einem Stück versetzt. Möglich machte dies eine Symbiose aus Schwerlasttechnik und denkmalpflegerischer Sorgfalt. Die hölzerne Kirche, seit 1912 ein Wahrzeichen Nordschwedens, wurde behutsam über 5 Kilometer transportiert. Die niederländische Spezialfirma Mammoet realisierte die Bewegung, unterstützt von Denkmalpflegern, Ingenieuren und Restauratoren.

Weiterlesen

Grabhügel auf dem Santenberg: Neue Einblicke in seltene Bronzezeit-Bestattungen

Zwischen Mai und Juli 2025 untersuchte die Kantonsarchäologie Luzern einen Grabhügel auf dem Santenberg bei Buchs (Gemeinde Dagmersellen). Bei der Notgrabung kamen mehrere Bestattungen und reiche Beigaben zum Vorschein. Ausgelöst wurde die Grabung aufgrund der natürlichen Gefährdung durch Erosion, aber auch wegen des Verdachts auf Raubgräberei.

Weiterlesen

Alte Gärten und Parkanlagen: Pflege historischer Kulturlandschaften

Historische Gärten und Parkanlagen sind lebendige Zeugnisse vergangener Zeiten. Ihre Pflege verlangt Fachwissen, Fingerspitzengefühl und Respekt vor kulturellem Erbe. Die Bewahrung alter Gärten und Parkanlagen im Alpenraum ist weit mehr als ein ästhetisches Anliegen. Sie verbindet Geschichte, Ökologie und gärtnerische Traditionen und stellt eine Schnittstelle zwischen Architektur, Landschaftspflege und Kultur dar. Damit solche Anlagen nicht nur erhalten, sondern auch verstanden und erlebt werden können, ist eine fachgerechte Pflege unabdingbar.

Weiterlesen

Architekturgeschichten erleben: Denkmaltage 2025 verbinden Vergangenheit und Zukunft

Die diesjährigen Denkmaltage finden am 13. und 14. September statt. Sie stehen unter dem Motto „Architekturgeschichten“ und drehen sich um die Frage, wie das baukulturelle Erbe mit der Zukunft verbunden werden kann. Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug setzt in diesem Jahr einen lokalen Schwerpunkt in Unterägeri und lädt, zusammen mit der Gemeinde, die Bevölkerung zum Eröffnungsanlass ein. Baudenkmäler sind ein Teil unserer Geschichte und Kultur. Sie sind Zeugen der Vergangenheit und prägen unseren Lebensraum in der Gegenwart. Sie sind und erzählen Geschichte. Die diesjährigen Denkmaltage stehen unter dem Motto „Architekturgeschichten“. An verschiedenen Veranstaltungen werden schweizweit Baudenkmäler zum Sprechen gebracht, ihre Geschichten erzählt und ihre Gegenwart erklärt. „Baudenkmäler leisten einen wichtigen Beitrag zur heutigen Baukultur“, führt Karin Artho, Leiterin des Amts für Denkmalpflege und Archäologie, aus, „sie geben unseren Dörfern und Städten ihr unverkennbares Gesicht“.

Weiterlesen

Waadt plant Studienprojekt zur römischen Villa Boscéaz – Kultur und Tourismus im Fokus

Mit einer geplanten Investition von einer Million Franken setzt der Kanton Waadt ein deutliches Zeichen für die Zukunft der archäologischen Stätte Boscéaz bei Orbe. Der Staatsrat beantragt dem Grossen Rat die Bewilligung eines Studienkredits, um die wissenschaftliche, landschaftliche und infrastrukturelle Weiterentwicklung des bedeutenden Kulturguts systematisch vorzubereiten.

Weiterlesen

Trockensteinmauern als Kulturgut: Sanierung auf der Rieder- und Bettmeralp abgeschlossen

Am 1. Juli 2025 wurde die erfolgreiche Sanierung von rund 500 Laufmetern historischer Trockensteinmauern auf dem Gebiet der Gemeinden Riederalp und Bettmeralp gefeiert. Die Begehung von der Rieder- zur Bettmeralp brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Ausführung, Finanzierung und Trägerschaft zusammen. Das Projekt steht exemplarisch für den Erhalt wertvoller Kulturlandschaft in unmittelbarer Nähe des UNESCO-Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch.

Weiterlesen

Zukunft für Solothurns Burgen und Schlösser – Denkmalpflege im strategischen Fokus

Mit über 80 historischen Burgen, Schlössern und Ruinen zählt der Kanton Solothurn zu den reichsten Kulturlandschaften der Schweiz. Diese steinernen Zeugen vergangener Epochen prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch das kulturelle Selbstverständnis des Kantons. Nun hat der Regierungsrat eine umfassende Strategie zur Förderung und Weiterentwicklung dieser bedeutenden Baudenkmäler verabschiedet.

Weiterlesen

Barocke Entdeckung in Le Landeron: Verborgene Malereien der Skapulierkapelle

In der Skapulierkapelle auf dem Friedhof von Bévières in Le Landeron kommen derzeit barocke Wand- und Gewölbemalereien aus dem Jahr 1683 ans Licht. Was Restauratoren dabei freilegten, überrascht nicht nur durch den hervorragenden Erhaltungszustand, sondern auch durch ikonografische Details, die bislang völlig unbekannt waren.

Weiterlesen

Publireportagen

Wie ein Wasserschaden den Kulturgüterschutz in Liechtenstein veränderte

Im Rahmen der Europäischen Tage der Archäologie lädt die Archäologie Liechtenstein zu einer Fachveranstaltung mit Einblicken in ihre Werkstätten ein. Ein schwerer Wasserschaden im Jahr 1985, gefolgt von einem Brand wenige Jahre später, markierte in Liechtenstein nicht nur zwei dramatische Schadensereignisse, sondern auch den Ausgangspunkt für eine systematische Auseinandersetzung mit dem Schutz archäologischen Kulturguts. Diese einschneidenden Vorfälle führten zur Gründung der Fachstelle Archäologie – und wurden zum Impuls für den Aufbau eines langfristigen Kulturgüterschutzes im Land.

Weiterlesen

Liebe zum Detail – Gipsabgüsse vom Basler Münster im Museum Kleines Klingental

Das Basler Münster beherbergt eine Vielzahl von Skulpturen und Bauteilen aus Sandstein, deren Details oft schwer zugänglich oder kaum beleuchtet sind. Die neue Ausstellung im Museum Kleines Klingental ermöglicht es, diese faszinierenden Objekte hautnah zu erleben. Seit 1986 fertigt die Stiftung Basler Münsterbauhütte regelmässig Gipsabgüsse an, die nicht nur als Vorlage für Restaurierungen dienen, sondern auch den Zustand der Originale dokumentieren.

Weiterlesen

Kannenfeldpark Basel: Ein Denkmal der Gartenkultur im Wandel der Zeit

Der Kannenfeldpark im Westen von Basel gehört heute zu den bedeutendsten historischen Parkanlagen der Schweiz. Was als Friedhof im 19. Jahrhundert entstand, wurde ab den 1950er-Jahren unter Stadtgärtner Richard Arioli zu einem lebendigen Stadtpark umgestaltet – mit beeindruckender Behutsamkeit und grossem Respekt vor der ursprünglichen Struktur. Der Park ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie historische Grünräume nicht nur erhalten, sondern an die komplexen Anforderungen moderner Stadtquartiere angepasst werden können.

Weiterlesen

Römisches Bauwerk im Äbnetwald – letzte Gelegenheit zur Besichtigung am 24. Mai 2025

2023 wurden bei den Rettungsgrabungen im Kiesabbaugebiet Äbnetwald bei Cham-Oberwil überraschend die Überreste eines grossen römischen Gebäudes entdeckt. Die Fachleute des Amts für Denkmalpflege und Archäologie legten in den vergangenen zwei Jahren rund 530 m² des grossen Bauwerks frei. Das Gebäude wird diesen Mai zum letzten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich sein: Am Samstag, 24. Mai 2025 lädt das Amt die Bevölkerung im Rahmen des Tags der offenen Türen der Risi AG zum Besuch der Ausgrabungsstätte ein.

Weiterlesen

Renaissancehaus in Corcelles enthüllt verborgene Stuckdecken, Fresken und Graffiti

In Corcelles haben Renovierungsarbeiten in der Grand'Rue 31 verborgene Schätze freigelegt. Dieses Gebäude, das aufgrund seiner aussergewöhnlichen Renaissancefassade seit langem unter Denkmalschutz steht, beherbergt Stuckdecken und Malereien, die die Innenräume im 16. und 17. Jahrhundert schmückten.

Weiterlesen

Empfehlungen