Investments in denkmalgeschützte Immobilien: Drei Risiken beachten

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Investments in denkmalgeschützte Immobilien: Drei Risiken beachten
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Wer auf der Suche nach einer gewinnbringenden Veranlagung ist, der darf heutzutage keinen Blick mehr auf traditionelle Produkte werfen.

Sparbücher oder auch Tages- wie Festgeldkonten sind nicht mehr zu empfehlen; bleiben am Ende nur noch das Online Trading in der Schweiz oder auch der Erwerb einer denkmalgeschützten Immobilie. Doch was macht eine unter Denkmalschutz stehende Immobilie so aussergewöhnlich?

Es ist oftmals der historische Charme, der eine unter Denkmalschutz stehende Immobilie ausmacht. Ob alte Villa im Jugendstil oder hübsches Fachwerkhaus – möchte man eine denkmalgeschützte Immobilie erwerben, so geht es nicht nur um die Geschichte oder um das Aussehen, sondern auch um rechtliche Aspekte, die im Vorfeld berücksichtigt werden müssen. Neben der rechtlichen Situation gibt es aber auch noch drei weitere Risiken, die keinesfalls ausser Acht gelassen werden dürfen.

Risiko Nummer 1: Der Standort

Der Standort ist beim Kauf einer Immobilie natürlich entscheidend. Selbst dann, wenn die Standortwahl gut ist, müssen sich das Umfeld, die Immobilienpreise und auch die Mieten nicht wie prognostiziert entwickeln. Besonders problematisch wird es dann, wenn befristete Mietverträge auslaufen und nicht mehr verlängert werden, weil der Mieter ausziehen möchte, da er sich die Miete nicht mehr leisten kann. Sehr wohl besteht auch die Gefahr, dass eine Neuvermietung nur erst nach einer weiteren Investition des Eigentümers möglich ist, da im Vorfeld Renovierungen oder Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssen.

Ist der Standort zudem nicht ausgesprochen gut, so kann es auch sein, dass sich erst gar keine (neuen) Mieter finden – bleiben mehrere Wohnungen leer, so bedeutet das in weiterer Folge einen deutliche Reduzierung des Gewinns. Auch bezüglich des Wiederverkaufs ist der Standort natürlich von Bedeutung: Immobilien werden weitaus schneller und einfacher verkauft, sofern sie sich in einer attraktiven Gegend befinden – ist mitunter schon der Standort der Grund, warum sich keine Mieter finden, wird es sehr wohl problematisch werden, wenn man dann einen Käufer für das Objekt sucht.

Risiko Nummer 2: Der Erwerb

Wer eine Immobilie erwirbt, der sollte im Vorfeld überprüfen, ob Sanierungen durchgeführt werden müssen. Das heisst aber nicht, dass es um jene Sanierungen geht, die vor einer Vermietung einer Wohnung durchgeführt werden müssen, sondern um jene Arbeiten, die in den kommenden ein bis fünf Jahren anfallen werden.

Denn genau jene zukünftigen Baustellen sind es nämlich, die erst so richtig die Kosten in die Höhe schiessen lassen. Ist schon im Vorfeld klar, dass demnächst umfassende Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssen, so sollte man entweder die Finger von der Immobilie lassen oder mitunter dafür sorgen, dass die demnächst anfallenden Kosten schon zum Teil vom Kaufpreis abgezogen werden.


Ist die Immobilie renovierungsbedürftig? (Bild: hanohiki - shutterstock.com)

Ist die Immobilie renovierungsbedürftig? (Bild: hanohiki – shutterstock.com)


Risiko Nummer 3: Die Instandhaltungsrücklage

Wer Sanierungen vornehmen muss, der sollte auf die gebildeten Instandhaltungsrücklagen zurückgreifen. Problematisch wird es dann, wenn die Sanierungskosten die Instandhaltungsrücklagen übersteigen. Aufgrund der Tatsache, dass bei einer unter Denkmalschutz stehenden Immobilie auch immer wieder darauf geachtet werden muss, dass keine gravierenden Veränderungen vorgenommen werden, sind deutlich höhere Preise bereits von Anfang an vorprogrammiert.

Auch dieser Aspekt sollte vor dem Erwerb einer Denkmalschutzimmobilie unbedingt beachtet werden. Zu glauben, dass jede Arbeit problemlos durchgeführt werden kann, wäre bei einer Investition in eine denkmalgeschützte Immobilie fatal.

Nicht nur die Vorteile berücksichtigen

Wer sein Geld in eine unter Denkmalschutz stehende Immobilie investieren will, der darf sich nicht nur mit den zahlreichen Vorteilen befassen, sondern sollte auch berücksichtigen, dass es durchaus auch ein paar nicht zu unterschätzende Nachteile gibt. Dient die Immobilie etwa als Kapitalanlage, so ist es extrem wichtig, dass die Wohnungen, die dem Eigentümer der Immobilie zur Verfügung stehen, vermietet werden. Leerbestände sorgen für eine drastische Reduzierung des Gewinns.

Wer sich für Immobilien interessiert, die unter Denkmalschutz stehen, braucht in der Regel auch einen Kredit. Hier gilt im Vorfeld, dass man einen Kreditvergleich durchführen sollte, um nicht am Ende eine böse Überraschung zu erleben. Das Ziel Nummer 1? Die monatlichen Kreditraten mit den Mieteinnahmen zu begleichen.

 

Titelbild: Symbolbild © DrimaFilm – shutterstock.com

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