Inventar von Armee- und Kriegsdenkmälern in der Schweiz online verfügbar

Die Schweizer Armee hat ein Inventar der in der Schweiz bestehenden Armee- und Kriegsdenkmäler erstellt und online publiziert.

Das Verzeichnis schafft in digitaler Form einen Überblick über rund 900 Erinnerungszeichen. Sie rufen die alteidgenössischen Schlachten, die Aktivdienste des 20. Jahrhunderts oder Unglücke der Schweizer Armee ins Gedächtnis. Aufgeführt werden auch Denkmäler, die an die Internierten während der beiden Weltkriege oder an verstorbene Bourbaki-Soldaten erinnern.

Vielerorts in der Schweiz finden sich zahlreiche Skulpturen, Obelisken und Gedenktafeln, die an Gefechte zur Zeit der Alten Eidgenossenschaft, an europäische Kriege oder die Präsenz der Armee erinnern. Bekannt sind nur wenige davon, wie beispielsweise das Forchdenkmal in Küsnacht oder das Löwendenkmal in Luzern. Die meisten Erinnerungszeichen stehen aber unscheinbar an Wegrändern oder hängen an Hauswänden.

Ein Inventar stellt diese Denkmäler nun erstmals zusammen und verleiht ihnen in einer Gesamtschau Sichtbarkeit. Es kann damit als Datensatz und Grundlage dienen, auf der vertiefende wissenschaftliche Studien zur schweizerischen Denkmalkultur basieren können. Mit dem Inventar reflektiert die Armee aber auch ihre eigene Geschichte in Form von Monumenten. Dargestellt und kategorisiert wurden Denkmäler, die Bezug nehmen auf alteidgenössische Schlachten oder auf die Aktivdienste der Armee. Aber auch Gedenksteine in Erinnerung an militärische Verbände, Persönlichkeiten der Militärgeschichte oder Armee-Unglücke werden aufgeführt. Knapp 300 Denkmäler rufen zudem die Präsenz fremder Truppen in der Schweiz ins Gedächtnis.

Das Inventar ist auf der Webseite der Schweizer Armee publiziert. Die Denkmäler sind in Kategorien unterteilt und fotografisch festgehalten. Ein Kurzbericht kontextualisiert und erläutert das Inventar. Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo hat die Denkmäler zudem als Layer auf die Landeskarte übertragen. Die öffentliche kartografische Darstellung ist ein Tribut an die Vielfältigkeit der gelebten Traditionen des Landes und macht die geografische Verteilung der Denkmäler in der Schweiz sichtbar.

Das Inventar der Armee- und Kriegsdenkmäler steht in Verbindung mit dem Gedenkort für die Verstorbenen der Armee. Dieser wird in den nächsten Jahren beim Armee-Ausbildungszentrum Luzern (AAL) entstehen. In diesem Zusammenhang wird das Inventar auch zu einem virtuellen Raum des Andenkens und des Danks an die im Einsatz für Sicherheit und Freiheit der Schweiz dienenden Armeeangehörigen.

 

Quelle: Gruppe Verteidigung
Titelbild: Allison Shen – shutterstock.com

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