Kanton Aargau: Kulturerbe-Tag – das reiche Kulturerbe von Kaisten entdecken

Am diesjährigen Kulturerbe-Tag in Kaisten lädt die Abteilung Kultur zusammen mit der Gemeinde und weiteren Partnern dazu ein, das vielfältige Kulturerbe von Kaisten an einem erlebnisreichen Tag zu entdecken. Unter dem Motto „Hallo! Kulturerbe.“ eröffnet Regierungsrat Alex Hürzeler den Kulturerbe-Tag.

Einmal im Jahr tritt eine Gemeinde des Kantons Aargau ins Rampenlicht und präsentiert ihr Kulturerbe. Der Kulturerbe-Tag, eine Kooperation der Kantonsarchäologie, der Kantonalen Denkmalpflege, des Museum Aargau und von Bibliothek und Archiv Aargau findet bereits zum achten Mal statt.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kaisten, der Ortsbürgerkommission und der Fricktalisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde wurde ein reichhaltiges Programm zusammengestellt, das am 18. Oktober 2020 unter Einhaltung der coronabedingten Schutzmassnahmen den Besucherinnen und Besuchern einen abwechslungsreichen Tag bietet.


Die Kantonsarchäologie präsentiert Originalfunde aus 6000 Jahren Kaister Geschichte. (Bild: © Kanton Aargau)

Die Kantonsarchäologie präsentiert Originalfunde aus 6000 Jahren Kaister Geschichte. (Bild: © Kanton Aargau)


Hallo! Kulturerbe

Der Kanton Aargau verfügt über ein reiches Kulturerbe, das von archäologischen Hinterlassenschaften, über denkmalgeschützte Bauten und Schriftquellen bis zu immateriellem Kulturerbe wie zum Beispiel der Fasnacht reicht. Mit dem Label „Hallo! Kulturerbe.“ möchte die Abteilung Kultur künftig kennzeichnen, wo Kulturerbe drinsteckt. Damit soll dieses etikettiert und besser sichtbar gemacht werden.

Kaisten besitzt ein vielfältiges Kulturerbe, das von lokalen Akteuren intensiv gepflegt wird. Seit 2017 können Interessierte die Kultur und Geschichte des Dorfes auf zwei Rundgängen in Kaisten und Ittenthal erkunden. Der Heimatweg wurde nun um 25 Tafeln erweitert. Er ist bestes Beispiel für das Label „Hallo! Kulturerbe.“ Regierungsrat Alex Hürzeler eröffnet um 10 Uhr den Kulturerbe-Tag, und die Ortsbürgerkommission übergibt den neuen Heimatweg an die Bevölkerung.


In Workshops können Kinder bronzezeitlichen Schmuck oder römische Ehrenabze

In Workshops können Kinder bronzezeitlichen Schmuck oder römische Ehrenabzeichen herstellen. (Bild: © Kanton Aargau)


Ein reiches Programm

Bei einem Spaziergang auf den Fasnachtsberg lassen sich die Überreste einer mittelalterlichen Burg und Spuren aus der Bronzezeit entdecken, Dorfrundgänge führen in die Römerzeit und thematisieren die Kaister Siedlungsgeschichte. Ausserdem sind Originalfunde aus 6000 Jahren zu sehen. Die Führung in der Pfarrkirche St. Michael bietet die exklusive Möglichkeit, den Dachstock zu betreten. Szenische Rundgänge lassen den Habsburger Rudolf II. und die Äbtissin von Bad Säckingen zu Wort kommen. Längst vergessene Handwerksberufe und verschwundene Bauwerke werden wieder lebendig bei der Präsentation des Fotoarchivs. Mit der eigens für den Kulturerbe-Tag programmierten Erweiterung der Augmented Reality App „IndustriekulTOUR“ können die Besucherinnen und Besucher selbst im Dorf auf Entdeckungsreise gehen. Am Glücksrad-Quiz sind attraktive Kulturpreise von Institutionen der Region zu gewinnen.

Besonders spannend ist die Präsentation zu einem Gerichtsfall aus dem Jahr 1849. Der Kaister Zimmermann „Hobelhans“ wurde nach einem Mord hingerichtet – die Gerichtsakten und die originale Richtwaffe geben Einblick in diesen alten Kriminalfall und erzählen von Schuld und Sühne. Sagenlesungen, eine Ausstellung zur Kaister Fasnacht und Workshops für Kinder runden das Programm ab.


Auf einen Szenischen Rundgang bietet sich die Möglichkeit, die Äbtissin von Bad Säckigen zu treffen. (Bild: © Gemeinde Kaisten, Ortsbürgerkommission)

Auf einen Szenischen Rundgang bietet sich die Möglichkeit, die Äbtissin von Bad Säckigen zu treffen. (Bild: © Gemeinde Kaisten, Ortsbürgerkommission)


Der Kaister Zimmermann "Hobelhans" wurde nach einem Mord 1849 hingerichtet. Das Staatsarchiv zeigt die originalen Gerichtsakten. (Bild: © Kanton Aargau)

Der Kaister Zimmermann „Hobelhans“ wurde nach einem Mord 1849 hingerichtet. Das Staatsarchiv zeigt die originalen Gerichtsakten. (Bild: © Kanton Aargau)


Corona-Schutzmassnahmen

Für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sorgt ein Schutzkonzept. Auf dem Areal ist ausreichend Platz für Abstand vorhanden. Für Führungen, Rundgänge und Präsentationen gilt eine beschränkte Teilnehmerzahl und eine Anmeldepflicht. Das Tragen von Schutzmasken wird empfohlen. Die Abteilung Kultur mit ihren Sektionen Kantonsarchäologie, Kantonale Denkmalpflege, Museum Aargau und Bibliothek und Archiv Aargau freuen sich, gemeinsam mit der Gemeinde Kaisten und der Fricktalisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde auch in diesen nichtalltäglichen Zeiten der Bevölkerung ein reiches Programm anzubieten.

 

Quelle: Kanton Aargau
Titelbild: © Gemeinde Kaisten, Ortsbürgerkommission

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