Elf ungewöhnliche Fakten über die Schweiz

18.04.2020 |  Von  |  Allgemein
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Wenn von der Schweiz die Rede ist, geraden viele geradezu ins Schwärmen. Dies liegt an der prächtigen Alpenkulisse, an den malerischen Seen, der leckeren Schokolade und nicht zuletzt am gehobenen Lebensstandard und den guten Verdienstmöglichkeiten.

Wer glaubt, alles über unser Land zu wissen, der kann vielleicht anhand der folgenden Fakten noch überrascht werden und etwas dazulernen über das Heidi-Land, das so manche Eigenarten besitzt, oftmals eigene Wege geht und sich nicht in Schubladen pressen lässt.

„CH“ = Schweiz

Jeder weiss, „CH“ steht für die Schweiz. Aber warum eigentlich? Nichts deutet zunächst auf den eigentlichen Ländernamen hin. Bei „D“ für Deutschland oder „FR“ für Frankreich ist dies anders. Wer etwas in die Schweizer Geschichte eintaucht, wird fündig. Die lateinische Bezeichnung der Schweiz lautet „Confoederatio Helvetica“, was soviel heisst wie „Schweizer Eidgenossenschaft“.

Multilingual

In der Schweiz gibt es keine Verständigungsschwierigkeiten. Es existieren vier Landessprachen. Deutsch wird mit 74 Prozent am häufigsten gesprochen. Etwa 23 Prozent der Einwohner sprechen Französisch. Der italienischen Sprache mächtig sind acht Prozent der Bevölkerung. Im Kanton Graubünden ist die rätoromanische Minderheit anzutreffen. Die Sprache beherrschen 0,6 Prozent aller Schweizer.


Junge Menschen lernen verschiedene Sprachen

Trotz der überwiegend deutschsprachigen Mehrheit gehören französisch und italienisch ebenfalls zu den Landessprachen. (Bild: pathdoc – shutterstock.com)


Hauptstadt oder nicht

Ganz offiziell hat die Schweiz keine Hauptstadt. Als der schweizerische Bundesstaat im Jahre 1848 gegründet wurde, stand die Notwendigkeit einer Hauptstadt nicht eindeutig fest und es herrschte Uneinigkeit über die mögliche Metropole. Zur Wahl standen damals Luzern, Bern und Zürich. Die Lösung blieb aus, ein Kompromiss musste her. Bern wurde zum Bundessitz ernannt. Somit ist Bern für viele die Hauptstadt der Schweiz, rechtlich gesehen aber nicht.

Neutralität

Der Schweiz ist es seit beinahe 200 Jahren gelungen, sich aus bewaffneten Konflikten herauszuhalten. Die Schweizer Neutralität ist weithin bekannt und eine der wichtigsten Säulen der Aussenpolitik unseres Landes.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Als die Soldaten der Schweizer Armee im Jahre 2007 bei einer Übung von schlechtem Wetter überrascht wurden, verliefen sie sich und betraten ungewollt das Territorium des benachbarten Liechtenstein. Als sie den Fehler bemerkten, machten die Soldaten umgehend kehrt.

Hoch hinaus

Zu den ungewöhnlichen Fakten über die Schweiz gehört auch etwas ganz gewöhnliches – die Schweizer Berge. Mehr als 70 Prozent der Landesfläche sind bergig. Ganze 208 Berge ragen mehr als 3.000 Meter in den Himmel. Weiterhin verfügt die Schweiz über 24 gigantische 4.000-ter.

Im Gegensatz dazu ist das Land auch ausgesprochen seenreich. Über 1.500 Gewässer befinden sich auf Schweizer Territorium. Wenn die Schweizer Lust auf Wasser haben, ist niemand länger als 16 Kilometer unterwegs, bis er eines der beliebten Gewässer erreicht hat.

Auf Stein gebaut

Die Schweiz ist reich an historischen Bauten. Ganze 272.000 Kirchen, Schlösser oder Brücken befinden sich auf dem Staatsgebiet. Darunter sind 75.000 geschützte Baudenkmäler zu finden. Das Bundesamt für Statistik nennt eine weitere Zahl. Als Baudenkmal von nationaler Bedeutung werden 2.752 Objekte eingestuft. Die Verteilung der Denkmäler ist dabei recht unterschiedlich. In Valais machen 47 Prozent der geschützten Bauten Kirchen und Klöster aus. In Schaffhausen sind es dagegen nur drei Prozent. Die Stadt Bern zählt ausserdem zu den UNESCO-Weltkulturerben, da sie aus Berner Sandstein erbaut ist.

Waffenlager

Alle Männer zwischen 17 und 25 Jahren werden in der Schweiz zum Militärdienst eingezogen. Ist der Wehrdienst abgeleistet, dürfen die Waffen mit nach Hause genommen werden, um im Ernstfall möglichst schnell eingreifen zu können. Die Schweiz hat acht Millionen Einwohner. Schätzungen gehen von bis zu 4,5 Millionen Waffen in Schweizer Haushalten aus. Damit verfügen die Schweizer über eine der höchsten Waffendichten weltweit.

Abgesichert

Die Schweizer legen grossen Wert auf Sicherheit. Käme es zu einem Nuklearkrieg, könnten alle Einwohner in Bunkern Zuflucht suchen. Kein anderes Land auf der Welt ist in der Lage, seine gesamte Bevölkerung im Notfall derart abzusichern.

Alles Käse

Der Schweizer Käse ist weltbekannt. Weniger geläufig ist, dass in der Schweiz mehr als 450 Käsesorten hergestellt werden. Darunter befinden sich so exotische Bezeichnungen wie Mutschli, Tomme Vaudoise oder Sbrinz.


Käse

Schweizer Käse gehört nicht umsonst zu dem bekanntesten und beliebtesten Käse der Welt. Handwerkliches Geschick und Milch aus der Heimat machen ihn so einzigartig. (Bild: Sunny Forest – shutterstock.com)


Schwein gehabt

Tierhalter müssen sich in der Schweiz an einige Gesetze halten. So ist die Einzelhaltung von Meerschweinchen verboten. Die possierlichen Nager müssen immer mindestens zu zweit gehalten werden. Beim Tod eines Tieres, ist umgehend für Ersatz zu sorgen. Damit dies abgesichert werden kann, gibt es in der Schweiz Meerschweinchen nicht nur in der Tierhandlung zu kaufen, sondern man kann die Tiere auch mieten.

Teure Sünden

Ein Verstoss gegen die Verkehrsregeln kann die Schweizer teuer zu stehen kommen. Die Bemessung der Bussgelder orientiert sich am Einkommen des Verkehrssünders. Das beste Negativbeispiel dieser Regelung stammt aus dem Jahre 2010. Damals war ein Ferrari-Fahrer mit 137 km/h in dörflicher Idylle unterwegs. Der Raser hatte eine stolze Geldbusse in Höhe von 290.000 Dollar zu zahlen.

 

Titelbild: Jaro68 – shutterstock.com


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