Möbelrestaurierung: Upcycling bleibt weiter im Trend

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Die Zeiten, in denen bei der Suche nach einer modernen Einrichtung ausschliesslich auf neue Angebote zurückgegriffen wurde, sind vorbei. Nachhaltigkeit liegt im Trend und wird mit der Möbelrestaurierung gelebt. Immer häufiger ist dabei vom Upcycling die Rede, das auch 2020 zu den grossen Einrichtungstrends gehört. 

Wer modern leben und wohnen möchte, kommt um das Upcycling nicht herum. Seit wenigen Jahren gehört das Upcycling zu den Einrichtungsansätzen, die immer mehr Fans finden. Das Ziel des Upcyclings ist klar: In erster Linie geht es darum, die vorhandenen Rohstoffe zu wahren und weiter nutzbar zu machen, ohne dass diese über die Müll-Sortierbänder wandern müssen.

Kreative, insbesondere Designer haben das enorme Potenzial des Upcyclings erkannt und nehmen sich immer häufiger den alten Möbelstücken an, um sie vollkommen neu zu interpretieren. Der eigenen Kreativität und den Möglichkeiten des Upcyclings sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Immerhin braucht es für die neuen Möbelstücke nicht einmal zwingend ganze alte Möbel. Auch aus Paletten lassen sich wunderbare Einrichtungsideen zaubern.

Möbel bekommen einzigartigen Look

Das Upcycling bringt viele Vorteile mit. Zum einen wird es den Anforderungen der Nachhaltigkeit gerecht, zum anderen sorgt es aber auch immer wieder für Einzelstücke. Selbst wer sich ursprünglich für ein eher minderwertiges Möbelstück entschieden hat, kann sich durch das Upcycling ein ganz neues Lieblingsstück kreieren. Beim Upcycling passiert es oft, dass die Möbel eine vollkommen neue Funktion erhalten.

Beispiele für gutes Upcycling gibt es viele. So schaffen es einige Designer aus Holzresten und Schubladen, die eigentlich nicht mehr gebraucht werden, vollkommen neue Kommoden zu zimmern. Neben der nötigen Kreativität werden hierfür natürlich auch die passenden Werkzeuge und ein wenig Know-how gebraucht. Darüber hinaus sind Upcycling-Möbel keineswegs die Einrichtungsgegenstände, die unter Zeitdruck entstehen.


Neben dem einzigartigen Look sind die Themen Individualität und Ressourcenschonung beim Upcycling sehr wichtig. (Bild: Photographee.eu – shutterstock.com)


Ressourcen nicht uneingeschränkt verfügbar

Ein weiterer Vorteil der Upcycling-Möbel ist die hohe Qualität, die mit diesen Möbelstücken einhergeht. So halten sie deutlich länger als die preiswerten Modelle aus dem Möbeldiscounter. Dafür sind sie zwar oftmals ein bisschen teurer, was auch der Handarbeit geschuldet ist, doch sie begeistern ebenso durch eine hohe Belastbarkeit.

Immer mehr Verbraucher lernen die im Upcycling entstandenen Möbel schätzen. So ist im Bewusstsein der Gesellschaft mittlerweile angekommen, dass die vorhandenen Ressourcen begrenzt und eine intelligente Nutzung dieser unabdingbar ist. Im Vergleich zum Recycling gibt es beim Upcycling eine entscheidende Besonderheit: Hier geht es nicht darum, dass die verwendeten Rohstoffe in irgendeiner Form noch einmal genutzt werden, sondern vorhandene Stücke sollen geschickt aufgewertet werden.

Deswegen wird beim Upcycling sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Möbel besonders langlebig sind und die eigene Einrichtung über Jahre begleiten können. Die aufwendige Verarbeitung von Hand lässt es in den meisten Fällen sogar zu, dass die Möbel an die nächste Generation vererbt werden.

Die Nachfrage nach den Upcycling Möbeln nimmt seit Jahren. Diejenigen, die für den neuen Trend selbst nicht kreativ genug sind, setzen mehr und mehr auf die Angebote, die es online gibt. Erste Designer bieten die Upcycling Möbel in eigenen Shops an oder sind auf Messen vertreten, um ihre Ideen zu präsentieren. Freilich sind die Möbel kostenintensiver als viele Trendmodelle der Einrichtungsmärkte, dafür sind sie aber auch keine Massenware.

Europaletten gelten als Paradebeispiel des Upcycling-Trends

Ein Angebot, das die Beliebtheit des Upcycling-Trends in den letzten Jahren befeuert hat, sind die Europaletten. Als die ersten Möbel aus Europaletten auf den Markt kamen, wurden sie als riesige Innovation gefeiert. Heute gibt es die verschiedensten Möbel aus dem Material. Der Vorteil der Paletten besteht darin, dass sie ausgesprochen stabil sind und sich hervorragend zu den verschiedensten Möbelstücken zusammenstellen lassen.

Klassiker, die aus den Europaletten hergestellt werden, sind heute Couchtische, Bänke, Gartenmöbel und Regale in den verschiedensten Dimensionen. Mit dem nötigen handwerklichen Geschick können die Europaletten auch in praktische Weinregale verwandelt werden.


Wohnzimmer im Dachgeschoss. Palettenmöbel .

Möbel aus Europaletten sind seit Beginn der Upcycling Bewegung im Trend und finden eine immer grössere Anhängerschaft (Bild: Zastolskiy Victor – shutterstock.com)


Wo finden sich die passenden Materialien für das Upcycling?

Damit das Upcycling funktioniert, werden natürlich die passenden Rohstoffe benötigt. Es gibt verschiedene Stellen, an denen die Basiselemente für neue Möbel angeboten werden. Zum einen können hier die Möbelbörsen in Tageszeitungen, Magazinen und auch im Internet genannt werden. Zum anderen sind aber auch die An- und Verkäufe auf regionaler Ebene eine gute Idee.

Wer etwas Bestimmtes sucht und von aussergewöhnlichen Möbelstücken träumt, ist auf dem Schrottplatz gut beraten. Hier lassen sich immer wieder Elemente ausmachen, die sich beispielsweise mit ein wenig Geschick in Tischbeine und Stühle verwandeln. Auch wenn diese eventuell kleine Schadstellen aufweisen, tut das dem Upcycling keinen Abbruch. Viele Schadstellen lassen sich problemlos beheben, in dem die Oberflächen beispielsweise abgeschliffen werden.

Wichtig ist bei der Auswahl der einzelnen Elemente, dass diese noch ausreichend stabil sind. Weiterhin sollten sie frei von Schimmel sein. Starker Schimmelbefall nagt grundsätzlich an der Substanz der Materialien und sorgt dafür, dass diese mit der Zeit porös werden. Zudem stellt Schimmel in der eigenen Wohnung immer eine enorme Gesundheitsgefahr dar.

Weiterhin müssen für das Upcycling nicht immer alte Möbel verwendet werden. Eine gute Basis, aus der sich die verschiedensten Möbel zaubern lassen, sind Autoreifen und alte Kabeltrommeln, die nicht mehr gebraucht werden.

 

Titelbild: Juris Kraulis – shutterstock.com


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