Darum sollte man den Garten winterfest machen

13.01.2020 |  Von  |  Allgemein, Denkmalschutz
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Wer einen blühenden Garten haben möchte, der legt den Grundstein dafür schon im Vorjahr. Genauer gesagt im Herbst, denn ab Oktober sollte man den Garten winterfest machen. Wenn die kalte Jahreszeit anbricht, gilt es nicht nur die Gartenmöbel, Geräte und Deko zu verstauen, sondern auch die letzten Vorbereitungen bis zum ersten Frost zu treffen. 

Denn einerseits benötigt der Garten Schutz in der kalten Jahreszeit, andererseits kann man die Zeit noch gut nutzen, um Frühlingszwiebeln zu setzen. Damit an alles gedacht ist, lohnt es sich, eine für den Garten eine individuelle Checkliste erstellen.

Das grosse Aufräumen und sauber machen

Gartengeräte werden über den Winter eingelagert. Zuvor ist es hilfreich, sie einmal gründlich zu reinigen, gegebenenfalls vom Rost zu befreien und mit speziellen Pflegesprays und -ölen zu behandeln. So lassen sie sich auch im nächsten Jahr noch gut benutzen. Gartenmöbel können je nach Material entweder draussen bleiben oder sollten ebenfalls im Trockenen gelagert werden. In jedem Fall sind Schutzhüllen zu empfehlen. Auch die Dachrinne muss vor Einbruch des Winters noch einmal vom Laub befreit und sauber gemacht werden, damit Rinne und Fallrohr nicht verstopfen.

Die letzte Rasenpflege des Jahres

Zunächst wird mit einem Rechen das Laub entfernt. Lässt man es liegen, können sich Pilze ansiedeln. Das Laub kann man dazu nutzen, Beete abzudecken. Wer Tieren wie Igeln Unterschlupf im Garten bieten möchte, kann mithilfe des Laubs, Holz und Reisig einen Unterschlupf erbauen. Bevor der Winter kommt, wird noch einmal der Rasen gemäht. Der Schnitt sollte jedoch nicht kürzer als 4 cm sein, damit der Rasen immer noch genug Schutz gegen niedrige Temperaturen behält und robust gegen eine Schneedecke ist. Der Abschnitt eignet sich ebenfalls zum Abdecken der Beete. Die Rasenkante sollte vor den Beeten abgestochen werden. Für eine Extraportion Nährstoffe behandelt man den Rasen mit Kalium-Dünger oder Herbst-Dünger. Vom Vertikutieren ist abzuraten.



Wasserversorgung

Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus. Deswegen muss darauf geachtet werden, dass sich keine Wasserbehältnisse im freien befinden, in denen das Wasser gefrieren kann. Die Wasserleitung zum Aussenwasserhahn muss im Winter abgestellt und der Wasserhahn geöffnet werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Rohre und Wasserhähne undicht werden und Schaden am Haus verursachen. Wer spezielle Aussenwasserhahnsysteme besitzt, hat es erheblich leichter und muss keine Vorkehrungen treffen. Alle Wasserbehälter werden ausgeleert und so hingestellt, dass sich kein Wasser mehr in ihnen sammeln kann. Regentonnen kann man einfach umdrehen und mit einem Stein beschweren. Auch Wasserschläuche sollten dabei nicht vergessen werden.

Bäume, Büsche und Sträucher

Obstbäume und Sträucher werden vor dem Wintereinbruch noch einmal von unten zurückgeschnitten. Am besten eignet sich der Zeitpunkt, nach dem sie ihr Laub verloren haben, der aber noch vor dem ersten Frost liegt. Blumenstauden können ruhig erst im Frühjahr geschnitten werden. So bieten sie den Insekten im Winter Unterschlupf. Bei Rosen ist zu beachten, dass nur ein Drittel der Gesamtlänge geschnitten werden darf.

Anschliessend müssen Rosen abgedeckt werden. Mit dem richtige Zuschnitt ist ausserdem bis zum Frühling abzuwarten. Hecken sollten nach dem September nicht mehr geschnitten werden. Für Bäume empfiehlt sich ein Kalkanstrich zum Schutz vor Frostschäden. Junge Bäume lassen sich durch Befestigungen an Pfählen vor Herbst- und Winterstürmen schützen.

Beete und Pflanzen abdecken

Beete werden mit Rasenschnitt oder mit Rindenmulch abgedeckt. Mediterrane Kübelpflanzen vertragen Frost und Kälte nicht so gut und sollten zum Überwintern ins Haus geholt werden. Stehen Exoten wie Oliven- und Zitrusbäume kurze Zeit über im Schnee oder müssen Frost erdulden, so ist dies aber auch nicht schlimm. Nur wochenlange Kälteperioden sollte man ihnen nicht zumuten. Grosse und schwere Kübelpflanzen, die nicht so einfach ins Haus geholt werden können, werden warm eingepackt. Dazu deckt man sie mit Laub oder Vlies ab und ummantelt sie mit Noppenfolien und Leinen oder Jute. Es ist wichtig, den Pflanzen dabei noch ausreichend Luft zu lassen und sie nicht zu erdrücken.



Frühlingspflanzen setzen

Bis zum November werden die ersten Blumenzwiebeln für den kommenden Frühling gesetzt. So etwa Krokusse, Hyazinthen, Narzissen, Schneeglöckchen und Tulpen. Nachdem sie in die Erde gesetzt worden sind, giesst man sie. Vor dem Frost wachsen die Wurzelhaare, über welche die Pflanzen Nährstoffe und Wasser aufnehmen. Das Anwachsen im Herbst macht sie im kommenden Frühjahr noch stärker. Viele Frühlingsblumen benötigen den Frost für ihre eigene biologische Uhr, um austreiben zu können.

Fazit

Wer den Garten auf den Winter vorbereiten möchte, hat viel zu tun. So müssen sämtliche Werkzeuge und Gartenmöbel sauber gemacht und aufgeräumt, der Rasen gepflegt und die Beete abgedeckt, sowie die Büsche und Bäume zurückgeschnitten werden. Zudem muss man die Wasserversorgung aufgrund möglicher Frostschäden abschalten und sämtliche Wassergefässe entleeren. Zu guter Letzt gehört aber auch die Vorbereitung auf den nächsten Frühling dazu: Wer im Herbst Zwiebeln setzt, kann sich im Frühjahr über besonders robuste Frühblüher freuen.

 

Titelbild: ATGImages – shutterstock.com


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