Stadt Bern: Feuerwerkverbot zum Schutz der Innenstadt

Feuerwerk kann grosse Freude bereiten, führt aber an ungeeigneten Orten zu gefährlichen Situationen. Um das UNESCO-Weltkulturerbe der Stadt Bern und die sich darin aufhaltenden Menschen zu schützen, soll in der Innenstadt künftig ein Feuerwerkverbot gelten.

Im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes hat der Gemeinderat ein Reglement zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern zuhanden des Stadtrats verabschiedet. Schon vor dem geplanten Verbot soll für die kommende Silvesternacht 2019 gelten: „Ir Stadt fiire statt füüre“.

Die Innenstadt von Bern ist UNESCO-Weltkulturerbe. Die architektonisch und städtebaulich einmaligen Gassen auf der Aarehalbinsel von Bern sind nicht nur schützenswert, sondern auch Lebens- und Arbeitsraum vieler Menschen sowie beliebtes Reiseziel vieler Besucherinnen und Besucher.

Aus Sicherheitsgründen sollen in der Innenstadt von Bern zukünftig ganzjährig keine Raketen oder andere Feuerwerkskörper mehr abgebrannt werden dürfen. Die bei den meisten Feuerwerkskörpern einzuhaltenden Sicherheitsabstände zu Menschen, Gebäuden sowie brennbaren Materialien können in der Innenstadt Berns aufgrund ihrer Bauweise kaum eingehalten werden. Dies führte in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen. Das nun vom Gemeinderat vorgesehene Feuerwerksverbot entspricht zudem der Forderung einer fraktionsübergreifenden Motion des Stadtrats nach einem Verbot im UNESCO-Perimeter wie es auch von den Berner Altstadtleisten seit Langem gefordert wird.

Bern zieht gleich mit anderen Schweizer Städten

Das Verbot fasst nicht nur den Schutz altehrwürdiger Gebäude ins Auge, sondern dient dem Schutz aller Menschen, die sich während Feiertagen wie Silvester und dem 1. August in den schmalen Gassen von Bern aufhalten. Falsch abgebrannte Feuerwerkskörper, etwa inmitten von Menschenmengen oder in engen Strassenzügen, können äusserst gefährlich werden. „Es grenzt fast an ein Wunder, ist in der Stadt Bern bisher noch nichts dergleichen passiert. Das Abbrennen von Feuerwerk in der Innenstadt ist wortwörtlich brandgefährlich“, sagt der zuständige Sicherheitsdirektor Reto Nause zu den Beweggründen des Gemeinderats. Mit dem Feuerwerkreglement werde nun die rechtliche Grundlage geschaffen, um einem Zwischenfall mit Feuerwerk künftig effizienter vorzubeugen, wie dies andere Schweizer Städte wie Thun bereits tun.

„Fiire statt füüre“

Das Reglement wird im neuen Jahr durch das Stadtparlament beraten und bedarf dessen Zustimmung. Für die diesjährigen Feiertage will die Stadt Bern die Öffentlichkeit bereits für das Thema sensibilisieren. Unter dem Motto „Ir Stadt fiire statt füüre“ werden Bevölkerung und Besuchende dazu eingeladen, die Stadt während der Feiertage zu geniessen und gleichzeitig mitzuhelfen, Sorge zum UNESCO-Weltkulturerbe zu tragen, indem sie auf das Abbrennen von Feuerwerk inmitten der Stadt verzichten. „Wir wollen aus Bern kein Freilichtmuseum machen. Die Menschen sollen sich an den Feiertagen in der Innenstadt willkommen und wohlfühlen – aber eben auch sicher“, so Gemeinderat Nause. Dazu gehöre ein wirkungsvoller Brandschutz, bei welchem nun mit dem Feuerwerkreglement eine wichtige Lücke geschlossen werden könne.

Weitere Informationen zur Aktion „Ir Stadt fiire statt füüre“ finden Sie unter www.bern.ch/feuerwerk.

 

Quelle: Stadt Bern
Titelbild: Marco Fine – shutterstock.com

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