Vorbeugender Brandschutz – Tipps für mehr Sicherheit im eigenen Heim

11.12.2019 |  Von  |  Allgemein, Denkmalschutz
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Vorbeugender Brandschutz – Tipps für mehr Sicherheit im eigenen Heim
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Unter vorbeugenden Brandschutz werden alle Massnahmen zusammengefasst, welche einen Brand verhindern sollen. Ein Brand bricht häufig durch Unachtsamkeit aus und hat eine verheerende Wirkung.

Der nachfolgende Text beschreibt Möglichkeiten, wie Brände verhindert werden können. Zunächst sollte jeder im täglichen Leben achtsam mit den Gefahrenquellen umgehen. Trotzdem lassen sich Brände niemals ganz ausschliessen. Damit Brände schnell entdeckt werden, gehören in jede Wohnung ein Rauchmelder und ein Feuerlöscher.

Sorgfältiger Umgang mit Gefahrenquellen

Oft bricht ein Feuer in der Küche aus. Beim Kochen sollte der Ofen niemals allein gelassen werden. Besonders gefährlich ist es, wenn Papier auf die heisse Herdplatte gelangt. Altes Fett ist besonders entzündlich. Wer gerne frittiert, achtet darauf, dass er nur frisches Öl verwendet und die Temperatur richtig einstellt. Das Gleiche gilt für den Gasgrill auf dem Balkon.

Eine Gefahr geht von defekten Elektrogeräten aus. Diese sollten regelmässig überprüft werden. Besonders alte Geräte haben oft nicht die notwendigen Sicherheitsmechanismen und stellen ein hohes Risiko dar. Diese möglichst schnell ersetzen. Offene Flammen dürfen niemals unbeaufsichtigt gelassen werden. Wer bei einer Kerzenflamme einschläft, bekommt nicht mit, wenn die Tischdecke in Brand gerät. Beim Rauchabzug im Kamin einen Funkenfang platzieren. Die herumfliegenden Funken können bei Stoffen mit niedriger Entzündungstemperatur schnell einen Brand auslösen. Leicht brennbare Stoffe in ausreichendem Abstand aufstellen.

Viele Brände entstehen durch Rauchen. Besonders gefährlich ist das Rauchen im Bett. Selbst wer sich vornimmt, nicht einzuschlafen, kann das nicht sicher verhindern. Ein Brand des Bettes ist gefährlich, da der Betroffene durch eine Kohlenmonoxidvergiftung nicht aufwacht und das Feuer nicht verhindern kann. Der Hausbewohner sollte sich mit den Fluchtmöglichkeiten des Hauses vertraut machen. Ist erst ein Feuer ausgebrochen, reicht die Zeit nicht, sich erst nach Wegen aus dem Haus zu erkundigen.

Rauchmelder gehören in jede Wohnung

In der Schweiz gibt es keine Verpflichtung, einen Rauchmelder zu installieren. Trotzdem ist die Anschaffung sinnvoll. Bricht ein Feuer in der Wohnung aus, merken die Bewohner dies oft nicht. Das Gas, das bei der Rauchentwicklung entsteht, betäubt die Bewohner, sodass sie nicht sofort aufwachen. Ein Rauchwarnmelder schlägt schon bei sehr geringen Mengen Rauch an. So bleibt in der Regel genügend Zeit, die Wohnung zu verlassen.

Rauchmelder sind günstig. Schon für 25 oder 30 Schweizer Franken sind diese in jedem guten Baumarkt erhältlich. Für grössere Wohnungen lohnt sich die Anschaffung mehrerer Geräte. Diese werden an der Decke installiert. Selbst mit geringen handwerklichen Kenntnissen ist das kein Problem.

Bricht ein Feuer aus, warnt der Feuermelder die Hausbewohner durch einen lauten, durchdringenden Signalton. Natürlich kann es gelegentlich zu einem Fehlalarm kommen. Vor allem beim Kochen löst der Brandmelder gelegentlich aus. In diesem Fall einfach auf den Knopf auf der Unterseite drücken und der Alarm verstummt. Ein Feuermelder gehört regelmässig überprüft. Die meisten Feuermelder verfügen über eine Leuchtdiode, an denen man ablesen kann, ob er funktioniert.


Rauchmelder

Rauchmelder sind keine Pflicht, aber im Falle eines Brandes Lebensretter. (Bild: gopixa – shutterstock.com)


Sich mit dem Feuerlöscher vertraut machen

Nicht nur ein Feuermelder gehört in jeden Haushalt, auch ein Feuerlöscher ist wichtig. Oft hängt das Teil jahrelang an der Wand und wenn es benötigt wird, funktioniert es nicht. Ein Feuerlöscher muss spätestens alle zwei Jahre überprüft werden. Das Datum wird auf dem Feuerlöscher vermerkt. Eine Überprüfung ist auch nach jedem Einsatz notwendig und falls dieser Beschädigungen aufweist. Die meisten Haushalte entscheiden sich für einen Schaumlöscher. Dieser hilft schnell bei den meisten Bränden. Allerdings darf er nicht bei Fettbränden verwendet werden. Diese erstickt der Betroffene am besten mit einem Deckel oder einer Decke.

Richtiges Verhalten im Brandfall

Bricht ein Feuer aus, herrscht erst einmal Panik und niemand weiss, was zu tun ist. Besser ist es, sich zuvor mit dem richtigen Verhalten im Brandfall vertraut zu machen. Wer sich vorher Gedanken macht, handelt im Ernstfall richtig. Kleinere Brände können selbst gelöscht werden. Ist das Feuer grösser als ein Entstehungsbrand, dann sofort 112 oder 118 wählen. Die Wohnung so schnell als möglich verlassen.

Beim Verlassen der Wohnung die Türen hinter sich schliessen. So kann sich das Feuer nicht so schnell ausbreiten. Die Türen aber nicht zusperren. Den Schlüssel mitnehmen und später dem Einsatzleiter der Feuerwehr geben. Sofort die anderen Bewohner im Haus oder in der Wohnung alarmieren. Kinder und älteren Menschen beim Verlassen der Wohnung behilflich sein. Auf gar keinen Fall den Aufzug benutzen. Diese fallen im Brand als erstes aus und die Bewohner sitzen fest. Am Strassenrand auf die Feuerwehr warten und sich durch Handzeichen bemerkbar machen. So finden die Helfer die Brandstelle schneller und beginnen zügig mit den Löscharbeiten.



Brände lassen sich leicht verhindern

Um ein Feuer zu verhindern ist tägliche Aufmerksamkeit notwendig. Jeder sollte sich der Gefahren bewusst sein, die von einem Feuer ausgehen. Die genannten Vorsichtsmassnahmen stellen nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten dar. Kinder haben oft noch kein Gespür für die Gefahr, welche von einem Feuer ausgeht. Es ist Aufgabe der Erziehungsberechtigten, diese darauf hinzuweisen. Feuerzeuge und Streichhölzer sind ein beliebtes Spielzeug. Diese am besten aus der Wohnung verbannen oder unzugänglich aufbewahren. Zur Vorbeugung ist es sinnvoll, das Verhalten im Brandfall regelmässig zu üben. So weiss jeder, was er zu tun hat und du Panik ist im Ernstfall geringer.

 

Titelbild: gopixa – shutterstock.com


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