Holzwurm im Brennholz – Massnahmen & Tipps

11.10.2019 |  Von  |  Bauwerke
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Holzwurm im Brennholz – Massnahmen & Tipps
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Schädlinge im Brennholz sind keine Seltenheit. Sie können sich nach oder vor der Verarbeitung des Holzes eingenistet haben. In der Regel findet die Aufarbeitung des Brennholzes ausserhalb der Saftzeit statt. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Saftbewegung in den Bäumen, die zwischen November und Februar stattfindet.

Das Holz der Bäume ist in diesem Zeitraum besonders trocken. Viele Schädlinge wie zum Beispiel Holzwürmer bevorzugen ein sehr feuchtes Holz und es ist kein Übergriff auf die Holzmöbel im Wohnzimmer zu befürchten. Ganz anders sieht es bei Holzwürmern aus. Was man dagegen tun sollte und ob man überhaupt etwas dagegen tun sollte, soll dieser Artikel klarstellen.

Holzwürmer sollten direkt bekämpft werden

Wenn das Brennholz neben dem Kamin platziert werden soll, dann muss darauf geachtet werden, dass es frei von Holzwürmern ist. Holzwürmer können nicht nur Holzmöbel, sondern auch Parkettböden, Bilderrahmen oder Skulpturen angreifen und zerstören. Das Holz ist ihr Grundnahrungsmittel. Zu erkennen ist der Befall von Holzwürmern an kleinen Wurmlöchern im Holz.


Holzwürmer hinterlassen bei einem Holzbefall sogenannte Wurmlöcher. Bild: [Taborsky] – shutterstock.com


Durch die Form des Loches kann man schnell erkennen, welche Insekten es verursacht haben. Einige Holzwürmer bohren ihre Löcher unterhalb der Rinde. Hier zeigen sich breite Kanäle und oftmals auch etwas Sägemehl. Die unterschiedlichen Holzwurmarten haben auch sehr verschiedene Ansprüche an das Holz. Sie wählen mit Bedacht den Zustand und Ort des Holzes aus und legen dort ihre Eier ab.

Die meisten Bockkäfer legen ihre Eier zum Beispiel in frischem Holz ab, das über eine Rinde verfügt und eine hohe Feuchtigkeit bietet. Für derartige Insekten ist ein Brennholz meistens uninteressant. In der Regel wird es auf ein Maximum von bis zu 20% getrocknet. Ein derartiges Holz wird in der Regel nicht für eine Eiablage der Insekten genutzt. In einem sehr trockenen Brennholz verlassen die Holzwürmer das Brennholz als ausgereiftes Insekt, da das lange gelagerte Holz zu trocken geworden ist. Sie werden das Holz nicht für eine erneute Eiablage nutzen.

Holzwürmer sind keine Gefahr

Eine Neuablage im Brennholz muss aus diesem Grund nicht befürchtet werden. Im Möbelholz oder Bauholz ist für Frischholzkäfer kein Platz. Dieses Holz ist noch trockener als Brennholz und verfügt über keine Rinde. In der Regel kommen Holzmöbel für Frischholzkäfer als Brutstätte nicht in Frage.

Müssen Holzwürmer im Brennholz bekämpft werden? Bei den Zerstörern des Holzes handelt es sich immer um die Larven der Schädlinge. Das bedeutet, dass viele Schädlinge zwar im Brennholz vorhanden sind, aber sie werden sich nicht vermehren. Sie können auch nicht das trockene Holz der Einrichtung und Möbel angreifen. Zu den typischen Frischholzinsekten gehören Prachtkäfer und andere Bockkäferarten.

Aus diesem Grund reicht es völlig aus, dass die ausgewachsenen Insekten nach draussen fliegen gelassen werden. Sie können per Hand eingesammelt und herausgebracht werden. In Eigeninitiative ist es nicht ratsam, wenn chemische Mittel eingesetzt werden. Auch ein Flambierer oder ein spezielles Insektenspray ist bei der Schädlingsbekämpfung im Brennholz keine Option. Es ist wesentlich einfacher, das Brennholz sachgemäss und ordentlich zu lagern, als die ausgewachsenen Insekten im Brennholz zu bekämpfen.



Keine echten Holzwürmer

Meistens handelt es sich bei den hungrigen Schädlingen im Brennholz um keine echten Holzwürmer. Vielmehr handelt es sich um Insekten, die noch im Larvenstadium sind. Die Insekten, die am häufigsten im Brennholz vorkommen sind Gemeiner Nagekäfer, Bunte Nagekäfer und der Rothalsbock. Er und seine Larven fühlen sich besonders in Nadelhölzern sehr wohl, die über eine Mindestfeuchte von 25% verfügen. Die Weibchen erkennt man an ihren rotbraunen Flügeldecken. Die Männchen sind dagegen ockergelb gefärbt.

Die Holzfeuchte ist ausschlaggebend

Die bunten Nagekäfer sind häufig in Laubhölzern wie Buchen oder Eichen zu finden. Sie benötigen eine Holzfeuchte von bis zu 18%. Der gemeine Nagekäfer ist bei der Wahl seiner Holzart nicht wirklich wählerisch. Er ist in Holzarten zu finden, die eine Feuchtigkeit von 12% haben.

Wenn man sich nicht sicher ist, um welche Art von Schädlingen es sich im Brennholz handelt, kann ein Exemplar eingefangen oder an ein Fachinstitut oder Sachverständigen für Holzschutz zugeschickt werden. Der Schädling sollte hierbei in einem Füllmaterial verpackt und das Päckchen in eine stabile, bruchsichere Verpackung versendet werden.

 

Titelbild: [Perutskyi Petro] – shutterstock.com


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