Europäische Tage des Denkmals im Kanton Bern widmen sich dem Thema „Farben“

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Europäische Tage des Denkmals im Kanton Bern widmen sich dem Thema „Farben“
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Die Europäischen Tage des Denkmals setzen am 14./15. September 2019 in der Schweiz den Pinsel an. Unter dem Motto „Farben – Couleurs – Colori – Colurs“ laden sie dazu ein, das baukulturelle Erbe in all seinen Farben und Formen neu kennenzulernen.

Auch im Kanton Bern stehen die Türen zu Baudenkmälern aller Epochen offen. Fachleute begleiten Interessierte auf der Spurensuche nach Farben, die in unseren Ortsbildern und Gebäuden allgegenwärtig sind.

Farben erzählen Geschichten und schärfen den Blick für die Gestaltung des Raumes. Sie tragen zur Identität unserer Dörfer und Städte bei und sind Teil der gebauten Umwelt. Die diesjährigen Denkmaltage rücken politische, historische oder ästhetische Aspekte von Farben in den Vordergrund. Farbe bewegt – das zeigt auch der Rekord der angebotenen Veranstaltungen: Über 400 Orte mit rund 1000 Veranstaltungen stehen in der ganzen Schweiz auf dem Programm. Allein im Kanton Bern sind es 42 Veranstaltungen, von Iseltwald bis Magglingen und von Wynau bis Münchenwiler.

Das Programm im Kanton Bern

In der Stadt Bern erwartet die Besucherinnen und Besucher ein besonders vielfältiges Programm. Das Team der städtischen Denkmalpflege zeigt das unlängst sanierte Morellhaus. Die Zürcher Fachschule „Haus der Farbe“ präsentiert im Berner Münster Projekte zur Farbe im öffentlichen Raum in der Schweiz. Ein unbekanntes und sonst nicht öffentlich zugängliches Kulturgut – in Farbe oder schwarz-weiss – ist die Kartensammlung von Swisstopo.

Der Archäologische Dienst zeigt im Cluniazenserpriorat Rüeggisberg Farben und Bauspuren des Mittelalters, im Berner Jura erstaunen die farbigen Glasfenster der Eglise catholique Notre-Dame in Moutier ebenso wie das aussergewöhnliche Dekor eines ehemaligen Mädchenpensionats in Bévilard/Valbirse. In Burgdorf lädt die kantonale Denkmalpflege zu einem Spaziergang vom Palace zum Casino ein. Im Lochbach zeigt der Berner Heimatschutz die erste Farbenfabrik der Schweiz. Eine Reise zu den reich bemalten Fassaden des „Brunnenhauses“ und des „Knuttihauses“ steht in Boltigen auf dem Programm.

Organisiert werden die Berner Veranstaltungen von den Fachstellen für Denkmalpflege und Archäologie sowie weiteren am Kulturerbe interessierten Institutionen. Im Kanton Bern sind dies die Kulturabteilungen der grösseren Städte sowie der Berner Heimatschutz und die Berner Schlösser.

Details zu den einzelnen Veranstaltungen: www.be.ch/denkmalpflege, www.hereinspaziert.ch


Thun: Zimmermanns Handwerk – Bräunen und Streichen von Bauholz (Bild: © Stiftung Schloss Thun)

Thun: Zimmermanns Handwerk – Bräunen und Streichen von Bauholz (Bild: © Stiftung Schloss Thun)


Boltigen: Erlesene Maltechnik im Berner Oberland (Bild: © Denkmalpflege des Kantons Bern, Sybille Woodford)

Boltigen: Erlesene Maltechnik im Berner Oberland (Bild: © Denkmalpflege des Kantons Bern, Sybille Woodford)


Rüeggisberg: Klosterruine Rüeggisberg (Bild: © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Alexander Ueltschi).

Rüeggisberg: Klosterruine Rüeggisberg (Bild: © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Alexander Ueltschi).


Bern: Natürliche Farben – über 80 Jahre erhalten (Bild: © NMB, Lisa Schäublin)

Bern: Natürliche Farben – über 80 Jahre erhalten (Bild: © NMB, Lisa Schäublin)


Burgdorf: Palace und Casino – Ernst Bechstein als Theater-Architekt (Bild: © Christian Helmle)

Burgdorf: Palace und Casino – Ernst Bechstein als Theater-Architekt (Bild: © Christian Helmle)


Schwarzenburg: Führungen im Depot des Museums für Kommunikation (Bild: © Museum für Kommunikation, Tim Hellstern).

Schwarzenburg: Führungen im Depot des Museums für Kommunikation (Bild: © Museum für Kommunikation, Tim Hellstern).


Bern: Morellhaus Bern: Historisches und Farbiges (Bild: © Siegfried Moeri)

Bern: Morellhaus Bern: Historisches und Farbiges (Bild: © Siegfried Moeri)


Bern: Residenz der Bundesrepublik Deutschland (Bild: © Auswärtiges Amt)

Bern: Residenz der Bundesrepublik Deutschland (Bild: © Auswärtiges Amt)


Was sind die Europäischen Tage des Denkmals?

Die Europäischen Tage des Denkmals sind ein kulturelles Engagement des Europarates und wurden von diesem offiziell lanciert. Ziel der Tage des Denkmals ist es, in der Bevölkerung das Interesse an unseren Kulturgütern und deren Erhaltung zu wecken. In der Schweiz findet die Veranstaltung jeweils am zweiten Septemberwochenende statt. Die Europäischen Tage des Denkmals wurden erstmals 1984 in Frankreich durchgeführt. Mittlerweile beteiligen sich rund 50 Länder daran. Für die landesweite Koordination in der Schweiz ist die Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe (NIKE) zuständig. Sie bestimmt jedes Jahr ein Thema, so 2019 „Farben“.

Titelbild: Bern – Tag der offenen Tür in einer Farben-Manufaktur

 

Quelle: Kanton Bern, Erziehungsdirektion
Titelbild: © Keimfarben

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