Neue Fachpersonen beraten Zürich bei Architektur und Denkmalpflege

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Das Baukollegium und die Denkmalpflegekommission beraten den Stadtrat von Zürich bei architektonischen und städtebaulichen sowie denkmalpflegerischen Fragen. Seit September sind in beiden Gremien neue verwaltungsexterne Expertinnen und Experten vertreten.

Das bereits 1896 gegründete Baukollegium nimmt Stellung zu Bau- und Planungsvorhaben sowie zu städtebaulichen Konzepten und Leitbildern, wenn ihre Bedeutung es erfordert oder wenn diese zu grundsätzlichen Fragen Anlass geben.

Das Gremium berät die Bausektion – eine Delegation des Stadtrats – die Bauwilligen und die Bauherrschaften. Die unabhängige Meinung des Baukollegiums hat bei der Beurteilung von Projekten Gewicht, die endgültige Entscheidung liegt aber bei der Bausektion.

Für die Legislaturperiode 2014–2018 hat der Stadtrat fünf neue, externe Mitglieder gewählt:

Als Zürcher kennt Roger Boltshauser die Stadt und deren aktuellen Themen und Herausforderungen sehr gut. Der Architekt mit eigenem Büro in Zürich-Wiedikon ist bestens vernetzt und konnte in Zürich wie auch ausserhalb diverse Wettbewerbe für sich entscheiden, beispielsweise in der Europaallee oder mit dem Projekt „Ensemble“ auf dem Hardturmareal.

Mit Matthias Krebs nimmt zum ersten Mal ein Landschaftsarchitekt im Baukollegium Einsitz. Für die Arbeit des Baukollegiums ist dies eine Bereicherung, da die Umgebung stets eine wichtige Rolle bei der Beurteilung spielt. Krebs’ Büro in Winterthur hat unter anderem den öffentlichen Raum der Europaallee sowie die Einhausung in Schwamendingen entworfen.

Charles Pictet ist Architekt in Genf mit eigenem Büro. Von 2010 bis 2012 war er Gastprofessor an der ETH Lausanne. Pictet realisierte diverse Projekte im In- und Ausland mit ganz unterschiedlichen Aufgaben, Massstäben, und Kontexten: vom Mehrfamilienhaus-Neubau in Paris über die Renovation eines Chalets in den Schweizer Alpen bis zur Transformation einer Scheune in Genf.

Architektin Jórunn Ragnarsdóttir betreibt ein Büro in Stuttgart. Sie hat bereits Erfahrung mit Beiräten und Baukollegien, beispielsweise in Berlin und Reutlingen. 2016 war Sie zudem Jurymitglied bei der Auszeichnung guter Bauten der Stadt Zürich. Als ausländische Expertin bringt Ragnarsdóttir einen Aussenblick mit ins Baukollegium, ist aber mit den Fragestellungen in Zürich bestens vertraut.

Architekt Ingemar Vollenweider ist Mitinhaber eines Büros in Basel sowie Professor für Städtebau an der Technischen Universität Dortmund. Er kennt Zürich bereits aus mehreren Jurys, beispielsweise zur Zollstrasse. Vollenweider erhielt zudem für den Umbau der ZKB Hauptfiliale an der Bahnhofstrasse eine Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich.

Mit dem Baukollegium hat das Hochbaudepartement ein Gremium, welches sich aus den fünf externen Fachleuten und Mitgliedern der Verwaltung zusammensetzt. Der Vorsitz liegt beim Vorsteher des Hochbaudepartements, Stadtrat André Odermatt. Zudem sind Stadtrat Richard Wolff, Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements sowie weitere Personen aus der Verwaltung im Gremium vertreten. Die organisatorische Federführung liegt beim Amt für Städtebau.

Denkmalpflegekommission: Wahl von zwei neuen Mitgliedern
In Fragen des Natur- und Heimatschutzes sowie der Ortsbild- und Denkmalpflege berät die Denkmalpflegekommission den Stadtrat. Sie gibt Empfehlungen zu Unterschutzstellungen oder Entlassungen aus dem Inventar ab, beurteilt grössere Umbauprojekte und nimmt Stellung zu denkmalpflegerischen Grundsatzfragen. Die Kommission besteht aus verwaltungsexternen Fachpersonen, zusätzlich nehmen Mitglieder der Verwaltung mit beratender Stimme Einsitz. Präsidiert wird die Kommission von Stadtrat André Odermatt, die Geschäftsführung liegt beim Amt für Städtebau.

Da zwei bisherige Fachpersonen die maximale Amtszeit erreicht haben, hat der Stadtrat zwei neue Mitglieder in die Denkmalpflegekommission gewählt. Beide sind beruflich eng mit den Themen der Denkmalpflege verbunden und verfügen über breite theoretische und praktische Erfahrung in diesem Bereich:

Architekt Roger Diener führt ein Büro in Basel und Berlin. Zu seinen mehrfach ausgezeichneten Werken gehören auch Erweiterungsprojekte historischer Bauten, darunter die Schweizerische Botschaft in Berlin, das Stadtmuseum Aarau und der Ostflügel des Museums für Naturkunde in Berlin. Bis 2015 war Diener Professor an der ETH Zürich, aktuell ist er Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege und des Baukollegiums in Berlin.

Erika Fries ist Architektin und Mitinhaberin eines Architekturbüros in Zürich. Zu ihren Arbeiten gehören beispielsweise die Umbauten der Tramwartehallen am Heimplatz und am Paradeplatz sowie der Umbau eines denkmalgeschützten Hauses an der Hofstrasse.

Fries engagiert sich auch in der Lehre, bis 2014 war sie Dozentin an der ZHAW, seit 2017 lehrt sie an der Technischen Universität Darmstadt.

 

Quelle: Stadt Zürich
Titelbild: Dennis van de Water – shutterstock.com

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