Sonderausstellung „BodenSchätzeWerte“: „Stein&Wein“ & „Dem Gold auf der Spur“

11.10.2018 |  Von  |  Events, News
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Sonderausstellung „BodenSchätzeWerte“: „Stein&Wein“ & „Dem Gold auf der Spur“
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Nur noch wenige Tage bleiben bis zum Ende der Sonderausstellung „BodenSchätzeWerte – Unser Umgang mit Rohstoffen“ im Museum für Urgeschichte(n) in Zug.

Den Abschluss bilden die beiden Veranstaltungen zum Thema „Stein&Wein“ am Donnerstagabend, 18. Oktober und „Dem Gold auf der Spur“ am Sonntagnachmittag, 21. Oktober. Die Ausstellung ist noch bis 21. Oktober 2018 zu sehen und bietet einen umfassenden Überblick über die Chancen und Herausforderungen im Umgang mit mineralischen Rohstoffen.

Zum Abschluss dem flüssigen und festen Gold auf der Spur

Mit der Veranstaltung „Stein&Wein“ am Donnerstagabend, 18. Oktober, wird die Reihe der Rahmenveranstaltungen abgeschlossen. Dabei wird ein önogeologisches Buch-Projekt vorgestellt, das auf unterhaltsam-wissenschaftlicher Weise, den Zusammenhang des mineralischen Untergrundes und der geschmacklichen Ausprägung des darauf kultivierten Weines aufzeigt. Abgerundet wird der Abend mit einer Degustation exemplarischer Weine, bei denen der Stein im Wein erschmeckt werden kann.

Am letzten Tag der Sonderausstellung steht am Sonntag, dem 21. Oktober, der Rohstoff Gold im Zentrum. Archäotechniker Johannes Weiss berichtet von seinen Erlebnissen als Goldsucher in Schweizer Gewässern. Kinder können unter fachkundiger Anleitung Goldflitter aus dem Sand waschen und diese mit nach Hause nehmen. Kurzführungen in der Sonderausstellung beleuchten die aktuelle Situation des Goldgeschäfts. Die Ausstellungsvermittlerin Jessica Zanetti, die sich in ihrer Masterarbeit (MSc Human-Geographie) vertieft mit dem Goldabbau in Burkina Faso und den Konsequenzen für die Landwirtschaft befasst hat, berichtet in ihren Führungen davon, wie sich die gesellschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der lokalen Bevölkerung durch den Goldabbau verändert haben.

Vielfältiges Rahmenprogramm mit Vorträgen, geführten Rundgängen und Workshops

Während der Ausstellungsdauer gab es zahlreiche Vortragsabende mit Fachreferaten und Diskussionsrunden, zu den unterschiedlichsten Themen, rund um Bodenschätze und Rohstoffe. Der weitgefasst Themenbogen spannte sich vom kulturhistorischen Blick auf Bodenschätze, hin zum Rohstoffvorkommen weltweit und in der Schweiz, zu seltenen Metallen für die digitale Welt, oder der Rohstoffaufnahme des menschlichen Körpers, bis zur Frage nach dem Zusammenhang von Konsum und Glück.

Zahlreiche Gruppen wie Vereine, Firmen, Schulklassen oder Studierende haben einstündige Führungen gebucht. Besonders hervorzuheben ist, dass das Ausstellungsthema besonders bei Oberstufen-, Kantons- oder Berufsschulklassen Anklang fand. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich dabei u.a. durch die Ausstellungsinhalte angeregt, mit dem eigenen Konsumverhalten und den dadurch verursachten Herausforderungen beim Rohstoffbedarf auseinandersetzen. Mehrere Workshop-Angebote an den Wochenenden, etwa mit dem Titel „Ressourcen der altsteinzeitlichen Jägerinnen und Sammler bis zum Recycling im 21. Jahrhundert“ richteten sich an Familien, Kinder und Jugendliche.



Rohstoffe fürs Leben

Die Zeit der Sonderausstellung „BodenSchätzeWerte – Unser Umgang mit Rohstoffen“ neigt sich nach einem halben Jahr dem Ende zu: Im Museum für Urgeschichte(n) Zug wurde mit 38 Ausstellungsmodulen in Deutsch und Englisch, der gesamte „Lebensweg“, die geologische Entstehung, der Abbau, die Nutzung und schliesslich die Entsorgung oder Wiederverwertung von Rohstoffen thematisiert. Die Komplexität der Rohstoffthematik wurde dabei aus unterschiedlichen Blickwinkeln dargestellt – geologischen, umweltbezogenen, technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen – und liess ein Netz aus weltweiten Akteuren und unterschiedlicher Interessen erkennen.

Mineralische Rohstoffe bilden die Grundlage unseres täglichen Lebens. Ihre Verfügbarkeit ist für uns selbstverständlich, und der weltweite Verbrauch nimmt stetig zu. Was sind die langfristigen Folgen unserer zunehmenden Nutzung nicht erneuerbarer Rohstoffe? Was können wir tun, damit Rohstoffe wirtschaftlich, umweltschonend und sozialverträglich gewonnen und so lange und so effizient wie möglich genutzt und wiederverwendet werden können? Mit diesen Fragen konnten sich die Besucherinnen und Besucher der Sonderausstellung befassen und Dank den reichhaltigen Ausstellungsinhalten, neue Erkenntnisse gewinnen.

Veranstaltung und Realisation

Veranstaltet wurde die Sonderausstellung vom Zuger Institut WERZ (HSR Hochschule für Technik Rapperswil), welches sich Fragestellungen in den Themenbereichen Energie und Rohstoffeffizienz widmet. Die Ausstellung wurde gezeigt in Kooperation mit dem Museum für Urgeschichte(n) Zug. Die Realisation der Sonderausstellung in Zug wurde ermöglicht dank der freundlichen Unterstützung von: Glencore International AG, Holcim (Schweiz) AG, Ineichen AG Zug, Kanton Zug, Renergia Zentralschweiz AG, Risi AG, Stadt Zug, Swiss Recycling, V-ZUG AG und ZEBA. Die Veranstalter danken den Kooperationspartnern und Donatoren herzlich für die Unterstützung und gemeinsame Realisation der Schau von „BodenSchätzeWerte“ in Zug.

„BodenSchätzeWerte“ anschliessend in Schaffhausen

Nach der Schau in Zug, wird die Ausstellung vom 5.2. bis 22.9.2019 im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen gezeigt. Vernissage ist am Donnerstag, 14. Februar 2019, um 18.30 Uhr.

12. April 2018 bis 21. Oktober 2018

Sonderausstellung „BodenSchätzeWerte – Unser Umgang mit Rohstoffen“

Museum für Urgeschichte(n), Hofstrasse 15, 6300 Zug

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 14.00-17.00 Uhr. Schulklassen und Gruppen zusätzlich auf Anmeldung; mit oder ohne Führung.

Kostenloses Rahmenprogramm mit vorgängiger Einführung in die Ausstellung und anschliessenden Vorträgen. Workshops für Erwachsene und Kinder gibt es am Wochenende.

Eintritte: Erwachsene: 5 Franken/Jugendliche ab 16 Jahren: 3 Franken. Ermässigte Eintritte für Gruppen und Schulen. Schulklassen aus dem Kanton Zug: gratis; andere Kantone: pro Person 2 Franken; Begleitperson gratis.

 

Quelle: HSR / WERZ
Artikelbilder: © focusTerra, ETH Zürich/Jon Etter, 2015

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