Nachbau der Junkers F 13 für Verkehr zugelassen – 99 Jahre nach Jungfernflug

28.03.2018 |  Von  |  News
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Nachbau der Junkers F 13 für Verkehr zugelassen – 99 Jahre nach Jungfernflug
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Die Faszination an der Luftfahrt, der Technik und dem entstehenden Luftverkehr beflügelten vor etwa 100 Jahren Hugo Junkers bei der Konstruktion und dem Bau des ersten Ganzmetallverkehrsflugzeuges der Welt, der Junkers F 13.

Das Flugzeug wurde ein Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte.

Initiator und Investor Dieter Morszeck sowie sein Team sind stolz darauf, nach intensiver Flugerprobung die Verkehrszulassung für den Nachbau einer Junkers F 13 erhalten zu haben.

Die Junkers F 13 galt in ihrer Ganzmetallbauweise als Revolution. So galt es bei dem Nachbau längst vergessene Bauweisen und die Handhabung mit dem Wellblech wieder zu erlernen. Unter den Augen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) gelang es den Ingenieuren und Flugzeugbauern nach und nach ein Stück Geschichte wieder lebendig zu machen.

Zugeständnisse an moderne Technik gab es nur in wenigen Bereichen, beispielsweise beim Fahrwerk. Dort werden nun Bremsen und hydraulische Stossdämpfer eingebaut. Das Originalfahrwerk besass z.B. keine Bremse, die Maschine wurde nur durch einen Schleifsporn am Rumpfende abgebremst. Als Federung arbeiteten einst einfache gebündelte Gummibänder. Auf der Suche nach einem verfügbaren, zuverlässigen und alltagstauglichen Antrieb hat man sich für einen 9-Zylinder Sternmotor mit 450 PS der Firma Pratt & Whitney entschieden. Sternmotoren fanden früher in einigen Junkers F 13 Versionen Verwendung.

Eine weitere Herausforderung war der Erstflug. Es gab keinen Piloten aus vergangenen Tagen, der etwas über die Flugcharakteristika hätte sagen können. Dennoch verlief alles glatt und man war sogar überrascht über die gutmütigen Flugeigenschaften der Maschine.

Künftig ist es vorgesehen, im Rahmen von individuellen Anfragen weitere Einzelstücke in einer Art Manufaktur herzustellen. Die neue „Junkers Flugzeugwerke AG“ hat ihren Sitz in Dübendorf in der Schweiz.

 

Quelle: DIMOR AERO
Bildquelle: DIMOR AERO

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