Stadt Luzern: Bauinventar macht auf architektonische Schätze aufmerksam

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Stadt Luzern: Bauinventar macht auf architektonische Schätze aufmerksam
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Am 1. Dezember 2017 tritt das kantonale Bauinventar für die Stadt Luzern in Kraft. Derzeit erhalten alle Eigentümer ihre Objektblätter zugestellt. Das Bauinventar soll auf die zahlreichen architektonischen Schätze in der Stadt Luzern aufmerksam machen.

Gleichzeitig ist es ein wichtiges Instrument bei Baubewilligungsverfahren und eine Ergänzung zu den bestehenden Ortsbildschutzzonen.

Im Mai 2017 hat der Luzerner Stadtrat über den Abschluss des Bauinventars informiert und die Eigentümerinnen und Eigentümer, deren Gebäude im Inventar erfasst worden sind, zu Informationsveranstaltungen eingeladen. An vier Veranstaltungen liessen sich gegen 500 Personen über Ziel und Zweck des Bauinventars informieren. Im September 2017 führten die städtische und die kantonale Denkmalpflege zudem mehrere Quartierrundgänge durch, an denen die Baugeschichte und architektonischen Trouvaillen der Quartiere vorgestellt wurden.

Wichtiges Instrument der Denkmalpflege

Nach den Informationsveranstaltungen gingen zahlreiche Rückmeldungen ein, die von den städtischen und kantonalen Behörden bearbeitet und beantwortet wurden. In der Zwischenzeit ist das Bauinventar bereinigt und die Objektblätter werden in den nächsten Tagen den Eigentümerinnen und Eigentümern zugestellt. Mit dem Bauinventar liegt ein wichtiges Instrument vor, das in Zukunft dazu dient, die Arbeit der Denkmalpflege im Sinne aller Beteiligten und zugunsten der wertvollen Bauten der Stadt Luzern sachkundig und effizient zu erledigen.

Im Bauinventar sind 799 Gebäude als schützenswert und 1116 als erhaltenswert eingestuft worden. Diese wertvollen Bauten sind von historischer und architektonischer Bedeutung oder nehmen im Stadtbild eine wichtige Stellung ein. Für die im Inventar erfassten Objekte gilt kein Bauverbot. Umbauten, Sanierungen Renovationen müssen aber sehr behutsam und mit Rücksicht auf die historische Substanz vorgenommen werden. Bei den erhaltenswerten Bauten ist die städtische Denkmalpflege, bei den schützenswerten und bei den Baugruppen die kantonale Denkmalpflege ins Bewilligungsverfahren miteinzubeziehen. Das Bauinventar erhöht somit die Planungs- und Rechtssicherheit der betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer. Eine Mehrheit der im Inventar eingestuften Bauten ist schon heute durch die Bestimmungen der Ortsbildschutzzonen gesichert.

Ab dem 9. Dezember wird das Bauinventar der Stadt Luzern auf dem Geoportal des Kantons, auf der Karte Kantonales Denkmalverzeichnis und Bauinventar, in reduzierter Form für die Öffentlichkeit aufgeschaltet. Abrufbar ab 9. Dezember unter diesem Link.


Claridenstrasse 9

Claridenstrasse 9


Ehemalige Pension Sommerau

Ehemalige Pension Sommerau


Ehemaliges Gotthardbahn Verwaltungsgebäude

Ehemaliges Gotthardbahn Verwaltungsgebäude


Priesterseminar

Priesterseminar


Tribüne des Stadions Tribschen

Tribüne des Stadions Tribschen


Titelbild: Casino Luzern

Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern: Band Neue Ausgabe I: Das Amt Entlebuch (Kunstdenkmäler der Schweiz)
  • Heinz Horat
  • Herausgeber: Gesellschaft f. Schweiz. Kunstgesch.
  • Gebundene Ausgabe: 472 Seiten

Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern: Band IV: Das Amt Sursee (Kunstdenkmäler der Schweiz)
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Quelle: Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Luzern
Artikelbilder: © Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Luzern

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