Kostenlose Führungen zum Thema „Macht und Pracht“ im Kanton Aargau

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Bis heute erkennt man die Macht der Erbauer von Bauwerken an imposanter Architektur und prachtvoller Innenausstattung. An 20 Veranstaltungsorten – 11 davon in der Altstadt von Laufenburg – bieten die Kantonale Denkmalpflege und weitere Veranstalter am 9. und 10. September kostenlose Führungen zum Thema „Macht und Pracht“ an.

Die Europäischen Tage des Denkmals laden dieses Jahr an Orte voller Macht und Pracht ein: Die Architektur und Ausstattung von Burganlagen, Schlössern und reichen Patrizierhäusern, aber auch von Klöstern und Kirchen zeugen vom Reichtum ihrer Besitzer. Ob Kirchenschatz oder Wehrturm, Stuckdecke oder Zinnenkranz, über die Jahrhunderte hat sich in und an Bauwerken die Zurschaustellung der finanziellen Macht erhalten.

Wie unterschiedlich sich Macht und Pracht im baukulturellen Erbe wiederspiegeln, zeigen am zweiten Septemberwochenende Führungen an 20 Veranstaltungsorten im Kanton Aargau.

Ab nach Laufenburg

Das Team der Kantonalen Denkmalpflege wird sich erstmals auf eine Gemeinde im Kanton konzentrieren. Regierungsrat Alex Hürzeler begrüsst die Besucherinnen und Besucher am 10. September in Laufenburg. Der Laufenburger Stadtammann Herbert Weiss und der kantonale Denkmalpfleger Reto Nussbaumer geben anschliessend Einblicke in die Bau- und Kulturgeschichte der pittoresken Altstadt am Rhein.

Spannende Führungen bringen die Geschichte der Laufenburger Altstadt näher und führen die Besucherinnen und Besucher auch in Gebäude, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Mitarbeitende der Kantonalen Denkmalpflege, aber auch Fachleute in Architektur, Restauration und Handwerk geben in imposanten Bauwerken und prachtvollen Innenräumen Einblick in ihr Tätigkeitsfeld. Aktuelle Bauforschung und laufende Restaurierungen werden so anschaulich und eindrücklich erklärt.


Stadtkirche in Laufenburg

Stadtkirche in Laufenburg


Anmeldungen für die Führungen nehmen die Mitarbeitenden der Kantonalen Denkmalpflege an ihrem Infostand auf dem Laufenplatz entgegen. Hier kann man sich auch zu den verschiedenen Aufgabenbereichen der Denkmalpflege informieren. Kinder und Jugendliche haben zudem die Möglichkeit, an einer Bilder-Schatzsuche in den Altstadtgassen mitzumachen.

Spannende Einblicke in lokale Geschichte

Bauanalyse, Archivstudien und Holzaltersbestimmung helfen beim Erforschen von Baugeschichte. Eine Inventarisatorin der Kunstdenkmäler zeigt ihren Arbeitsalltag anschaulich im ehemaligen Zeughaus. Und ein Rundgang im Wasserkraftwerk Laufenburg gibt Einblick in die spannenden Debatten zur Bauzeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die sich um den Landschaftsschutz und die Gestaltung technischer Grossbauten drehten.

Die Denkmaltage bieten die Gelegenheit, den Experten über die Schulter zu schauen: Der Restaurator der Stuckdecke im heutigen Gerichtsgebäude erklärt die Schwierigkeiten bei der Reinigung und Sicherung der feinen Gipsarbeit. Im Alten Grundbuchamt erläutert der Architekt das laufende Bauprojekt mit Neubau. Ausserdem werden dort historische Handwerktechniken präsentiert.


Stadtkirche in Laufenburg, Monstranzdetail

Stadtkirche in Laufenburg, Monstranzdetail


Auch die lokale Geschichte der pittoresken Stadt am Fluss ist eindrücklich. Laufenburg zählte früher dank dem „Louffen“, den Stromschnellen im Rhein, zu den bedeutendsten Salmfangplätzen Europas, wie man an einer Führung im Museum Schiff erfahren kann. Davor oder danach kann man frisch zubereiteten Salm vom Feuer geniessen.

Abwechslungsreiches Programm im ganzen Kanton

Die Denkmaltage 2017 warten mit weiteren Höhepunkten im Aargau auf: Die Kantonsarchäologie thematisiert Zeugnisse der Macht in der Stadtkirche Zofingen, in Vindonissa, auf der Habsburg und in Kaiseraugst. Das Museum Aargau bespielt die Standorte Schloss Wildegg, Vindonissa Museum und die Klosterkirche Königsfelden.


Kaiseraugst, Castrum Rauracense

Kaiseraugst, Castrum Rauracense


Eine Sonderausstellung zeigt im Kloster Gnadenthal, unter welchen Umständen das Kloster zwischen die Fronten von Mächtigen geraten ist. An Führungen werden Dokumente und Objekte präsentiert, die den Machtanspruch des Klosters zeigen. Das Kloster Fahr konzentriert sich auf die Macht der Herren im Frauenkloster und öffnet die kostbar ausgestatteten Räume des ehemaligen Propsts sowie die „Residenz“ des Abts. Prachtvolle Details auf den liturgischen Gewändern können in der Paramentenwerkstatt bestaunt werden.

Sämtliche Veranstaltungen im Aargau wie auch die Anmeldung für den neuen Newsletter der Denkmalpflege mit Infos zu Führungen sowie aktuellen Restaurierungen, Unterschutzstellungen und baukulturellen Entdeckungen ist zu finden unter www.ag.ch/denkmalpflege oder in gedruckter Form in Museen, öffentlichen Institutionen oder aufliegend in allen Aargauer Bezirkshauptorten. Das gesamtschweizerische Angebot ist unter www.hereinspaziert.ch (öffnet in einem neuen Fenster) verfügbar.

Nehmen Sie die Gelegenheit wahr und entdecken Sie am 9. und10. September Macht- und Prachtvolles im Kanton Aargau.

Programm der Denkmaltage 2017 (PDF)

 

Quelle: Kanton Aargau, Departement Bildung, Kultur und Sport
Bildquelle: Kanton Aargau

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