Sonderausstellung: Werbeschilder von gestern

14.04.2016 |  Von  |  Ausstellung, News
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Sonderausstellung: Werbeschilder von gestern
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Rund ein halbes Jahrhundert lang – zu einer Zeit, als Werbung noch für die Ewigkeit konzipiert wurde – schmückten sie Fassaden und Wände. Heute erleben die Blech- und Email-Reklameschilder eine wahre Renaissance – nicht als Werbeträger, sondern als Sammelobjekte.

Die Sonderausstellung „Reklameschilder aus Blech und Email von gestern. Heute wertvolle Kunst- und Sammlerstücke“ im Spielzeug Welten Museum Basel zeigt über 150 dieser wunderbaren Exemplare aus der Zeit von 1890 bis 1970. Sie stammen aus der Sammlung von Michael Müller aus der Umgebung von Basel. Schon seit seiner Kindheit ist er von diesen Werbeschildern fasziniert.

Im Alter von 23 Jahren begann Michael Müller mit dem Aufbau einer Sammlung von historischen Reklameschildern. Heute verfügt er über Hunderte dieser begehrten Schilder. Er hat über die Jahre auch viele Hintergrundinformationen zu den einzelnen Schildern zusammengetragen und gehört heute zu den Experten auf diesem speziellen Sammelgebiet.


Leihgeber: Michael Müller (Bild: Heiner H. Schmitt / Coopzeitung)

Leihgeber: Michael Müller (Bild: Heiner H. Schmitt / Coopzeitung)


Die Blech- und Emailschilder haben ein Kapitel der Werbegeschichte mitgeschrieben und einige der hervorragendsten Entwürfe internationaler Gebrauchsgrafik überliefert. In der Ausstellung ist unter anderem der Jahrhundertentwurf des Basler Grafikers Niklaus Stoecklin aus dem Jahr 1926 für Wybert-Halspastillen zu sehen. Oder der Schweizer Email-Klassiker für Union-Briketts aus dem Jahre 1948 von Fritz Bühler und Ruodi Barth, Bühnenbildner beim Basler Theater. Sowie weitere Werke namhafter Grafiker aus der Hochblüte des Reklameschildes.

Bis zu ihrem funktionellen Niedergang in den 1950er Jahren waren die bunten Emailschilder ab etwa 1890 eindrucksvolle farbige Merkmale in den düsteren Industriestädten jener Zeit. Die Themen für die Werbung waren schon damals vielfältig: Beleuchtung, Brennstoffe, Kaffee, Körperpflege, Bier, Alkohol, Tabak, Schokolade, Nahrungsmittel und vieles mehr. Bei der Waschmittelwerbung ist die berühmte Weisse Dame von Persil von Henkel zu erwähnen; sie hat Geschichte geschrieben. In der Ausstellung erfahren Sie mehr darüber und können sich auch ein eigenes Bild von diesem einzigartigen Werbeschild machen.


Daimon-Bube, Daimon, Taschenlampen-Batterien, Deutschland, 1950–1960 (Bild: Spielzeug Welten Museum Basel)

Daimon-Bube, Daimon, Taschenlampen-Batterien, Deutschland, 1950–1960 (Bild: Spielzeug Welten Museum Basel)


Facts & Figures

Reklameschilder aus Blech und Email von gestern

Heute wertvolle Kunst- und Sammlerstücke -bold

16. April 2016 – 9. Oktober 2016

Öffnungszeiten -bold
Museum und Shop, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Museum und Shop, im Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr
Ristorante La Sosta, täglich von 10 bis 18 Uhr
Für das Spielzeug Welten Museum Basel sind der Schweizer Museumspass und der Museums-PASS gültig.

Eintritt: CHF 7.–/5.–
Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt und nur in Begleitung Erwachsener.
Kein Zuschlag für die Sonderausstellung.
Das gesamte Gebäude ist rollstuhlgängig.



 

Artikel von: Spielzeug Welten Museum Basel
Artikelbild: Keyvisual, Reklameschilder aus Blech und Email von gestern, Daimon-Bube, Persil weisse Dame, PEZ, SPA-Clown, Pepita Grapefruit (© Spielzeug Welten Museum Basel)

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