Hotel Chesa Salis als „Historisches Hotel des Jahres 2015“ gekürt

12.11.2014 |  Von  |  News
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Hotel Chesa Salis als „Historisches Hotel des Jahres 2015“ gekürt
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Ende September wurde zum 19. Mal in der Geschichte des ICOMOS Suisse ein historisches Hotel ausgezeichnet – als Beispiel für den hervorragenden Umgang mit kulturhistorischen Schätzen und den Erhalt wertvoller Bausubstanz.

ICOMOS Suisse ist die schweizerische Arbeitsgruppe der internationalen Dachorgansiation ICOMOS und unterstützt das Bundesamt für Kultur bei der Begutachtung der schweizerischen Weltkulturerbestätten unter Schirmherrschaft der UNESCO. Neben dem Erhalt historisch wertvoller Baudenkmale werden auch die Bewahrung von historischem Interieur und traditionellen Gepflogenheiten bewertet.



Zimmer im Hotel Chesa Salis (Bild: Daniel Martinek)

Zimmer im Hotel Chesa Salis (Bild: Daniel Martinek)

Nachhaltige Reputation für den Tourismus

Die Auszeichnung als „Historisches Hotel des Jahres“ beinhaltet unter anderem die Aufnahme in die Liste der Swiss Historic Hotels, die vom Schweizer Tourismusverband unterstützt wird und hebt das nationale und internationale Ansehen der jeweiligen Region.



Das vor allem bei Paaren beliebte Romantik-Hotel Chesa Salis befindet sich im Dorf Bever in einem alpinen Hochtal im Kanton Graubünden nahe St. Moritz. Im Jahre 1590 wurde das heutige Gasthaus als Bauernhaus erbaut. 1877 gelangte es in den Besitz der Bündner Adelsfamilie Salis-Muralt. 1883 erhielt der bekannte Schweizer Architekt Nicolaus Hartmann (1838 – 1903) den Auftrag, das Gebäude in eine herrschaftliche Patriziervilla umzubauen. In den 1980er Jahren wurde das beeindruckende Gebäude in ein Hotel umgewandelt, das bis heute den Charme früherer Eleganz besitzt und viele Geschichten zu erzählen hat. Meterdicke Mauern vermitteln Geborgenheit und halten die Wärme im Haus. An der Fassade sind alte Sgraffitti erhalten, hölzerne Loggien und schmiedeeiserne Geländer erinnern an die damalige Zeit.

Restaurant im Hotel Chesa Salis (Bild: Daniel Martinek)

Restaurant im Hotel Chesa Salis (Bild: Daniel Martinek)

Im Innern warten auf die Gäste komfortabel ausgestattete Räume mit aristokratischer Grosszügigkeit, gepaart mit familiärer Gemütlichkeit. Alle Zimmer sind nach historischem Vorbild erhalten, was bei der Restauration denkmalgeschützter Bauten keine Selbstverständlichkeit ist. In den Gästezimmern finden sich zahlreiche Zeugen alter Handwerkskunst. Einige Räume wurden im Stil verschiedener Epochen möbliert und gestaltet. So finden sich bemalte oder mit Arvenholz getäfelte Wände und mit Stuckaturen verzierte Decken. Tief gelegene, historische Sprossenfenster mit gewölbten Scheiben machen dank der Spiegelung Gardinen überflüssig und sind zudem widerstandsfähiger gegen Schneebälle und Winddruck.

Die kulinarischen Köstlichkeiten, die im Restaurant serviert werden, vermitteln ebenfalls einen Einblick in die traditionellen Speisen. Das ausgezeichnete Hotel ist so einzigartig wie die Region selbst. Das authentische Bergdorf Bever, in dem neben Deutsch auch Rätoromanisch gesprochen wird, liegt am Fuss des 3000 Meter hohen Beverser Hausberges Crasta Mora. Die Ortschaft bietet ringsum unverfälschte Natur und hat im Ortskern noch viel mehr historische, gut erhaltene Bausubstand zu bieten. Erwähnenswert sind die reformierter Dorfkirche sowie die Häuser Salis, Orlandi und Guidon. Sie erreichen Bever im schönen Engadiner Hochland bequem mit der Rhätischen Bahn, die inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.



 

Oberstes Bild: Das Hotel Chesa Salis darf ein Jahr lang den Titel „Historisches Hotel des Jahres 2015“ tragen. (© Daniel Martinek)

Über Claudia Göpel

Als gelernte Zahntechnikerin schreibe ich exzellent recherchierte Texte rund um die Themen Zahnmedizin, Allgemeinmedizin, Geriatrie und Gesundheit.
Sie profitieren mit mir als Auftragstexterin zudem von einem reichen Erfahrungsschatz in den Berufsbereichen Gastronomie, Kultur und Recht. Blog- und Fachartikel über Kinder, Tiere (Hunde, Katzen, Vögel, Fische, Reptilien, Kleinsäuger, Vogelspinnen), Pflanzen, Mode, Möbel und Denkmalschutz schreibe ich ebenfalls mit Begeisterung und reichlich Hintergrundwissen.
Zum Ausgleich verfasse ich in meiner Freizeit Kriminalstorys sowie erotische Kurzgeschichten, die unter dem Pseudonym Anastasia in zahlreichen Büchern und Erotik-Magazinen veröffentlicht sind. Ausserdem bin ich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Klinikclown für kranke Kinder in deutschen Krankenhäusern und Hospizen aktiv.


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