Ein Schmuckstück unter den Zürcher Barockbauten: Das Haus zum Rechberg

17.03.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Der Hirschengraben in Zürich ist eine gute Adresse. Hier wird viel Wert auf die Erhaltung und sinnvolle Restaurierung denkmalgeschützter Objekte gelegt. Das Rechberghaus am Hirschengraben 40 und der dazu gehörige Rechberggarten sind lebendige Beweise einer funktionierenden Denkmalpflege.

Zweijährige Bauarbeiten zeigen Erfolg

Knapp zwei Jahre dauerten die Arbeiten am Haus zum Rechberg. Das Gebäude ist in staatlichem Eigentum und wird vielfältig genutzt. Die Sanierung umfasste die unterschiedlichsten baulichen und gestalterischen Massnahmen. Besonders hervorzuheben ist die behindertengerechte Erschliessung. Am 29. März 2014 kann das gesamte Ensemble von der Bevölkerung besichtigt werden.

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Das ehemalige Kratzquartier in der Züricher Innenstadt gibt Geheimnisse preis

13.03.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Kratzquartier in Zürich existiert nur noch auf alten Illustrationen und Fotos. Im Zuge der „Grossen Bauperiode“ wurde es in den Jahren von 1877 bis 1891 vollständig abgerissen und durch neue Bauten ersetzt. Bei diversen Werkleitungssanierungen, die von der Stadtarchäologie begleitet wurden, kam im letzten Jahr allerdings eine grosse Zahl an Funden aus der Vergangenheit ans Tageslicht, die eine teilweise Rekonstruierung des Quartiers erlauben.

Das Kratzviertel entstand am ehemaligen Stadtrand zwischen Zürichsee und Fraumünster-Abtei. Bis auf einen schmalen Zugang zur Limmat war es durch das Kloster, den See und die Stadtmauer abgeschlossen. Daher rührt wohl auch der Name. „Kratten“ ist ein anderes Wort für Korb und deutet auf die Sackgasse hin, die das Viertel bildete. Die erste urkundliche Erwähnung des Kratzquartiers stammt aus dem Jahr 1315. Bis zum Reformationsjahr 1524 war es im Besitz der Fraumünster-Abtei.

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Warteck Basel: Von der Traditionsbrauerei zum pulsierenden Kulturquartier

11.03.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der alte Brauereikomplex mit seinem markanten Turm ist schon von Weitem zu sehen, eingebettet in ein beschauliches Quartier mit Wohnhäusern und kleineren Gewerbebauten. Noch immer verströmen die Brauereigebäude einen Hauch der Zeit, als hier hektoliterweise Warteck gebraut wurde. Für einen symbolischen Franken verkauft und für drei Millionen Franken umgebaut, durfte der Baseler Kulturraum Warteck jetzt die Eröffnung des Malzsilos erleben.

Licht und Kultur sollen das ehemalige Malzsilo der Brauerei Warteck, ein Gemeinschaftsprojekt von Eigentümerin und Mietern, mit Leben erfüllen, denn der Kulturraum Warteck vergrössert sich um 732 Quadratmeter. Einst fensterloses Silo, schafft jetzt ein mehrstöckiges Gebäude Platz für neue Ideen, im Mai soll das Kulturcafé im fünften Stock Eröffnung feiern.

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Die neue Kirche in Wollishofen – Drei Ideen für eine Umnutzung

10.03.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der Entscheid über die Umnutzung der Kirche „Auf der Egg“ in Zürich-Wollishofen soll im Frühjahr 2014 fallen. Zur Diskussion stehen drei unterschiedliche Konzepte, über die die Kirchengemeindeversammlung abstimmen soll: ein Orgelkompetenzzentrum unter dem Namen „Kunstklangkirche“, „Wollishof“, ein Ort für Kunst und Gastronomie oder ein Familienhotel. Diese drei Ideen gingen als Favoriten aus einem zuvor ausgeschriebenen Wettbewerb hervor.

Die Bezeichnung der Kirche rührt von ihrer Lage auf dem von Nord nach Süd verlaufenden Moränenzug „Egg“ her. Sie ist von weither gut sichtbar und mit ihrem frei stehenden Glockenturm ein markanter Punkt im Quartier Wollishofen.

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Das Gutenberg Museum Freiburg im Üechtland

27.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der volle Titel des Hauses lautet Gutenberg Museum – Schweizerisches Museum der grafischen Industrie und der Kommunikation. Es befindet sich seit dem Jahr 2000 in Freiburg im Üechtland im Gebäude des ehemaligen Kornhauses Derrière-Notre-Dame. Zuvor war Bern für 100 Jahre der Standort des Museums.

Es wurde übrigens im Jahr 1900 zeitgleich mit dem Gutenberg Museum im deutschen Mainz gegründet, und zwar anlässlich des 500. Geburtstages des Buchdruckerfinders. Als Kulturgut von nationaler Bedeutung mit der Inventarnummer 2064 steht das Gebäude unter der Ägide der Denkmalpflege des Kantons Freiburg, obwohl es nie eine direkte Verbindung mit der Papierindustrie bzw. der Druckkunst hatte, die beide Freiburg prägen. Als Kornhaus erfüllte es allerdings eine wichtige Funktion in der Historie des Ortes.

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Der Hauptbahnhof Zürich – Verkehrsknotenpunkt und Objekt der Denkmalpflege

24.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der Zürcher Hauptbahnhof ist nicht nur der grösste, sondern auch einer der ältesten Bahnhöfe der Schweiz. Mit seinen fast 3’000 Ein- und Abfahrten pro Tag gilt er auch als einer der am meisten frequentierten Bahnhöfe weltweit. Die Inlands- und Fernzüge aus den Nachbarländern Frankreich, Österreich, Italien und Deutschland prägen den Endpunkt der allerersten Bahnlinie der Schweiz, der „Spanisch-Brötli-Bahn“.

Er liegt in direkter Nachbarschaft zum Schweizerischen Landesmuseum am Rande der Altstadt. Unter seinen Gleisen und Bahnsteigen fliesst die Sihl, deren Mündung in die Limmat sich ebenfalls in der Nähe befindet. Ursprünglich wurde der Hauptbahnhof Zürich als Kopfbahnhof errichtet. Allerdings gibt es heute unterirdische Durchfahrten für die S-Bahn. Ein weiterer Bahnhofsteil für den normalen Zugverkehr im Untergrund ist im Bau und soll im Jahr 2014 fertiggestellt sein.

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Der Hammetschwandlift auf dem Bürgenstück – Europas höchster Freiluft-Aufzug

21.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 

Mit seinen 153 Metern Höhe ist er ein spektakuläres technisches Objekt der schweizerischen Denkmalpflege – der Hammetschwandlift, der den fünf Kilometer langen, künstlichen Felsenweg am Bürgenstock mit der Aussichtsplattform Hammetschwand verbindet, sucht seinesgleichen in der Schweiz und auf dem ganzen Kontinent.

Der Aufzug steht in der Enklave Bürgenstock im Kanton Luzern, die Aussichtsplattform dagegen befindet sich bereits im benachbarten Kanton Nidwalden.

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Der Käfigturm in Bern – Teil der ursprünglichen Befestigungsanlage

20.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der Käfigturm in Bern wurde in den Jahren von 1641 bis 1644 gebaut und diente lange als Wehr-, später als Gefängnisturm, Teil des Staatsarchivs sowie als Info-Zentrum. Er ersetzte zu seiner Entstehungszeit einen abbruchreifen Vorgänger aus dem Jahr 1256. Heute werden im Käfigturm, der zum Inventar der kantonalen Denkmalpflege gehört, überwiegend Expositionen und Veranstaltungen mit politischen Inhalten durchgeführt.

Das Gebäude mit seinen markanten Uhren steht am Ende der Marktgasse in der Berner Altstadt, die als Ganzes auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgeführt wird. Nach Osten verläuft der Weg zum Anna-Seiler-Brunnen und weiter zum Zytglogge, dem anderen erhaltenen Stadttor. Westlich gelangt man über die Spitalgasse – heute eine Fussgängerzone – zum Bahnhof.

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Das Goetheanum in Dornach

19.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Das Goetheanum in Dornach (Kanton Solothurn), etwa zehn Kilometer südlich von Basel gelegen, steht seit 1993 unter dem Schutz der kantonalen Denkmalpflege und ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft. Der monumentale Bau aus Sichtbeton ist das zweite Goetheanum und wurde von 1925 bis 1928 errichtet, nachdem der Vorgänger im Jahr 1923 durch Brandstiftung zerstört worden war.

Die Entwürfe beider Häuser stammen vom Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, und erhielten ihren Namen zu Ehren von Johann Wolfgang von Goethe. Das heutige Gebäude ist Sitz der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und Tagungsort für die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft, dient aber wesentlich auch als Theaterbau bzw. Festspielhaus.

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Schloss Kyburg – Heimat der Eisernen Jungfrau

05.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalschutz  | 
Schloss Kyburg liegt hoch über der Töss in der gleichnamigen Gemeinde im Kanton Zürich. Keine andere Anlage in der Region ist bekannter oder besser erhalten. Dank den Bemühungen der Denkmalpflege wird dies auch in Zukunft so bleiben. Immerhin verfügt Schloss Kyburg heute noch über einen begehbaren Bergfried, den Palas, ein Ritterhaus, eine sehenswerte Burgkapelle und zahlreiche weitere Bauten.

Auf einem Hügelsporn über dem Fluss errichteten die Grafen von Winterthur – wahrscheinlich Liutfired II – 1025 den mittelalterlichen Vorläufer des Schlosses, der in jener Zeit als Chuigeburg bekannt war.

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