Die Denkmal-Pflege braucht Handwerker-Nachwuchs

27.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege
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Die Denkmal-Pflege braucht Handwerker-Nachwuchs
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Geht es um die Renovation historischer Gebäude, werden speziell geschulte Handwerker eingesetzt. Zurzeit gibt es in der Schweiz genügend Fachleute, welche die entsprechenden Arbeiten professionell ausführen können.

Handwerker, die in der Denkmalpflege arbeiten, müssen fachlich absolut kompetent sein sowie grosses Interesse und Gespür für die denkmalpflegerischen Arbeiten mitbringen. Damit der Nachwuchs in diese Aufgaben wachsen und die entsprechenden Erfahrungen sammeln kann, ist es wichtig, jungen Berufsleuten die Möglichkeit zu geben, sich in dieses Metier einzubringen und entsprechend weiterzubilden.



Bedarf an Fachkräften wird es in der Schweiz stets geben. Um sicherstellen zu können, dass unser reiches kulturelles Erbe und der Schatz an wertvollen historischen Gebäuden auch in Zukunft unterhalten und gepflegt werden kann, braucht es immer Spezialisten in verschiedenen Fachrichtungen. Viele moderne Maschinen, welche die Arbeiten an Neubauten erleichtern, können in alten Objekten nicht zum Einsatz kommen. Handwerker in der Denkmalpflege müssen über spezielle Kenntnisse im Umgang mit früheren Materialien, Werkzeugen und Techniken verfügen. Seit 2012 kann in verschiedenen Fachrichtungen die Berufsprüfung Handwerker/in Denkmalpflege abgelegt werden.

Eine dieser Fachrichtungen ist die des Stuckateurs. Bereits in früheren Epochen, in Barock, Renaissance und Klassizismus, spielten Stuckateure eine grosse Rolle bei der Gestaltung von kirchlichen und repräsentativen Innenräumen. Sie galten als Künstler, ebenso wie Bildhauer oder Maler, mit welchen sie zusammenarbeiteten. Im Rokoko, mit seinen typischen überbordenden Verzierungen von Wand- und Deckenfresken, war es üblich, dass die ausführenden Handwerker selbst die Architekten waren. Eine anspruchsvolle, spannende Arbeit erwartet also die jungen handwerklichen Berufsleute, welche sich für die Denkmalpflege entscheiden!

Bereits in früheren Epochen spielten Stuckateure eine grosse Rolle bei der Gestaltung von Innenräumen. (Bild: Dmitry Kalinovsky / Shutterstock.com)

Bereits in früheren Epochen spielten Stuckateure eine grosse Rolle bei der Gestaltung von Innenräumen. (Bild: Dmitry Kalinovsky / Shutterstock.com)

Wer sich für den Berufsabschluss „Handwerker/in in der Denkmalpflege mit eidg. Fachausweis“ interessiert, kann sich zwischen folgenden Fachrichtungen entscheiden: Stuck, Trockenmauerwerk, Möbel und Innenausbau, Naturstein, Gartenbau, Mauerwerk und Verputz, Holzbau oder Malerei. Die Qualifikationen werden in einzelnen Modulen erworben, die Ausbildung dauert 2 Jahre, berufsbegleitend. Sie legt den Grundstein für spannende Karrieremöglichkeiten. Einerseits können Weiterbildungen besucht werden, die zur Unternehmensführung befähigen und damit die Voraussetzungen schaffen, einen eigenen Betrieb zu gründen. Anderseits können in verwandten Fachbereichen auf der Höheren Fachschule Bildungsgänge besucht werden. Ein anschliessendes Fachhochschulstudium ist ebenfalls möglich.

Die Trägerschaft der Berufsprüfung Handwerker/Handwerkerin in der Denkmalpflege in Hofstetten (Kanton Bern) gibt weitere Informationen. Viel Wissenswertes kann in der Fachzeitschrift „applica“ nachgelesen werden. Junge Berufsleute werden gebraucht und auch die Denkmalpflege selbst ist als Auftraggeber gefordert. Sie muss diesen eine Chance geben und damit sicherstellen, dass die „Alten“, bevor sie in Pension gehen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die nächste Generation weitergeben können.



 

Oberstes Bild: Die Denkmal-Pflege braucht Handwerker-Nachwuchs (© Dmitry Kalinovsky / Shutterstock.com)



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