Saalfeld/Saale – die Steinerne Chronik Thüringens

06.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege
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Saalfeld/Saale – die Steinerne Chronik Thüringens
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Die Feengrottenstadt Saalfeld zählt mit ihrer über 1100-jährigen Geschichte zu den ältesten Thüringer Städten. Schon 899 wurde der Wirtschaftshof „Salauelda“ urkundlich erwähnt. Als 1180 Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Stadt gründete, gab es hier bereits seit über einhundert Jahren das grosse Benediktinerkloster. Dieses galt damals als geistliches Zentrum Südthüringens.

Die vielen steinernen Zeitzeugen brachten Saalfeld den Beinamen „Steinerne Chronik Thüringens“ ein. Mittelalterliche Gebäude, die vier bestens erhaltenen Stadttore und Teile der Stadtmauer wurden in den letzten Jahren detailgetreu restauriert. Ein besonders eindrückliches Gebäude ist die Marktapotheke, welche einen Teil der Transromanica bildet. Diese Strasse der Kulturen steht für das gemeinsame romanische Erbe und verbindet zehn Regionen zwischen Mittelmeer und Ostsee. Das Wahrzeichen Saalfelds ist der Hohe Schwarm, die wohlerhaltende Ruine der um 1300 vom Grafen von Schwarzburg erbauten Stadtburg.



Saalfeld – die Burgruine Hoher Schwarm (Bild: Wolfgang Seifarth, Wikimedia, CC)

Saalfeld – die Burgruine Hoher Schwarm (Bild: Wolfgang Seifarth, Wikimedia, CC)

Einst durchquerte die alte Handelsstrasse von Nürnberg nach Leipzig das Städtchen Saalfeld vom Oberen Tor im Süden zum Blankenburger Tor im Norden. Diese, wie auch die beiden weiteren Stadttore, das Saaltor und das Darrtor sind bis heute gut erhalten geblieben. Das Darrtor ist als einziges begehbar. Seit einigen Jahren ist es zu bestimmten Zeiten möglich, hinaufzusteigen und die Aussicht über die Dächer Saalfelds und die umliegenden Wälder zu geniessen.

Im Mittelalter kam Saalfeld, am Handelsweg gelegen, durch Zolleinnahmen zu erheblichem Wohlstand. Ein besonders beeindruckendes Zeugnis dieser Zeit ist das Anfang des 16. Jahrhunderts erbaute wunderschöne Rathaus. Dieses ist wahrscheinlich das beliebteste Fotomotiv der Stadt. Im Zentrum befindet sich auch die grösste gotische Hallenkirche Thüringens: die evangelische Johanniskirche. Musikinteressierte, die in Saalfeld weilen, können hier eine der regelmässig stattfindenden Abendmotetten besuchen.





Das Rathaus von Saalfeld (Bild: Franzfoto, Wikimedia, CC)

Das Rathaus von Saalfeld (Bild: Franzfoto, Wikimedia, CC)

Man sagt, Saalfeld atmet Geschichte. Diesen Eindruck gewinnt der Gast auch beim Besuch des ehemaligen Franziskanerklosters. Es ist eines der wenigen beinahe komplett erhaltenen mittelalterlichen Bauensembles seiner Art. Saalfeld wurde für die komplette Sanierung mit dem Thüringer Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Das Kloster beherbergt heute ein Museum und verschiedene Wechselausstellungen. Zu Führungen und Diavorträgen sind Feriengäste natürlich ebenso eingeladen, wie zum Mitmachen in der Museumswerkstatt. In den alten Gassen zwischen Kloster und Marktplatz pulsiert das Leben des modernen Saalfelds. In den historischen Gebäuden befinden sich Läden, Restaurants, Cafés und Hotels.

Wer nicht auf eigene Faust auf den Spuren von Saalfelds Geschichte unterwegs sein möchte, schliesst sich einem der öffentlichen Stadtrundgänge an. Von Mai bis Oktober werden diese jeweils am Samstagvormittag angeboten. Ein Highlight ist die Saalfelder Nachtschwärmerei: 90 Minuten dauert der nächtliche Rundgang. Im Fackelschein wird die alte Zeit wiederbelebt, mit Marktweibern, Ratsherren, Turmbläsern und Stadtgardisten führt die Tour durch die mittelalterliche Innenstadt und auch ein atemberaubender Blick vom Darrtor gehört zum Programm. Im Tourismusbüro am Saalfelder Marktplatz können die Termine erfragt und der Anlass gebucht werden.

Saalfeld – Blankenburger Tor (Bild: Franzfoto, Wikimedia, CC)

Saalfeld – Blankenburger Tor (Bild: Franzfoto, Wikimedia, CC)

Schokolade und Saalfeld gehören zusammen. Schokolade? Ja! Seit über 110 Jahren produziert man in Saalfeld köstliche Schoggi und Pralinen. Rund 38‘000 Tonnen verlassen jährlich das Schokoladenwerk am Rande von Saalfeld. Es ist sicher auch oder gerade für Schweizer Feriengäste interessant, im Werksverkauf zu kosten, wie fein die Thüringer Schokolade schmeckt. Wer die Kalorien gleich wieder verbrennen möchte, macht sich auf zu einem Spaziergang: In unmittelbarer Nähe des Schokoladenwerkes steht ein kleines Märchenschloss, welches einst einer berühmten Kaufmannsfamilie als Sommersitz diente. Unweit befindet sich eine der schönsten Parkanlagen Thüringens: Der Saalfelder Bergfried mit der Villa Bergfried. Der prächtige Park mit einem imposanten Glockenturm und dem ausgedehnten japanischen Garten diente sogar schon als Filmkulisse.



Aktive Urlauber finden in der Region Saalfeld viele Kilometer Wander- und Radwege, gemütlich dem Ufer der Saale entlang oder in den dichten Wäldern des Mittelgebirges. Seen und Stauseen laden zum Planschen, Schwimmen und Wassersport ein. Kulturinteressierte besichtigen die zum Grossteil bestens erhaltenen und noch ursprünglich eingerichteten Burgen Thüringens.



Langeweile kennt man in Saalfeld und Umgebung nicht und das abwechslungsreiche Angebot macht die Region zum idealen Reiseziel für Familienferien. Der absolute Höhepunkt jedes Saalfeld Besuches sind die Feengrotten.

Saalfelder Feengrotten – ein altes Alaun-Bergwerk (Bild: Wolfgang Seifarth, Wikimedia, CC)

Saalfelder Feengrotten – ein altes Alaun-Bergwerk (Bild: Wolfgang Seifarth, Wikimedia, CC)

Im Guinnessbuch der Rekorde werden die Saalfelder Feengrotten als die farbigsten Tropfsteinhöhlen der Welt erwähnt. Das Schaubergwerk ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen Thüringens und weit darüber hinaus bekannt. Seit es im Jahre 1914 eröffnet wurde, lockte es fast 20 Millionen Besucher an. Als der bekannte Naturforscher Prof. Ernst Haeckel damals die Feengrotten eröffnete, sagte er: „Lägen diese Grotten nicht in Deutschland, sondern in Amerika, wäre man längst aus aller Welt dahin gepilgert“. Die märchenhafte Welt unter Tage kann täglich während mehrerer Führungen mit allen Sinnen erlebt werden. Ein separater Teil dient der Entspannung und naturnahen Behandlung von Atemwegserkrankungen sowie zur Stärkung des Immunsystems.

Auch überirdisch wird für Jung und Alt viel geboten. Ein grosser, feenhafter Abenteuerspielplatz lockt die Kleinen, aber auch die Eltern lassen sich gerne von Lauschinseln, Klangelementen und spannenden Geschichten verzaubern. Ein Erlebnismuseum lässt keine Fragen offen und lädt ein zum „Entdecken – Staunen – Mitmachen“. Wer die Saalfelder Feengrotten besuchen möchte sollte Zeit, Fantasie, Abenteuerlust und gutes Schuhwerk mitbringen, um sich dann in die Welt der Feen und Gnome entführen zu lassen.



 

Obersts Bild: Saalfeld – Markt und Johanneskirche (© Wolfgang Seifarth, Wikimedia, CC)



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