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Ab wann ist ein Denkmal ein Denkmal, und warum?

16.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Ab wann ist ein Denkmal ein Denkmal, und warum?
3.6 (72.5%)
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Die Fragen nehmen kein Ende, denn: Wo können Denkmalfreunde und -experten erfahren, wo es die interessantesten Baudenkmäler zu besichtigen gibt, wann Restaurationen anstehen, was das alles kostet, woher das Geld dafür kommt und wo es Broschüren und Schriftsätze zum Thema gibt?

Schweizer Denkmalschützer und Denkmalpfleger haben es nicht leicht. Nicht, dass es in anderen Ländern einfacher wäre, aber hier geht es vorrangig um die Denkmalpflege in der Schweiz. Denkmalschutz ist eine kantonale Angelegenheit – die Vernetzung und Kommunikation untereinander ist sehr träge. Jede Gemeinde kocht ihr eigenes Denkmal-Süppchen, wie wir kürzlich am Beispiel der historischen Eisenbahnen erfahren durften. Journalisten und Autoren, die freiberuflich über die Denkmalpflege in der Schweiz berichten möchten, haben es noch schwerer.

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Leise rieselt der Sandstein – in Bern haben Steinmetze alle Hände voll zu tun

15.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege, Events  | 
Leise rieselt der Sandstein – in Bern haben Steinmetze alle Hände voll zu tun
4.4 (88.24%)
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An den europäischen Denkmaltagen, die in diesem Jahr unter dem kulinarischen Motto „A table, Zu Tisch, A tavola“ stehen, wollen die Denkmalpfleger der Stadt Bern diesmal nicht nur die schönen Seiten perfekt restaurierter historischer Gebäude in Szene setzen, sondern auch auf die Probleme verweisen, die das Arbeiten mit dem sensiblen Baustoff Sandstein mit sich bringt.

Bern ist auf und aus Stein gebaut. Wenn man genauer hinschaut, könnte man meinen, die Stadt Bern wäre auf Sand gebaut. Sandstein ist das Mass aller Dinge. Das Berufsbild der Steinmetze hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, denn der Lieblingsbaustoff der alten Ägypter und Römer kommt in die Jahre und zeigt unübersehbare Verschleisserscheinungen. Die alte Münsterbauhütte am Berner Münster ist für das Publikum geöffnet und zeigt anschaulich die moderne Arbeitsweise der Restauratoren.

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Geplantes Denkmalgeschenk der Schweiz an die Uno

15.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Geplantes Denkmalgeschenk der Schweiz an die Uno
4.6 (92.73%)
11 Bewertung(en)
Eine kurze Nachricht war vor wenigen Tagen in allen Medien zu lesen: Die Schweiz will der UNO in Genf ein Denkmal schenken.

Angekündigt wurde das Vorhaben vom Bundespräsidenten der Schweizer Eidgenossenschaft Didier Burkhalter anlässlich einer Festveranstaltung vor der Übergabe des „Prix de la Fondation pour Genève“ vor 1.450 Leuten. Bestätigt wurde dies vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

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Der Schoggitaler – Schokolade für Heimat- und Naturschutzprojekte

11.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege, Events  | 
Der Schoggitaler – Schokolade für Heimat- und Naturschutzprojekte
4.2 (84%)
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Bereits seit 1946 ist er ein Begriff und als dieser sogar eine geschützte Marke: Die Rede ist vom Schoggitaler, der 28 Gramm schweren und im Durchschnitt 8 cm grossen Münze aus Schokolade. Verpackt in goldfarbene Alufolie, werden die Schoggitaler alljährlich von Schulkindern verkauft. Der Erlös kommt Heimat- und Naturschutzprojekten zugute.

Jedes Jahr widmet sich die Schoggitaleraktion einem anderen Projekt. Der erste Taler brachte dringend benötigte Gelder zugunsten des Projektes Silsersee. Das Wasser des Silsersees sollte genutzt werden, um ein Kraftwerk in Bergell zu betreiben. Die Idee, Schokolade zugunsten des Silsersees zu verkaufen, stammt von Ernst Lauer, dem damaligen Geschäftsführer des Schweizer Bauernverbandes. Bis Mai 1946 war Schokolade rationiert und deshalb etwas Besonderes. So konnte der Verkauf der Schoggitaler, in dessen Alufolie ein Bild des Silsersees eingeprägt war, als grosser Erfolg verbucht werden. Damals wurde die Aktion in Zeitungen, Kinos, auf Plakaten und in Radiospots beworben. Heute sind die Schoggitalern wohl jedem Schweizer ein Begriff.

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Das mittelalterliche Städtchen Eglisau

10.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das mittelalterliche Städtchen Eglisau
4.6 (91.11%)
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Eglisau ist ein mittelalterliches Städtchen im Kanton Zürich. Es liegt am Rhein, nahe der deutschen Grenze, umgeben von sonnigen Rebhängen. Die drei geschlossenen Häuserzeilen mit stattlichen Bürgerhäusern sind in bestem Zustand und werden liebevoll gepflegt.

In vielen Häusern befinden sich kleine, einzigartige Läden, die das Stadtbild mit prägen. Ein Bummel durch Eglisau entführt in die Zeit des Mittelalters und macht Lust, mehr über die Geschichte des Ortes und seiner Bauwerke zu erfahren.

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St. Peterskirche in Zürich – die Kirche mit dem grössten Ziffernblatt Europas

09.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  2 Kommentare
St. Peterskirche in Zürich – die Kirche mit dem grössten Ziffernblatt Europas
4.6 (91.67%)
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Die St. Peterskirche war die erste reformierte Kirche Zürichs. Sie befindet sich auf einem Hügel in der Altstadt an einem herrlichen, baumbestandenen kleinen Platz. Hier findet der Besucher Ruhe und Besinnlichkeit unweit der lebhaften Bahnhofstrasse.

Die Bauwerke in den umliegenden Gassen sind bestens erhalten und lassen erahnen, welchen Einsatz Heimatschutz und Denkmalpflege leisten, um diese historischen Kulturgüter zu pflegen und zu bewahren. St. Peter gehört zu den drei Zürcher Altstadtkirchen, welche die Silhouette der Stadt prägen. Unweit der Kirche befindet sich der bekannte Lindenhof, ein ehemaliges Römerkastell.

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Pruntrut im Kanton Jura – eine kleine Stadt mit bewegter Geschichte

08.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Pruntrut im Kanton Jura – eine kleine Stadt mit bewegter Geschichte
4.5 (90%)
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Pruntrut, ein Ort mit 6780 Einwohnern, liegt im Kanton Jura. Erstmals erwähnt wurde er im Jahre 1136, damals noch unter dem Namen Purrentru. Anfangs gehörte die Siedlung zur Grafschaft Mömpelgard und ging 1271 an das Fürstbistum Basel über. Es wurde 1283 von den Burgundern erobert, König Rudolf I. von Habsburg erzwang jedoch die Rückgabe an das Fürstbistum. Gleichzeitig wurde Pruntrut freie Reichsstadt. 1386 an Mömpelgard verpfändet, kam es 1461 abermals zurück zum Fürstbistum.

Nach der Reformation in Basel, wurde Pruntrut im Jahre 1527 offizieller Sitz des Fürstbischofs. Seine Blütezeit erlebte die Stadt von 1575 bis 1608 unter Jakob Christoph Blarer von Wartensee. Zu jener Zeit wurde das Schloss renoviert und ausgebaut und 1591 das Jesuitenkollegium gegründet. Die Blütezeit des Ortes wurde jäh gestoppt, als 1618 der Dreissigjährige Krieg ausbrach. Pruntrut wurde belagert und fiel Plünderungen zum Opfer. Erobert von französischen Truppen, war die Stadt von 1793 bis 1800 Hauptstadt der Raurakischen Republik. 1815 kam es als Kompensation für Waadt, welches 1803 verloren wurde, zum Kanton Bern.

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Saalfeld/Saale – die Steinerne Chronik Thüringens

06.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Saalfeld/Saale – die Steinerne Chronik Thüringens
4.5 (90%)
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Die Feengrottenstadt Saalfeld zählt mit ihrer über 1100-jährigen Geschichte zu den ältesten Thüringer Städten. Schon 899 wurde der Wirtschaftshof „Salauelda“ urkundlich erwähnt. Als 1180 Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Stadt gründete, gab es hier bereits seit über einhundert Jahren das grosse Benediktinerkloster. Dieses galt damals als geistliches Zentrum Südthüringens.

Die vielen steinernen Zeitzeugen brachten Saalfeld den Beinamen „Steinerne Chronik Thüringens“ ein. Mittelalterliche Gebäude, die vier bestens erhaltenen Stadttore und Teile der Stadtmauer wurden in den letzten Jahren detailgetreu restauriert. Ein besonders eindrückliches Gebäude ist die Marktapotheke, welche einen Teil der Transromanica bildet. Diese Strasse der Kulturen steht für das gemeinsame romanische Erbe und verbindet zehn Regionen zwischen Mittelmeer und Ostsee. Das Wahrzeichen Saalfelds ist der Hohe Schwarm, die wohlerhaltende Ruine der um 1300 vom Grafen von Schwarzburg erbauten Stadtburg.

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Die 54 Passkirchen zwischen Panix und Viano – über 1000 Jahre Kirchengeschichte

05.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die 54 Passkirchen zwischen Panix und Viano – über 1000 Jahre Kirchengeschichte
4.3 (86.67%)
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Der „Kunstführer der Schweiz“ verzeichnet nicht weniger als 54 bemerkenswerte Kirchen auf den Passrouten zwischen Panix und Viano. Diese stehen jeweils ca. 4 Kilometer auseinander. Allesamt gelten diese Kirchen als kunstgeschichtlich wertvoll. 19 von ihnen sind sogar im Verzeichnis der Schweizer Kulturgüter aufgeführt. Dank kirchlicher Denkmalpflege sind die meisten der zum Teil reich ausgemalten, sehr alten Kirchen bis heute erhalten geblieben.

Die Zeit, in welcher sie, erweitert oder umgebaut wurden, lässt sich in vier Perioden aufteilen: in die fränkische und karolingische (6. bis 9. Jahrhundert), das Hochmittelalter (9. bis etwa Mitte 13. Jahrhundert), das Spätmittelalter (ab Mitte 13. bis 16. Jahrhundert) und die Neuzeit (17. Bis Mitte 18. Jahrhundert)
Von den in der fränkischen Zeit entstandenen Kirchen sind oft nur noch Mauern und Reste übrig geblieben. Im baulichen Originalzustand befindet sich St. Martin, eine alte Pfarrkirche in Cazis.

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Die Schweiz breitet sich weltweit aus – Gebäude und Orte mit Schweizer Bezug

04.09.2014 |  Von  |  Allgemein  | 
Die Schweiz breitet sich weltweit aus – Gebäude und Orte mit Schweizer Bezug
4.3 (86.79%)
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Vor allem Deutschland ist ziemlich schweizlastig. Darüber hinaus hat es kulturell und historisch eine ganze Menge zu bieten, allein 39 Unesco-Welterbestätten. Die Schweiz kann bislang nur elf aufweisen. Dafür ist die Schweiz buchstäblich in aller Munde.

Warum das so ist, lesen Sie im Folgenden. In den Grenzgebieten gehören Schweizer Grenzübertritte zum guten Ton. Natürlich tauschen sich auch Denkmalschützer untereinander aus – sprechen sie doch dieselbe Sprache: die Sprache der Denkmalpflege.

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