Immer auf dem Laufenden mit dem Newsletter von Denkmalpflege-Schweiz!

Die Schlösser von Rorschach – Wartegg und Wartensee

29.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Schlösser von Rorschach – Wartegg und Wartensee
4.3 (86.25%)
16 Bewertung(en)
Unser Heimatland Schweiz ist reich gesegnet mit Schlössern und Burgen. Die meisten davon stehen unter kantonalem Schutz der Denkmalpflege, einige historische Bauten haben es auch in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste geschafft. Die Gemeinde Roschach direkt am Bodensee hat zwei wunderschöne Schlossgebäude zu bieten.

Die beiden zauberhaften Schlösser in Rorschacherberg in der Gemeinde Rorschach im Kanton St. Gallen liegen nah beieinander, wurden in unterschiedlichen Jahrhunderten erbaut und haben unterschiedliche Geschichten zu erzählen. Jedes der beiden Gebäude wurde umfangreich und liebevoll restauriert und ist als Schlosshotel für den Besucherverkehr ganzjährig geöffnet. Charakteristisch für beide Schlossbauten sind die aparten Treppengiebel der Fassaden und die weiss gekalkten, bereits von Weitem leuchtenden Mauern. Beide sind, wie es sich für echte Schlösser gehört, von einem Schlosspark umgeben.

Weiterlesen

Denkmalpflege im Interessenkonflikt

29.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Denkmalpflege im Interessenkonflikt
4.5 (90.59%)
17 Bewertung(en)
Oft liegen Welten zwischen öffentlichen und privaten Ansprüchen. Die Denkmalpfleger möchten das Objekt schützen und bewahren, meist mit Auflagen und Einschränkungen, die Eigentümer wollen es nutzen – und fühlen sich vom Denkmalschutz gegängelt.

In der Schweiz sind über 200’000 Wohngebäude geschützt. Hinzu kommen Baudenkmäler wie Kirchen, Burgen, Stadtmauern und Türme sowie technische Denkmäler, Naturdenkmäler und Gartendenkmäler. Wenn an, unter oder neben einem denkmalgeschützten Objekt gebaut werden soll, entstehen oft Konflikte. Das Schutzanliegen der Denkmalpflege steht dann den Nutzungswünschen der Eigentümer im Weg, zum Beispiel wenn diese unter ihrer denkmalgeschützten Gartenanlage eine Tiefgarage bauen wollen.

Weiterlesen

Die Denkmal-Pflege braucht Handwerker-Nachwuchs

27.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Denkmal-Pflege braucht Handwerker-Nachwuchs
4 (79%)
20 Bewertung(en)
Geht es um die Renovation historischer Gebäude, werden speziell geschulte Handwerker eingesetzt. Zurzeit gibt es in der Schweiz genügend Fachleute, welche die entsprechenden Arbeiten professionell ausführen können.

Handwerker, die in der Denkmalpflege arbeiten, müssen fachlich absolut kompetent sein sowie grosses Interesse und Gespür für die denkmalpflegerischen Arbeiten mitbringen. Damit der Nachwuchs in diese Aufgaben wachsen und die entsprechenden Erfahrungen sammeln kann, ist es wichtig, jungen Berufsleuten die Möglichkeit zu geben, sich in dieses Metier einzubringen und entsprechend weiterzubilden.

Weiterlesen

Denkmalpflege in Dürnten, einem Dorf mit sehr langer Geschichte

25.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Denkmalpflege in Dürnten, einem Dorf mit sehr langer Geschichte
4.3 (86.67%)
15 Bewertung(en)
Nicht nur die grossen Bauwerke, welche von der Öffentlichkeit sowieso Aufmerksamkeit bekommen und für die Tourismusbranche relevant sind, müssen geschützt werden: Auch unbekannte Häuser und Kirchen können so bedeutsam sein, dass Heimatschutz und Denkmalpflege sich für deren Erhalt einsetzen, handelt es sich doch bei diesen Zeitzeugen ebenfalls um unser kulturelles Erbe und unsere Geschichte. Oft nimmt die Allgemeinheit die Arbeit, welche die Denkmalpflege leistet, gar nicht wahr. Wie wichtig diese jedoch ist, soll an einem Beispiel aus dem Zürcher Oberland gezeigt werden.

Dürnten, eine Gemeinde mit 6‘600 Einwohnern, blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück. Zumindest wird angenommen, dass die Ortschaft bereits vor 3500 Jahren besiedelt gewesen sein dürfte: Ausgrabungen gaben interessante Zeugen römischer Niederlassungen sowie alemannische Grabfunde frei. 1874 fand man in der Region des Hasenstricks ein Beil aus Blei und Kupfer, welches in die Bronzezeit, also ca. 2200 bis 800 v. Christus, datiert wird. Dabei handelt es sich um den ältesten Fund auf Dürntner Boden.

Weiterlesen

Bauernhäuser in Zürich – Zeitzeugen der landwirtschaftlichen Geschichte von Stadt und Kanton

24.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Bauernhäuser in Zürich – Zeitzeugen der landwirtschaftlichen Geschichte von Stadt und Kanton
4.4 (88%)
15 Bewertung(en)
Als ich vor ein paar Jahren aus der Stadt Zürich in die Agglomeration zog, fiel mir sofort das alte Bauernhaus in unserer Strasse auf. Es war offensichtlich schon mehrere Jahre unbewohnt und vor dem Haus standen ein schöner alter Steinbrunnen und ein stolzer Kastanienbaum.

Ich dachte mir oft: Sobald ich im Lotto gewinne, kaufe ich das und lasse es mir umbauen und renovieren. Natürlich hat das nicht geklappt, ich konnte Baum, Brunnen und Haus nicht retten: Als ich eines Tages aus den Ferien zurückkam, waren alle drei verschwunden. Die so entstandene leere Fläche wird die Gemeinde wohl nicht als Spielplatz oder Park für uns Anwohner nutzen. Ich befürchte, bald wird dort ein moderner Wohnblock stehen.

Weiterlesen

Das Rilkedorf Raron und seine 500-jährige Burgkirche

23.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Rilkedorf Raron und seine 500-jährige Burgkirche
4.2 (83.64%)
11 Bewertung(en)
Unterhalb der Lötschberg-Südrampe erhebt sich ein schroffer Felskopf. Auf diesem thront, über dem gleichnamigen Dorf, die Burg Raron mit ihrer Burgkirche. Die Kirche ist das Wahrzeichen des Ortes und ein bedeutendes Schweizer Baudenkmal. In diesem Jahr feiert sie ihr 500-jähriges Bestehen.

Diese kulturhistorische Stätte wurde einst dem Heiligen Romanus geweiht. Erschaffen hat sie Ulrich Ruffiner, welcher für den Bau Überreste der damaligen Burg nutzte und darauf die majestätische Kirche baute.

Weiterlesen

Die Stiftung Denkmalpflege agiert als kantonsübergreifendes Netzwerk

22.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Stiftung Denkmalpflege agiert als kantonsübergreifendes Netzwerk
4.3 (85%)
12 Bewertung(en)
Denkmalpfleger und Denkmalschützer agieren oft im kleinen Rahmen und sind auf Unterstützung von aussen angewiesen. Nicht immer funktioniert die Hilfe so wie gewünscht, doch die „Stiftung zur Förderung der Denkmalpflege“ mit Sitz in Zürich hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Denkmalpflege in der gesamten Schweiz tatkräftig zu unterstützen.

Eine Stiftung versucht, zu vermitteln

Die Stiftung unter aktueller Leitung von Dr. Ida Hardegger agiert gemeinnützig im Sinne von Art. 80 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches und wird unterstützt vom Bundesamt für Kultur (BAK). Der Stiftungszweck ist auf der offiziellen Homepage der Stiftung nachzulesen und wird wie folgt zusammengefasst: Beratung und Forschung auf dem Gebiet der Denkmalpflege unter Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technologisch-konservatorischer Erkenntnisse sowie Vernetzung der Denkmalbehörden, Fachstellen und Institutionen auf kantonaler, nationaler und internationaler Ebene. Die Werterhaltung des schweizerischen Denkmalbestandes ist das höchste Ziel der Stiftung.

Weiterlesen

Baudenkmäler in der Nachbarschaft: Schloss Vaduz in Liechtenstein

19.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Baudenkmäler in der Nachbarschaft: Schloss Vaduz in Liechtenstein
4.4 (88%)
20 Bewertung(en)
Das kleine Fürstentum an der östlichen Schweizer Staatsgrenze ist der sechstkleinste Staat weltweit, der viertkleinste Zwergstaat in Europa und der kleinste deutschsprachige Staat überhaupt.

Im Vergleich zu seinem grossen Nachbarn Schweiz gibt es im Fürstentum Liechtenstein nur eine Handvoll historische Baudenkmäler, sodass die fürstliche Denkmalpflege recht wenig zu tun hat, dafür aber effektiv tätig werden kann. Zu den beeindruckenden Bauwerken gehören das Schloss Vaduz, in dem die Fürstenfamilie ihren Sitz hat, die mittelalterliche Burg Gutenberg und die Kathedrale St. Florin.

Weiterlesen

Der alte Saumweg im Talboden der Reuss

18.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der alte Saumweg im Talboden der Reuss
4.1 (82%)
10 Bewertung(en)
Der Teil des alten Saumweges durch Uri, der von Amsteg über Attinghausen nach Flüelen führt, ist heute ein beliebter Wanderweg. Obwohl die Strecke in gut vier Stunden erwandert werden kann, sollte mehr Zeit eingeplant werden: Es gibt viele interessante Zeitzeugen entlang des Weges zu entdecken. Leider wurde ein Bauwerk, welches jahrhundertelang eine bedeutende Rolle auf dem Handelsweg spielte, Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen: die alte Sust in Flüelen.

Der Saumweg vermittelt ein eindrückliches Bild des Passverkehrs, welcher im 13. Jahrhundert seinen Anfang hatte. Örtliche Genossenschaften, wie Transport- und natürlich die Schifffahrtsgesellschaften, waren für dessen Unterhalt verantwortlich, wobei jede Genossenschaft war für ihr Gebiet das Monopol besass. Sie kassierten den Fuhrlohn und hatten noch eine weitere Einnahmequelle, nämlich die Führleite: die Gebühr, welche Kaufleute, die ihre Waren mit eigenen Saumtieren transportierten, an die Säumergenossenschaften abzuführen hatten.

Weiterlesen

Entleerte Dorfkerne im Oberwallis – eine Region sorgt sich um die Zukunft ihrer Dörfer

17.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Entleerte Dorfkerne im Oberwallis – eine Region sorgt sich um die Zukunft ihrer Dörfer
4.3 (85.26%)
19 Bewertung(en)
Im Oberwallis wird mit Sorge beobachtet, dass sich die Dorfkerne entleeren und die traditionelle Bauweise der Region dadurch immer mehr verschwinden könnte. Kein Neubaugebiet kann jemals die Zentren der kleinen Städte und Dörfer mit ihrem Charakter und dem Heimatgefühl ersetzen. Dicht aneinander stehen die alten Häuser.

Früher führte dies zu wichtigen sozialen Kontakten, heute wird es als Sozialkontrolle empfunden. Auch viele Walliser bevorzugen Einfamilienhäuser mit eigenem Grundstück, welches ihnen mehr Privatsphäre sichert.

Weiterlesen