Die Berner Altstadt

30.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Die Berner Altstadt
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Seit 1983, also seit drei Jahrzehnten, steht die Altstadt von Bern bereits auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass die Denkmalpflege sich ihr mit besonderer Sorgfalt widmet. Schliesslich dokumentiert die Altstadt die über Jahrhunderte gewachsene, bauliche Entwicklung auf der Basis des mittelalterlichen Grundrisses, der bis in die Gegenwart Bestand hat.

Die Denkmalpflege sieht sich selbst als Begleiter der Menschen, die in der Berner Altstadt leben und arbeiten, und will mit ihren Anstrengungen verhindern, dass das Quartier museumsartige Züge annimmt oder zur blossen Kulisse verkommt.

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Tre Castelli in Bellinzona

23.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Tre Castelli in Bellinzona
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Sie sind die einzigen verbliebenen Zeugnisse mittelalterlicher militärischer Architektur im gesamten Alpenraum – die drei Burgen oder Tre Castelli von Bellinzona im Kanton Tessin, Castelgrande, Castello di Montebello und Castello di Sasso Corbaro. Die Anlage ist nicht nur ein Kulturgut von nationaler Bedeutung und damit ein besonderes Beispiel schweizerischer Denkmalpflege. Zusammen mit der Stadtmauer und der Wehrmauer Murata wurde das gesamte Ensemble im Jahr 2000 auch in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Das heutige Aussehen erhielten die Burgen und Mauern im 15. Jahrhundert. Mit ihrer Errichtung sollte einerseits das Tal des Ticino abgesperrt, andererseits der Zugang zu den nahen Alpenpässen Gotthard, San Bernadino, Nufenen und Lukmanier kontrolliert werden. Alle entsprechenden Routen bündeln sich in Bellinzona. Der weit in die Flussebene reichende Felsrücken liess nur zwei Durchgänge offen. Mit dem Castelgrande über der Altstadt und Montebello sowie Sasso Corbaro an der östlichen Talseite liessen sich beide Wege abriegeln.

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Gefährdete Kulturgüter aus dem Spätmittelalter in Schwyz

16.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Gefährdete Kulturgüter aus dem Spätmittelalter in Schwyz
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Ihre Entdeckung Ende Oktober 2013 kommt einer Sensation gleich. Bei der routinemässigen Untersuchung von mehreren Abbruchobjekten im Quartier Dorfbach in Schwyz entdeckten die Mitarbeiter der kantonalen Denkmalpflege in zwei Gebäuden Häuserkerne, die aus den Jahren 1308 und 1310 stammen, also aus der Zeit der Morgarten-Schlacht.

Die Denkmalpfleger trauten anfangs ihren Augen nicht, als hinter einer Täfelung in der ehemaligen Mühle plötzlich ein Fenster aus dem späten Mittelalter auftauchte. Daraufhin wurden die vom Abriss bedrohten Gebäude genauer unter die Lupe genommen. Die zweite grosse Überraschung fanden die Denkmalpfleger schliesslich in einem Nachbarhaus: eine original erhaltene Wohnstube von 1310, verschiedene Wandmalereien aus der Zeit um 1520, eine historische Münze sowie einen alten Lederbeutel.

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Strandbad Biel in Nidau – ein Glanzstück der „Bieler Moderne“

02.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Strandbad Biel in Nidau – ein Glanzstück der „Bieler Moderne“
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Biel, französisch Bienne, ist nicht nur die grösste zweisprachige Stadt in der Schweiz. Mit dem Strandbad aus den 1930er Jahren verfügt der Ort auch über ein besonderes Juwel moderner Architektur, dass nach langer Vernachlässigung und unschönen Ergänzungen seit einiger Zeit wieder nahezu im Originalzustand zu sehen und zu nutzen ist.

Das Strandbad Biel am Bielersee nordwestlich von Bern entstand zwischen den Jahren 1929 und 1932 im Rahmen einer umfassenden Neugestaltung des Seeufers, die von der Stadtverwaltung initiiert wurde. Die Pläne dazu stammten von dem Architekten Ernst Berger, die Leitung des Projekts hatte der damalige Stadtbaumeister Otto Schaub. Ausser dem Bad wurden auf dem Gelände der Gemeinde Nidau noch eine neue Uferpromenade, eine Schiffländte und ein Hafen für Kleinboote angelegt. Die Realisierung erfolgte durch Arbeitslose, die einem der zu der Zeit nicht ungewöhnlichen Arbeitsbeschaffungsprogramme zugeordnet waren.

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Geplantes Projekt „Claraturm“: Jetzt entscheidet die Basler Bevölkerung

20.11.2013 |  Von  |  Denkmalschutz  | 
Geplantes Projekt „Claraturm“: Jetzt entscheidet die Basler Bevölkerung
3.3 (65%)
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Die Kleinbasler Altstadt enthält relativ gut erhaltene Bauensembles, von denen einige Bestandteile zurückreichen bis ins 13. Jahrhundert, vor allem im Einzugsgebiet der Greifengasse. In diesem Viertel liegt auch das Warteck-Ensemble, benannt nach dem traditionsreichen Restaurant „Zum Alten Warteck“. Der Block entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts und liegt an der Ecke Riehenring/Clarastrasse, in direkter Nachbarschaft zum Messegelände.

Zwar wird das Ensemble im Schweizer Bundesinventar schützenswerter Ortsbilder geführt, doch dieses hat nur einen Empfehlungscharakter und ist auf der für die Denkmalpflege zuständigen Kantonsebene nicht verbindlich. Seit einem knappen Jahrzehnt kämpfen nun verschiedene Parteien und Organisationen um die zukünftige Ausgestaltung des Areals. Hier ein kurzer Rückblick auf den bisherigen Verlauf:

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Unter Denkmalschutz – die Marienkirche in Davos

06.11.2013 |  Von  |  Denkmalschutz  |  1 Kommentar
Unter Denkmalschutz – die Marienkirche in Davos
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Die Denkmalpflege hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bausubstanz schützenswerter Immobilien in ihrem ursprünglichen Zustand zu erhalten. Bezogen auf die verschiedenen Baudenkmäler gelingt dies mit differenzierenden Massnahmen, wie das Beispiel der Marienkirche in Davos Platz eindrücklich belegt.

Die Geschichte

Die heutige „Marienkirche“ wurde von dem renommierten Schweizer Architekten August Hardegger (geboren am 1. Oktober 1885 in St. Gallen, gestorben am 12. Januar 1927 in Luzern) von 1892 bis 1894 erbaut, im Jahre 1962 erstmals renoviert sowie 1978 komplett erneuert.

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