Das Bundeshaus in Bern – ein aktives Denkmal

27.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Das Bundeshaus in Bern – ein aktives Denkmal
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Das Bundeshaus in Bern ist nicht nur Sitz des Schweizer Parlaments und der Regierung, sondern steht als eines der wichtigsten historischen Gebäude im Land auch unter dem besonderen Schutz der Denkmalpflege. Zudem ist es im Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung aufgelistet. Der gesamte Komplex besteht aus drei Bauten im südwestlichen Teil der Altstadt von Bern, die miteinander verbunden sind. Die Gesamtlänge beträgt rund 300 Meter.

Das sogenannte Bundeshaus West wurde in den Jahren von 1852 bis 1857 erbaut und ist damit der älteste Teil des Ensembles. Den damals von der Stadt ausgeschriebenen Architekturwettbewerb hatte zunächst Ferdinand Stadler gewonnen. Nach verschiedenen Einwänden zog er sich allerdings von der Aufgabe zurück. Am Ende erhielt Jakob Friedrich Studer den Auftrag.

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Viermal abgebrannt, viermal wieder aufgebaut – St. Nikolaus in Bremgarten

26.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Viermal abgebrannt, viermal wieder aufgebaut – St. Nikolaus in Bremgarten
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Die Stadtkirche St. Nikolaus gehört zu den Wahrzeichen von Bremgarten im Kanton Aargau. In ihrer langen Geschichte, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht, war sie viermal einem verheerenden Feuer ausgesetzt, davon dreimal in der Zeit des späten Mittelalters. Das letzte Feuer am 28. März 1984 wurde durch unsachgemässe Renovierungsarbeiten ausgelöst.

Glücklicherweise waren die Pläne des Baus vor Beginn der Renovation vollständig aufgezeichnet worden, so dass sie mit Spenden und Geldern für die Denkmalpflege aus dem Lotteriefonds wieder aufgebaut werden konnte.

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Prähistorische Pfahlbauten in der Schweiz

24.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Prähistorische Pfahlbauten in der Schweiz
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Im Alpenraum fanden Archäologen bis heute fast 1000 Orte mit prähistorischen Pfahlbauten aus dem Zeitraum von 5000 bis 500 vor Christus – unter Wasser, an Ufern von Seen und Flüssen sowie in Feuchtgebieten. 111 dieser Siedlungen wurden 2011 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Die 56 Stätten in der Schweiz verteilen sich auf 15 Kantone, die übrigen befinden sich in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und Slowenien.

Für die Erforschung der Lebensbedingungen früher Bauern in Europa sind diese Zeugnisse von unschätzbarem Wert, lassen sich an ihnen doch die Landwirtschaft, Viehzucht, technische Neuerungen und das Alltagsleben aus jener Zeit studieren. Die besonderen Erhaltungsbedingungen der Pfahlbauten haben viele organische Materialien wie Holz, Knochen, pflanzliche Überreste und Textilien in gutem Zustand überstehen lassen.

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Haus Bethlehem in Schwyz – das älteste Holzhaus in Europa

17.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Haus Bethlehem in Schwyz – das älteste Holzhaus in Europa
4.6 (92.31%)
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Bei archäologischen Untersuchungen mehrerer Häuser im Jahr 1987 rückte das Haus Bethlehem in Schwyz in den Blickpunkt der Denkmalpflege. Wie sich herausstellte, wurde das Gebäude bereits im Jahr 1287 oder ganz kurz danach errichtet – eine Entdeckung, die in der Schweiz und auch im Ausland Staunen erregte, denn bis dahin glaubte niemand, dass sich Holzhäuser aus mittelalterlicher Zeit bis heute erhalten haben.

Haus Bethlehem wurde also vier Jahre vor der Zeit errichtet, als die drei Urkantone sich zu einer Allianz zusammenschlossen und den Grundstein für die heutige Eidgenossenschaft legten.

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Stiftsbezirk St. Gallen – Kleinod der Schweizer Denkmalpflege

15.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Stiftsbezirk St. Gallen – Kleinod der Schweizer Denkmalpflege
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Der Name St. Gallen geht zurück auf den irischen Mönch und Heiligen Gallus, der sich im Jahr 612 an der Steinach niederliess und dort eine Einsiedlerei gründete. Die eigentliche Gründung des Benediktinerklosters erfolgte um 719 durch den später ebenfalls heilig gesprochenen Otmar. Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte wuchs St. Gallen seit 1468 zu einem mächtigen Klosterstaat heran. Die bauliche Ausprägung der Anlage ist ein einzigartiges Beispiel für die 1’200 Geschichte seit seinem Bestehen und ein Kleinod der Schweizer Denkmalpflege.

Bis 1798 war St. Gallen eine Fürstabtei. Der jeweilige Abt bekleidete gleichzeitig das Amt eines Reichsfürsten und hatte in dieser Funktion einen Sitz und eine Stimme im Reichstag des Heiligen Römischen Reiches. Infolge der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen wurde es 1805 endgültig aufgehoben.

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Sanieren und renovieren im denkmalpflegerischen Sinn

14.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Sanieren und renovieren im denkmalpflegerischen Sinn
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Wer ein Haus bewohnt oder erwirbt, das unter Denkmalschutz steht, sieht sich bei einer Sanierung besonderen Anforderungen gegenüber. Die Fassade ist das Gesicht des Hauses, hier muss sehr sorgfältig vorgegangen werden. Die Bedachung nennt man oft „die fünfte Fassade“, deshalb soll eine neue Eindeckung ebenfalls im Sinne der Denkmalpflege vorgenommen werden. Nicht nur die Optik ist entscheidend, auch die Wahl der Farben und Materialien spielt eine Rolle. Für Häuser im Privateigentum ist dies ebenso wichtig wie für Gebäude in kantonaler Verantwortung.

Farbe als gestalterisches Element in der Architektur

Der Farbanstrich eines Hauses prägt sein Erscheinungsbild. Dabei ist es noch gar nicht so lange üblich, dass Wohnhäuser einen farbigen Anstrich bekommen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein waren viele Häuser schlicht weiss gekalkt, denn die Herstellung von Farben war sehr teuer.

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Neue Töne in alten Mauern – Kloster Rheinau wird zur Insel der Musik

11.01.2014 |  Von  |  Denkmalpflege, Kunst  | 
Neue Töne in alten Mauern – Kloster Rheinau wird zur Insel der Musik
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Dreizehn Jahre lang standen die Klosterbauten auf der Insel Rheinau leer. Jetzt läuft die Planung und Umsetzung der neuen Nutzung auf Hochtouren: Im ehemaligen Kloster Rheinau wird ein Musikzentrum mit angeschlossenem Hotelbetrieb zum Leben erweckt. 

Die Musikinsel soll am 24. Mai 2014 eröffnet werden. Man darf gespannt sein, wie sich die Verbindung von Denkmalpflege, Umbau und Neunutzung zu einem harmonischen Gesamtakkord entwickelt.

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Weltkulturerbe im Doppelpack – La Chaux-de-Fonds und Le Locle

09.01.2014 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Weltkulturerbe im Doppelpack – La Chaux-de-Fonds und Le Locle
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Die „Zwillingsstädte“ La Chaux-de-Fonds und Le Locle im Kanton Neuenburg haben einige Gemeinsamkeiten: Beide gelten als Kulturgüter der Schweiz und stehen im Inventar der Denkmalpflege, beide wurden im Juni 2009 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen und beide gehören (neben Biel/Bienne) zu den bekanntesten Uhrenstädten der Schweiz.

La Chaux-de-Fonds ist die grösste Stadt im Hochjura und die viertgrösste in der gesamten Romandie. Mit ihrer Lage in rund 1`000 Metern über dem Meerespiegel gehört sie darüber hinaus zu den höchstgelegenen Gemeinden in Europa. Es gibt zwar einige Zeugnisse aus dem Paläolithikum, ansonsten fehlen aber Hinweise auf eine frühe Besiedlung der Region. Diese setzte gesichert erst im Mittelalter ein. Das weitläufige Umland ist bis heute nur dünn besiedelt, so dass La Chaux-de-Fonds auch immer wieder als „Stadt auf dem Land“ bezeichnet wurde.

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Die Berner Altstadt

30.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Die Berner Altstadt
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Seit 1983, also seit drei Jahrzehnten, steht die Altstadt von Bern bereits auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass die Denkmalpflege sich ihr mit besonderer Sorgfalt widmet. Schliesslich dokumentiert die Altstadt die über Jahrhunderte gewachsene, bauliche Entwicklung auf der Basis des mittelalterlichen Grundrisses, der bis in die Gegenwart Bestand hat.

Die Denkmalpflege sieht sich selbst als Begleiter der Menschen, die in der Berner Altstadt leben und arbeiten, und will mit ihren Anstrengungen verhindern, dass das Quartier museumsartige Züge annimmt oder zur blossen Kulisse verkommt.

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Tre Castelli in Bellinzona

23.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Tre Castelli in Bellinzona
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Sie sind die einzigen verbliebenen Zeugnisse mittelalterlicher militärischer Architektur im gesamten Alpenraum – die drei Burgen oder Tre Castelli von Bellinzona im Kanton Tessin, Castelgrande, Castello di Montebello und Castello di Sasso Corbaro. Die Anlage ist nicht nur ein Kulturgut von nationaler Bedeutung und damit ein besonderes Beispiel schweizerischer Denkmalpflege. Zusammen mit der Stadtmauer und der Wehrmauer Murata wurde das gesamte Ensemble im Jahr 2000 auch in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Das heutige Aussehen erhielten die Burgen und Mauern im 15. Jahrhundert. Mit ihrer Errichtung sollte einerseits das Tal des Ticino abgesperrt, andererseits der Zugang zu den nahen Alpenpässen Gotthard, San Bernadino, Nufenen und Lukmanier kontrolliert werden. Alle entsprechenden Routen bündeln sich in Bellinzona. Der weit in die Flussebene reichende Felsrücken liess nur zwei Durchgänge offen. Mit dem Castelgrande über der Altstadt und Montebello sowie Sasso Corbaro an der östlichen Talseite liessen sich beide Wege abriegeln.

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