Author Archive

Stiftsbezirk St. Gallen – Kleinod der Schweizer Denkmalpflege

15.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Stiftsbezirk St. Gallen – Kleinod der Schweizer Denkmalpflege
5 (100%)
4 Bewertung(en)
Der Name St. Gallen geht zurück auf den irischen Mönch und Heiligen Gallus, der sich im Jahr 612 an der Steinach niederliess und dort eine Einsiedlerei gründete. Die eigentliche Gründung des Benediktinerklosters erfolgte um 719 durch den später ebenfalls heilig gesprochenen Otmar. Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte wuchs St. Gallen seit 1468 zu einem mächtigen Klosterstaat heran. Die bauliche Ausprägung der Anlage ist ein einzigartiges Beispiel für die 1’200 Geschichte seit seinem Bestehen und ein Kleinod der Schweizer Denkmalpflege.

Bis 1798 war St. Gallen eine Fürstabtei. Der jeweilige Abt bekleidete gleichzeitig das Amt eines Reichsfürsten und hatte in dieser Funktion einen Sitz und eine Stimme im Reichstag des Heiligen Römischen Reiches. Infolge der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen wurde es 1805 endgültig aufgehoben.

Weiterlesen

Weltkulturerbe im Doppelpack – La Chaux-de-Fonds und Le Locle

09.01.2014 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Weltkulturerbe im Doppelpack – La Chaux-de-Fonds und Le Locle
5 (100%)
2 Bewertung(en)
Die „Zwillingsstädte“ La Chaux-de-Fonds und Le Locle im Kanton Neuenburg haben einige Gemeinsamkeiten: Beide gelten als Kulturgüter der Schweiz und stehen im Inventar der Denkmalpflege, beide wurden im Juni 2009 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen und beide gehören (neben Biel/Bienne) zu den bekanntesten Uhrenstädten der Schweiz.

La Chaux-de-Fonds ist die grösste Stadt im Hochjura und die viertgrösste in der gesamten Romandie. Mit ihrer Lage in rund 1`000 Metern über dem Meerespiegel gehört sie darüber hinaus zu den höchstgelegenen Gemeinden in Europa. Es gibt zwar einige Zeugnisse aus dem Paläolithikum, ansonsten fehlen aber Hinweise auf eine frühe Besiedlung der Region. Diese setzte gesichert erst im Mittelalter ein. Das weitläufige Umland ist bis heute nur dünn besiedelt, so dass La Chaux-de-Fonds auch immer wieder als „Stadt auf dem Land“ bezeichnet wurde.

Weiterlesen

Die Berner Altstadt

30.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Die Berner Altstadt
5 (100%)
5 Bewertung(en)
Seit 1983, also seit drei Jahrzehnten, steht die Altstadt von Bern bereits auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass die Denkmalpflege sich ihr mit besonderer Sorgfalt widmet. Schliesslich dokumentiert die Altstadt die über Jahrhunderte gewachsene, bauliche Entwicklung auf der Basis des mittelalterlichen Grundrisses, der bis in die Gegenwart Bestand hat.

Die Denkmalpflege sieht sich selbst als Begleiter der Menschen, die in der Berner Altstadt leben und arbeiten, und will mit ihren Anstrengungen verhindern, dass das Quartier museumsartige Züge annimmt oder zur blossen Kulisse verkommt.

Weiterlesen

Tre Castelli in Bellinzona

23.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Tre Castelli in Bellinzona
5 (100%)
2 Bewertung(en)
Sie sind die einzigen verbliebenen Zeugnisse mittelalterlicher militärischer Architektur im gesamten Alpenraum – die drei Burgen oder Tre Castelli von Bellinzona im Kanton Tessin, Castelgrande, Castello di Montebello und Castello di Sasso Corbaro. Die Anlage ist nicht nur ein Kulturgut von nationaler Bedeutung und damit ein besonderes Beispiel schweizerischer Denkmalpflege. Zusammen mit der Stadtmauer und der Wehrmauer Murata wurde das gesamte Ensemble im Jahr 2000 auch in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Das heutige Aussehen erhielten die Burgen und Mauern im 15. Jahrhundert. Mit ihrer Errichtung sollte einerseits das Tal des Ticino abgesperrt, andererseits der Zugang zu den nahen Alpenpässen Gotthard, San Bernadino, Nufenen und Lukmanier kontrolliert werden. Alle entsprechenden Routen bündeln sich in Bellinzona. Der weit in die Flussebene reichende Felsrücken liess nur zwei Durchgänge offen. Mit dem Castelgrande über der Altstadt und Montebello sowie Sasso Corbaro an der östlichen Talseite liessen sich beide Wege abriegeln.

Weiterlesen

Gefährdete Kulturgüter aus dem Spätmittelalter in Schwyz

16.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Gefährdete Kulturgüter aus dem Spätmittelalter in Schwyz
4.4 (88%)
5 Bewertung(en)
Ihre Entdeckung Ende Oktober 2013 kommt einer Sensation gleich. Bei der routinemässigen Untersuchung von mehreren Abbruchobjekten im Quartier Dorfbach in Schwyz entdeckten die Mitarbeiter der kantonalen Denkmalpflege in zwei Gebäuden Häuserkerne, die aus den Jahren 1308 und 1310 stammen, also aus der Zeit der Morgarten-Schlacht.

Die Denkmalpfleger trauten anfangs ihren Augen nicht, als hinter einer Täfelung in der ehemaligen Mühle plötzlich ein Fenster aus dem späten Mittelalter auftauchte. Daraufhin wurden die vom Abriss bedrohten Gebäude genauer unter die Lupe genommen. Die zweite grosse Überraschung fanden die Denkmalpfleger schliesslich in einem Nachbarhaus: eine original erhaltene Wohnstube von 1310, verschiedene Wandmalereien aus der Zeit um 1520, eine historische Münze sowie einen alten Lederbeutel.

Weiterlesen

Hotel Atlantis Zürich – Ein Zeugnis der Nachkriegsmoderne bekommt seine alte Pracht zurück

09.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege  | 
Hotel Atlantis Zürich – Ein Zeugnis der Nachkriegsmoderne bekommt seine alte Pracht zurück
4.67 (93.33%)
3 Bewertung(en)
Das ehemalige Luxushotel Atlantis am westlichen Stadtrand von Zürich soll nach den Plänen der jetzigen Investoren an den Glanz alter Zeiten anknüpfen und wieder zu einem gefragten internationalen Treffpunkt werden – unter aktiver Mitarbeit der Kantonalen Denkmalpflege. Denn diese hat mehr als ein Wörtchen mitzureden bei der Sanierung und Umgestaltung des Gebäudes.

In der Baubewilligung wurde ausdrücklich betont, dass es sich beim Hotel Atlantis um einen wichtiges Bauzeugnis der Nachkriegsmoderne in Zürich handele. Ihm werden in dem Papier eine hohe städtebauliche und architektonische, aber auch wirtschafts- und sozialhistorische Bedeutung attestiert.

Weiterlesen

Gelungene Symbiose von Denkmalpflege und Ökonomie – das Katharinen-Kloster in St. Gallen

05.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege  | 
Gelungene Symbiose von Denkmalpflege und Ökonomie – das Katharinen-Kloster in St. Gallen
3.67 (73.33%)
3 Bewertung(en)
Das ehemalige Kloster St. Katharina in St. Gallen ist ein gutes Beispiel dafür, dass ökonomische Interessen und Denkmalpflege gelungene Kooperationen eingehen können, die beiden Seiten gerecht werden. Nach dem Kauf durch eine Privatbank, die bereits ein Nachbargebäude besass, wurde der Bau umfassend und schonend restauriert und dient seit dem Frühjahr 2013 unter dem Namen „Forum St. Katharinen“ als Seminar- und Schulungszentrum des Instituts. Ein Saal mit restaurierter Orgel kann darüber hinaus für Kulturveranstaltungen genutzt werden und wird der Öffentlichkeit zeitweise frei zugänglich sein.

Die Geschichte des Ordens geht zurück bis ins 13. und 14. Jahrhundert. Die Namensgeberin des Klosters war die Märtyrerin Katharina von Alexandrien. Bis 1266 galt St. Katharina als ein Kloster der Augustinerinnen, bis die ansässigen Nonnen im Jahr 1368 die Ordensregel der Dominikaner annahmen. Der grosse St. Gallener Stadtbrand am 20. April 1418 zog auch das Kloster in Mitleidenschaft, es fehlt allerdings eine Überlieferung der tatsächlich entstandenen Schäden.

Weiterlesen

Strandbad Biel in Nidau – ein Glanzstück der „Bieler Moderne“

02.12.2013 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Strandbad Biel in Nidau – ein Glanzstück der „Bieler Moderne“
5 (100%)
2 Bewertung(en)
Biel, französisch Bienne, ist nicht nur die grösste zweisprachige Stadt in der Schweiz. Mit dem Strandbad aus den 1930er Jahren verfügt der Ort auch über ein besonderes Juwel moderner Architektur, dass nach langer Vernachlässigung und unschönen Ergänzungen seit einiger Zeit wieder nahezu im Originalzustand zu sehen und zu nutzen ist.

Das Strandbad Biel am Bielersee nordwestlich von Bern entstand zwischen den Jahren 1929 und 1932 im Rahmen einer umfassenden Neugestaltung des Seeufers, die von der Stadtverwaltung initiiert wurde. Die Pläne dazu stammten von dem Architekten Ernst Berger, die Leitung des Projekts hatte der damalige Stadtbaumeister Otto Schaub. Ausser dem Bad wurden auf dem Gelände der Gemeinde Nidau noch eine neue Uferpromenade, eine Schiffländte und ein Hafen für Kleinboote angelegt. Die Realisierung erfolgte durch Arbeitslose, die einem der zu der Zeit nicht ungewöhnlichen Arbeitsbeschaffungsprogramme zugeordnet waren.

Weiterlesen

Basler Renaissance-Schatz – der Intarsiensaal im Haus zum Löwenzorn

29.11.2013 |  Von  |  Ausstellung, Denkmalpflege  | 
Basler Renaissance-Schatz – der Intarsiensaal im Haus zum Löwenzorn
5 (100%)
3 Bewertung(en)
Das Haus zum Löwenzorn ist ein Kleinod und bedeutendes Gebäude in der Basler Altstadt mit einer weit zurückreichenden Geschichte. Die zentrale und kunsthistorische Besonderheit, die es in der Stadt und der gesamten Schweiz einzigartig macht, liegt im Obergeschoss des Hauses: ein Festsaal, ausgestattet im 16. Jahrhundert mit prachtvollen Renaissance-Intarsien.

Während anderswo solche Dekorationen in der Barockzeit auf Grund eines neuen Stilempfindens oft beseitigt wurden und damit für die Nachwelt verloren gingen, blieben sie im Löwenzorn erhalten. Auch ein Umbau im 18. Jahrhundert änderte daran nichts. Die umfangreichen Intarsienarbeiten sind ein Meisterstück der damaligen Handwerkskunst, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.

Weiterlesen

Ideenwettbewerb für eine Lichtinszenierung der Luzerner Wahrzeichen Kapellbrücke und Wasserturm

27.11.2013 |  Von  |  Denkmalpflege  | 
Ideenwettbewerb für eine Lichtinszenierung der Luzerner Wahrzeichen Kapellbrücke und Wasserturm
5 (100%)
2 Bewertung(en)
Das Ensemble aus Wasserturm und Kapellbrücke gehört zu den auch international bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen von Luzern sowie der gesamten Schweiz. Beide Gebäude stehen seit Beginn des 20. Jahrhunderts unter dem Schutz der Denkmalpflege. Ideen für etwaige Veränderungen stossen immer wieder leidenschaftliche Diskussionen für und wider in der Bevölkerung an.

So sind auch die beiden letzten Vorschläge umstritten. Auf der einen Seite geht es derzeit um die Aufhängung von Kopien verbrannter Bilder auf der Brücke, auf der anderen Seite um eine Lichtinszenierung der beiden Kulturdenkmäler.

Weiterlesen