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Das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf

22.04.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf
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Im Quartier der internationalen Organisationen und in direkter Nachbarschaft des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) liegt das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf. Es steht auf der Liste der Denkmalpflege und zeigt sich nach einer umfassenden Sanierung und konzeptionellen Umgestaltung seit Frühling 2013 in neuem Gewand.

Das Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Aktivitäten und die Geschichte der beiden Organisationen umfassend und anschaulich zu dokumentieren, wobei ein wesentlicher Schwerpunkt auf der Gegenwart liegt. Neben der Dauerausstellung werden deshalb auch immer wieder Sonderausstellungen mit aktuellen Bezügen durchgeführt.

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Das Kirchner Museum in Davos – schlichte Architektur für expressionistische Kunst

17.04.2014 |  Von  |  Ausstellung, Denkmalpflege, Kunst  | 
Das Kirchner Museum in Davos – schlichte Architektur für expressionistische Kunst
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Davos im Kanton Graubünden ist nicht nur ein über die Schweiz hinaus bekannter Kur- und Wintersportort. Berühmt wurde die kleine Stadt unter anderem auch durch den erstmals 1924 erschienenen Roman „Der Zauberberg“ von Thomas Mann, der später auch verfilmt wurde sowie den deutschen Maler des Expressionismus und Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Brücke“, Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938).

Kirchner lebte die letzten 21 Jahre von 1917 bis zu seinem Tod in der Nähe von Davos, zunächst in einer Hütte auf der Stafelalp, dann im Haus in den Lärchen (Davos Frauenkirch), schliesslich im Haus auf dem Wildboden. Inspiriert von der Stadt und der Landschaft, schuf er dort einen grossen Teil seiner Werke. 1938 beging er mit einem Schuss ins Herz Selbstmord. Lange Zeit sah die kunstgeschichtliche Forschung die Ursache für die Selbsttötung in der Diffamierung seiner Kunst in Deutschland.

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Das Ritterhaus in Bubikon

16.04.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Ritterhaus in Bubikon
4.3 (86.67%)
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Das Ritterhaus Bubikon im Kanton Zürich war eine Kommende des Johanniter- bzw. Malteserordens und gilt heute als besterhaltene Anlage dieser Art in Europa. Das genaue Gründungsdatum ist nicht bekannt, wahrscheinlich erfolgte die Stiftung aber im Zeitraum zwischen 1191 und 1198. Die Kapelle enthält ein Stifterbild, das mit der Jahreszahl 1192 datiert ist, deshalb gilt dieses Datum traditionell als Gründungsjahr.

Grund für die Stiftung waren wohl Erbschaftsstreitigkeiten zwischen Freiherren der Toggenburger und der Rapperswiler. Diethelm V. von Toggenburg schenkte dem Johanniterorden verschiedene Güter, um sie der Konkurrenz zu entziehen. Später folgten weitere Geschenke der Rapperswiler, so dass beide Familien als Stifter gelten können.

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Schwimmende Denkmäler – die Dampfschiffe des Vierwaldstättersees

04.04.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Schwimmende Denkmäler – die Dampfschiffe des Vierwaldstättersees
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Auf dem Vierwaldstättersee treffen Denkmalpflege und Nostalgie in Form von fünf alten Raddampfern aufeinander, die in ihrer Kombination ziemlich einmalig sind. Die Flotte umfasst den jüngsten (Stadt Luzern) und den ältesten (Uri), den schnellsten (Gallia) und den wohl schönsten (Schiller) Raddampfer auf den Schweizer Seen. Die Nummer Fünf im Bunde ist mit einer Maschine bestückt, die schon 1899 vor der Montage auf der Pariser Weltausstellung gezeigt wurde.

Betreiber der aufwändig und liebevoll restaurierten Dampfer ist die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV), die sie kommerziell einsetzt und damit der Öffentlichkeit zugänglich macht. An dieser Stelle möchten wir die Schiffe und ihre Historie kurz vorstellen – und vielleicht Lust auf mehr machen. Sie alle sind als Kulturgut von nationaler Bedeutung der Kategorie A eingestuft und stehen unter dem besonderen Schutz der Denkmalpflege.

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Das ehemalige Kratzquartier in der Züricher Innenstadt gibt Geheimnisse preis

13.03.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das ehemalige Kratzquartier in der Züricher Innenstadt gibt Geheimnisse preis
3.7 (73.33%)
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Das Kratzquartier in Zürich existiert nur noch auf alten Illustrationen und Fotos. Im Zuge der „Grossen Bauperiode“ wurde es in den Jahren von 1877 bis 1891 vollständig abgerissen und durch neue Bauten ersetzt. Bei diversen Werkleitungssanierungen, die von der Stadtarchäologie begleitet wurden, kam im letzten Jahr allerdings eine grosse Zahl an Funden aus der Vergangenheit ans Tageslicht, die eine teilweise Rekonstruierung des Quartiers erlauben.

Das Kratzviertel entstand am ehemaligen Stadtrand zwischen Zürichsee und Fraumünster-Abtei. Bis auf einen schmalen Zugang zur Limmat war es durch das Kloster, den See und die Stadtmauer abgeschlossen. Daher rührt wohl auch der Name. „Kratten“ ist ein anderes Wort für Korb und deutet auf die Sackgasse hin, die das Viertel bildete. Die erste urkundliche Erwähnung des Kratzquartiers stammt aus dem Jahr 1315. Bis zum Reformationsjahr 1524 war es im Besitz der Fraumünster-Abtei.

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Die neue Kirche in Wollishofen – Drei Ideen für eine Umnutzung

10.03.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die neue Kirche in Wollishofen – Drei Ideen für eine Umnutzung
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Der Entscheid über die Umnutzung der Kirche „Auf der Egg“ in Zürich-Wollishofen soll im Frühjahr 2014 fallen. Zur Diskussion stehen drei unterschiedliche Konzepte, über die die Kirchengemeindeversammlung abstimmen soll: ein Orgelkompetenzzentrum unter dem Namen „Kunstklangkirche“, „Wollishof“, ein Ort für Kunst und Gastronomie oder ein Familienhotel. Diese drei Ideen gingen als Favoriten aus einem zuvor ausgeschriebenen Wettbewerb hervor.

Die Bezeichnung der Kirche rührt von ihrer Lage auf dem von Nord nach Süd verlaufenden Moränenzug „Egg“ her. Sie ist von weither gut sichtbar und mit ihrem frei stehenden Glockenturm ein markanter Punkt im Quartier Wollishofen.

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Das Gutenberg Museum Freiburg im Üechtland

27.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Gutenberg Museum Freiburg im Üechtland
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Der volle Titel des Hauses lautet Gutenberg Museum – Schweizerisches Museum der grafischen Industrie und der Kommunikation. Es befindet sich seit dem Jahr 2000 in Freiburg im Üechtland im Gebäude des ehemaligen Kornhauses Derrière-Notre-Dame. Zuvor war Bern für 100 Jahre der Standort des Museums.

Es wurde übrigens im Jahr 1900 zeitgleich mit dem Gutenberg Museum im deutschen Mainz gegründet, und zwar anlässlich des 500. Geburtstages des Buchdruckerfinders. Als Kulturgut von nationaler Bedeutung mit der Inventarnummer 2064 steht das Gebäude unter der Ägide der Denkmalpflege des Kantons Freiburg, obwohl es nie eine direkte Verbindung mit der Papierindustrie bzw. der Druckkunst hatte, die beide Freiburg prägen. Als Kornhaus erfüllte es allerdings eine wichtige Funktion in der Historie des Ortes.

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Der Hauptbahnhof Zürich – Verkehrsknotenpunkt und Objekt der Denkmalpflege

24.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der Hauptbahnhof Zürich – Verkehrsknotenpunkt und Objekt der Denkmalpflege
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Der Zürcher Hauptbahnhof ist nicht nur der grösste, sondern auch einer der ältesten Bahnhöfe der Schweiz. Mit seinen fast 3’000 Ein- und Abfahrten pro Tag gilt er auch als einer der am meisten frequentierten Bahnhöfe weltweit. Die Inlands- und Fernzüge aus den Nachbarländern Frankreich, Österreich, Italien und Deutschland prägen den Endpunkt der allerersten Bahnlinie der Schweiz, der „Spanisch-Brötli-Bahn“.

Er liegt in direkter Nachbarschaft zum Schweizerischen Landesmuseum am Rande der Altstadt. Unter seinen Gleisen und Bahnsteigen fliesst die Sihl, deren Mündung in die Limmat sich ebenfalls in der Nähe befindet. Ursprünglich wurde der Hauptbahnhof Zürich als Kopfbahnhof errichtet. Allerdings gibt es heute unterirdische Durchfahrten für die S-Bahn. Ein weiterer Bahnhofsteil für den normalen Zugverkehr im Untergrund ist im Bau und soll im Jahr 2014 fertiggestellt sein.

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Der Hammetschwandlift auf dem Bürgenstück – Europas höchster Freiluft-Aufzug

21.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der Hammetschwandlift auf dem Bürgenstück – Europas höchster Freiluft-Aufzug
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Mit seinen 153 Metern Höhe ist er ein spektakuläres technisches Objekt der schweizerischen Denkmalpflege – der Hammetschwandlift, der den fünf Kilometer langen, künstlichen Felsenweg am Bürgenstock mit der Aussichtsplattform Hammetschwand verbindet, sucht seinesgleichen in der Schweiz und auf dem ganzen Kontinent. Der Aufzug steht in der Enklave Bürgenstock im Kanton Luzern, die Aussichtsplattform dagegen befindet sich bereits im benachbarten Kanton Nidwalden.

Bürgenstock am Vierwaldstätter See ist bereits seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowohl als Nobelkurort als auch als beliebtes Urlaubsziel für die gehobene Gesellschaft bekannt. Franz Josef Bucher-Durrer, seines Zeichens Pionier der Schweizer Eisenbahngeschichte und Hotelbetreiber, sorgte für die erste Attraktion, als er in den Jahren zwischen 1897 und 1902 den Felsenweg in die Bürgenstock-Nordflanke schlagen liess. Der Lift entstand von 1903 bis 1905 und führt vom Ende des Felsenwegs, dem Känzeli, hinauf zur Hammetschwand mit seiner unvergleichlichen Aussicht über den See und die Umgebung.

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Der Käfigturm in Bern – Teil der ursprünglichen Befestigungsanlage

20.02.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der Käfigturm in Bern – Teil der ursprünglichen Befestigungsanlage
4.7 (93.33%)
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Der Käfigturm in Bern wurde in den Jahren von 1641 bis 1644 gebaut und diente lange als Wehr-, später als Gefängnisturm, Teil des Staatsarchivs sowie als Info-Zentrum. Er ersetzte zu seiner Entstehungszeit einen abbruchreifen Vorgänger aus dem Jahr 1256. Heute werden im Käfigturm, der zum Inventar der kantonalen Denkmalpflege gehört, überwiegend Expositionen und Veranstaltungen mit politischen Inhalten durchgeführt.

Das Gebäude mit seinen markanten Uhren steht am Ende der Marktgasse in der Berner Altstadt, die als Ganzes auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgeführt wird. Nach Osten verläuft der Weg zum Anna-Seiler-Brunnen und weiter zum Zytglogge, dem anderen erhaltenen Stadttor. Westlich gelangt man über die Spitalgasse – heute eine Fussgängerzone – zum Bahnhof.

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