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Churwalden – ein beliebter Ferienort mit bedeutender Geschichte

29.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Churwalden – ein beliebter Ferienort mit bedeutender Geschichte
4.1 (82.86%)
14 Bewertung(en)
Churwalden liegt in der Lenzerheide, im Kanton Graubünden, auf einer Höhe von 1230 Metern und zudem an einer sehr alten Wegverbindung: jener, die über die Parpaner Höhe Richtung Süden zieht. Laut Historikern war der Ort bis ins 12. Jahrhundert als Aschera bekannt, was im Lateinischen Ahorn heisst.

Der Name Churwalden tauchte erstmals 1513 in einem Zinsbuch auf. Zwar weist die Archäologie durch entsprechende Funde nach, dass die Bündner Täler schon urgeschichtlich besiedelt waren, ihre Bedeutung erlangte die Region jedoch erst durch die Ausdehnung des Römerreiches.

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Ställe und Alphütten als kulturhistorische Zeitzeugen

25.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Ställe und Alphütten als kulturhistorische Zeitzeugen
3.9 (78.26%)
46 Bewertung(en)
Überall sind auf den Schweizer Alpen noch jahrhundertealte, seit Generationen bewirtschaftete, Alphütten zu finden. Wer sich aber unter einem Älpler einen typischen Alpöhi vorstellt, hat nur teilweise recht: Heute zieht es auch immer mehr junge Leute hinauf, eine Auszeit in der Stille der Bergwelt zu nehmen.

Auszeit vom Alltag, nicht jedoch von der Arbeitswelt. Denn der Job auf der Alp ist hart. Und doch schön, wie jene beweisen, die Jahr für Jahr im Frühsommer mit dem Vieh hinaufziehen und sich für ein paar Monate auf ein teils spartanisches Leben einstellen. Selbst dem Ausland melden sich Interessierte auf ausgeschriebene Schweizer Alpstellen. Akademiker, Studenten, Aussteiger. Manche geben schnell auf, andere finden ihre Passion.

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Auf historischer Route durchs Sernftal im Glarnerland

23.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Auf historischer Route durchs Sernftal im Glarnerland
4.2 (84%)
10 Bewertung(en)
Wer zu Fuss unterwegs ist und sich für Geschichte und Denkmalpflege interessiert, kann an vielen Orten der Schweiz interessante Zeitzeugen entdecken. Auch im Glarnerland gibt es ein paar äusserst lohnende Strecken für kulturhistorisch Interessierte: Auf dem „Fridlin-Weg“ kann der gesamte Kanton Glarus durchwandert werden.

Diese Strecke führt ohne Steigungen über 35 Kilometer grösstenteils entlang der Linth. Sie können also ganz gemütlich innert 2 Tagen durch das Glarnerland wandern und werden dabei auf alte Textilfabriken stossen, auf herrschaftliche Villen, interessante Kirchen und historische Dorfkerne. Aber auch auf dem Suworow-Weg, einer Tagestour, können mehrere Dörfer des Glarnerlandes besichtigt werden.

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Das Hotel Maderanertal erinnert noch immer an die glanzvolle, gute alte Zeit

22.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Das Hotel Maderanertal erinnert noch immer an die glanzvolle, gute alte Zeit
4.2 (83.81%)
42 Bewertung(en)
Wer in den Bergen übernachtet, tut dies normalerweise in einer SAC Hütte oder einem urchigen Gasthaus. Bergsteiger zog es aber schon hoch hinauf, als es noch keine solchen Unterkünfte gab. 1898 schwärmte der bekannte Alpinist Ludwig Purtscheller vom Maderanertal, seinen hochalpinen Szenarien, den malerischen Wasserfällen, von dem Mineralienreichtum, den Gletschern und kräuter- und blumenreichen Alpen.

Bereits Ende des 13. Jahrhunderts wurde das Maderanertal, damals noch als Kärstelental, in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Erst im 18. Jahrhundert erfolgte die Umbenennung aufgrund der umfangreichen Bergbauaktivitäten der Familie Madran.

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Die Ruine von Schloss Dorneck

21.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalschutz  | 
Die Ruine von Schloss Dorneck
4.4 (87.69%)
13 Bewertung(en)
Die Überreste des einst mächtigen Schlosses Dorneck sind heute ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Seine lange und bewegende Geschichte veranlasste die Denkmalpflege des Kantons Solothurn, sich seit 1970 um die Ruine zu kümmern. Sie ist frei zugänglich und die Mauerreste und hohen Türme sowie der tiefe Sodbrunnen, können nach Herzenslust erforscht werden.

Erstmals wurde die Burg um 1350 schriftlich erwähnt. Bodenfunde beweisen aber, dass es schon ab Mitte des 11. Jahrhunderts eine Festung gegeben haben muss. Da die Region zu jener Zeit den Freien von Pfeffingen gehörte, sind diese wahrscheinlich die Erbauer der Burg. Später gelangte sie über Verwandtschaftsbeziehungen in den Besitz der Grafen von Saugener und ab etwa 1200 gehörte sie den Grafen von Thierstein. Am 18. Oktober 1356 zerstörte ein schweres Erdbeben viele Gebäude in der Region Basel und auch etliche Burgen waren betroffen.

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Schützenswertes, Nachdenkliches und Überraschendes im mittelalterlichen Städtchen Laufen

17.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Schützenswertes, Nachdenkliches und Überraschendes im mittelalterlichen Städtchen Laufen
4.2 (84.76%)
21 Bewertung(en)
Ich freue mich immer, wenn ich ein Feedback zu meinen Artikeln bekomme. So schrieb mir auf Facebook ein Herr, dass ich doch einmal über die barocke Katharinenkirche in Laufen berichten soll.

Also habe ich mich über die Kirche informiert und mich umgesehen, was Laufen sonst noch an Kulturdenkmälern zu bieten hat. Und das ist eine ganze Menge!

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Kinder lieben Geschichten und Geschichte

16.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Kinder lieben Geschichten und Geschichte
4.3 (85.26%)
19 Bewertung(en)
Sinn und Ziel der Denkmalpflege wie auch des Denkmal- und Heimatschutzes ist es, historische Gebäude zu erhalten. Diese sind Zeitzeugen unserer Kultur und sollen auch künftigen Generationen von unserer Geschichte und dem Leben unserer Vorfahren erzählen.

Neben Burgen, Schlössern und Kirchen gehören dazu auch Bauernhäuser, Stadttore, Bahnhofsgebäude, Mühlen, Bürgerhäuser und viele andere mehr. Die Schweiz ist nicht nur eines der burgenreichsten Länder Europas, sondern besitzt auch viele gut erhaltene mittelalterliche Städte und vor allem Dörfer mit sehr alten Gebäuden, die geschützt und gepflegt werden müssen.

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Die Walliser Kantonshauptstadt Sion ist eine der ältesten Alpensiedlungen

13.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Walliser Kantonshauptstadt Sion ist eine der ältesten Alpensiedlungen
4.4 (87.14%)
14 Bewertung(en)
Wie Ausgrabungen beweisen, war die Region der Walliser Kantonshauptstadt, bereits im Jahre 3500 v. Chr. besiedelt. Damit gilt sie als eine der ältesten Alpensiedlungen.

Sie ist seit dem Jahr 565 Bischofssitz des Kantons Wallis, welcher erst vor rund 200 Jahren, nämlich 1815 der Eidgenossenschaft beitrat. Der Name Sion (Sitten) ist auf die Kelten zurückzuführen, welche in der Eisenzeit auf dem Felsenhügel über der Stadt lebten. Von den Seduni stammt die Ortsbezeichnung Sedunum. Auf jenem Felsen thront seit 1294 das für den Bischof Bonifaz de Challant erbaute Schloss Tourbillon. Stark beschädigt im Krieg mit den Savoyern, musste die Burg 1447 wieder aufgebaut werden.

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Die Einsiedelei St. Verena – Landschaftsgarten von nationaler Bedeutung und Ort für spirituelle Einkehr

10.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Einsiedelei St. Verena – Landschaftsgarten von nationaler Bedeutung und Ort für spirituelle Einkehr
4.2 (83.53%)
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119 Personen bewarben sich auf ein aussergewöhnliches Stelleninserat, welches im April 2014 Aufmerksamkeit erregte: Für die Einsiedelei St. Verena im Kanton Solothurn wurde eine neue Einsiedlerin oder ein Einsiedler gesucht, eine kirchennahe Person, die idealistisch gesinnt ist und zudem kontaktfreudig und offen.

Die Stelle wurde frei, weil die letzten Einsiedler den Rummel um ihre Person und das Leben als „Touristenattraktion“ nicht mehr wollten. Einsamkeit findet, wer in die Verenaschlucht kommt, tatsächlich nicht mehr. Das dürfte, als die Einsiedelei gegründet wurde, noch anders gewesen sein.

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Hasle im Emmental – ein geschütztes Gebäude sorgt für Schlagzeilen

08.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Hasle im Emmental – ein geschütztes Gebäude sorgt für Schlagzeilen
4.3 (85.45%)
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Die Gemeinde Hasle liegt zwischen Thun, Burgdorf und Langnau im Herzen des Emmentals. Ihr Wappen zeigt vier Haselblätter, welche für die vier Gemeindeteile stehen: Hasle, Biembach, Goldbach und Schafhausen. Die Region ist vor allem von Landwirtschaft geprägt. Auch kleinere Gewerbebetriebe haben ihren Sitz in der Gemeinde. Zudem ist Hasle gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. Und doch geht es hier im Moment noch recht beschaulich zu.

In einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 894 wurden bereits Teile von der Gemeinde Hasle erwähnt. Im 12. Jahrhundert herrschte Burgdorfs Erbauer Zähringer über das Gebiet, bevor es 1218 an die Kyburger überging. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Landwirtschaft im Gemeindegebiet effizienter, aber Hasle hatte es nicht immer leicht: Krankheiten sowie das Armen- und Fürsorgewesen mussten bewältigt werden. Im August 1837 zerstörte die Emmenflut die alte Brücke im Bereich Kalchofen. Auch in jüngster Zeit hatte die Gemeinde Schwierigkeiten zu bewältigen: 1987 wurde sie von einem schweren Unwetter getroffen, besonders in der Talschaft Biembach entstanden grosse Schäden.

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