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Nünegg, eine der grössten Burganlagen im Kanton Luzern, ist derzeit eine Baustelle

09.07.2015 |  Von  |  Denkmalpflege  | 
Nünegg, eine der grössten Burganlagen im Kanton Luzern, ist derzeit eine Baustelle
4.3 (86.32%)
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Burganlagen, Burgruinen oder Orte, an denen früher eine Burg stand, gibt es in allen Regionen der Schweiz. Nicht umsonst wird unser Land auch als „Burgenparadies“ bezeichnet.

Das Mittelalter und seine Burgen faszinieren viele Menschen. Für einige sind Burgruinen willkommene Ausflugs- und Wanderziele, andere beschäftigen sich mit der Geschichte. Privatpersonen, Vereine, Archäologie und Denkmalpflege setzen sich für die Erforschung und den Erhalt der geheimnisvollen Zeitzeugen ein.

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Urnerboden und Spiringen – Denkmalpflege im Schächental und am Klausenpass

30.06.2015 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Urnerboden und Spiringen – Denkmalpflege im Schächental und am Klausenpass
4.4 (87.78%)
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In einigen Kantonen ziehen die Denkmalpfleger die Wanderschuhe nicht nur in der Freizeit an. Ihre Arbeit führt sie mitunter an Orte, die nur zu Fuss oder mit der Seilbahn erreichbar sind. So beispielsweise auf die Alp Wannelen, einem zum Urnerboden gehörenden Oberstafel.

Das kleine Alpdörfli versetzt den Besucher in der Zeit zurück: Die neun Alpütten, sechs Ställe, sechs Käsereien, eine Seilhütte, sechs Käsespeicher und auch das Alpenbeizli stehen unter Denkmalschutz. Der fast 70-jährige Senn Franz Müller kommt sein Leben lang schon hier herauf, als Baby von den Eltern im Rucksack getragen. Die Seilbahn gab es damals noch nicht.

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Warum Ardez und die Burgruine Steinsberg unter europäischem Denkmalschutz stehen

22.06.2015 |  Von  |  Denkmalpflege  | 
Warum Ardez und die Burgruine Steinsberg unter europäischem Denkmalschutz stehen
4.6 (91.43%)
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Ardez gehört zu den Vorzeigedörfern des Unterengadins. Das Dorf mit der Burgruine Steinsberg, seinem Wahrzeichen, steht unter europäischem Denkmalschutz. Es sollte deshalb in unserem Blog nicht fehlen.

Während die meisten anderen Dörfer im Engadin im Mittelalter oder in der Neuzeit von Naturkatastrophen und Bränden verwüstet wurden, blieb Ardez seit 1622 verschont. Das fast 400-jährige Dorf ist ein unschätzbarer Zeitzeuge, was Denkmalpflege und Heimatschutz zu würdigen wussten.

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Die Charta von Burra – ihre Umsetzung in der Schweiz und Beispiele aus der Architektur

17.06.2015 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Die Charta von Burra – ihre Umsetzung in der Schweiz und Beispiele aus der Architektur
4.3 (86.67%)
30 Bewertung(en)

Die Charta von Burra wurde 1979 beschlossen und legt international gültige Richtlinien für die Denkmalpflege und den Umgang mit Denkmälern fest. Sie wurde inzwischen mehrfach modifiziert.

Jeder Architekt, der im Bereich Denkmalpflege tätig ist, muss sich ständig mit den verschiedenen Artikeln der Charta des ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) auseinandersetzen.

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Auf Goethes Spuren in der Urner Gotthardregion

09.06.2015 |  Von  |  Denkmalpflege, Schauplätze  | 
Auf Goethes Spuren in der Urner Gotthardregion
4.6 (91.85%)
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Der Gotthardpass gilt seit dem Mittelalter als eine der bedeutendsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen. Auch den Römern war er bereits bekannt, die jedoch ihre Strassen bevorzugt über Reschenpass, Brenner und Septimer anlegten.

Benutzten die Römer doch einmal die Verbindung über den Gotthard, stellte die Schöllenenschlucht ein fast unüberwindbares Hindernis dar. Dank Funden römischer Münzen konnten Archäologen ableiten, dass zu jener Zeit die Schöllenen auf Saumpfaden umständlich umgangen wurde. Um Warentransport und Personenverkehr zu ermöglichen, baute man 1220 die Twärrenbrücke, gefolgt von der Teufelsbrücke, über die Reuss.

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Historisches am Lac de Neuchâtel

04.06.2015 |  Von  |  Denkmalpflege  | 
Historisches am Lac de Neuchâtel
4.4 (87.27%)
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Die Region am Neuenburgersee ist reich an geschichtsträchtigen Orten und Bauwerken. Einige davon möchte ich Ihnen in diesem Artikel vorstellen. Allerdings musste ich bei der enormen Anzahl an denkmal- und heimatgeschützten Objekten eine Auswahl treffen und entschied mich daher, über die Geschichte der Dörfer Hauterive, Grandson und Concise zu berichten. Alle drei verfügen über einzigartige Zeitzeugen, weshalb sie in unserem Blog nicht fehlen sollten!

Wie aus uralten Aufzeichnungen hervorgeht, wurden die Seen im Jura, so auch der Lac de Neuchâtel (Neuenburgersee), schon vor Tausenden von Jahren für Transporte genutzt. Zwar kannte man noch keine Schiffe, aber Baumstämme, ausgehöhlt und ausgebrannt, erfüllten den Zweck ebenso. In Hauterive, in der Nähe von Neuchâtel, können Sie originalgetreue Nachbildungen dieser Transportmittel bestaunen.

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Alphornklänge, Heimat- und Denkmalschutz – unterwegs in Luthern und Luthern Bad

Alphornklänge, Heimat- und Denkmalschutz – unterwegs in Luthern und Luthern Bad
4.4 (88.97%)
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Ich werde öfter gefragt, wie ich auf die Themen komme, über die ich schreibe. Das ist ganz verschieden.

Ich bin als Wanderfan in allen Regionen der Schweiz zu Fuss unterwegs. Da entdeckt man manch wundervolle historische Gebäude, verträumte Dörfer, prächtige Kirchen und geheimnisvolle Ruinen. Und dann sind da natürlich die Menschen, denen man unterwegs begegnet und die gerne von ihrer Heimat berichten. Noch nie sass ich hier und überlegte, worüber ich schreiben könnte. Ich habe das Glück, dass die Textideen von selber zu mir kommen. So auch die folgende.

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Die lebhafte Geschichte der Burgen Alt-Bechburg und Neu-Falkenstein

24.05.2015 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Die lebhafte Geschichte der Burgen Alt-Bechburg und Neu-Falkenstein
4.5 (90%)
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Die römische „Schnellstrasse“, die Avenches (Aventicum) und Kaiseraugst (Augusta Raurica) verband, führte über den Oberen Hauenstein bei Langenbruck. Nach der Christianisierung wurde die Region der Herrschaft der Fürstbischöfe von Basel unterstellt. In der Folge bewachten die Bechburger und Falkensteiner die Gegend von strategisch wichtigen Hügeln und Felsen aus: Im Mittelalter liessen die Freiherren von Bechburg vier Burgen erbauen, von denen später zwei in den Besitz der Freiherren von Falkenstein gelangten.

Ein Foto, welches ich von der Burg Neu-Falkenstein sah, weckte mein Interesse. Also begann ich ein wenig zu recherchieren und beschloss spontan, meine Wandergruppe zu einer Burgenwanderung einzuladen, um vor Ort mehr über die Geschichte der Bechburger und der Falkensteiner zu erfahren. Die Angaben, die ich im Internet las, waren teilweise unvollständig oder widersprüchlich. Auch in der Bibliothek fand ich nicht viel über das Leben auf diesen Burgen. Wir besuchten die beiden, ganzjährig freizugänglichen, Ruinen Alt-Bechburg und Neu-Falkenstein. Diese möchte ich Ihnen hier näher vorstellen, wobei ich versuche, die recherchierten Informationen mit denen der Infotafeln vor Ort in einen Zusammenhang zu bringen.

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Historische Stätten im Jurapark – von der Römerzeit bis zur Neuzeit

14.05.2015 |  Von  |  Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Historische Stätten im Jurapark – von der Römerzeit bis zur Neuzeit
4.3 (85.63%)
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Der Jurapark ist reich an historischen Stätten. Sie lassen sich am besten zu Fuss oder mit dem Velo erkunden.Wer hierherkommt, kriegt eine Menge geboten: Naturerlebnisse, Kraftorte und historische Stätten laden in diese zwischen Flusstälern und Jurahöhen gelegene Region ein. Wandermöglichkeiten gibt es viele, die schönsten beginnen bei der Linner Linde, die seit rund 800 Jahren vor den Toren des kleinen Dorfes Linn am Bözberg steht.

Man kann von hier aus zum Beispiel dem Natur- und Kulturweg folgen, auf die Staffelegg oder nach Herznach, Schinznach-Bad und Brugg wandern. Dabei lassen sich uralte Zeitzeugen sowie Dörfer mit wunderschönen, unter Heimatschutz stehenden Häusern und Kirchen entdecken.

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Bauern, Küher, Alpen und Käse – Heimat- und Denkmalschutz im Emmental

05.05.2015 |  Von  |  Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Bauern, Küher, Alpen und Käse – Heimat- und Denkmalschutz im Emmental
4.6 (91.03%)
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Im Herzen der Schweiz liegt das Emmental, wohin mein heutiger Blogbeitrag führt. 2014 lud die Regionalgruppe Burgdorf des Berner Heimatschutzes anlässlich des Europäischen Tages des Denkmals zu einer Wanderung zur Alp Rämisgummen ein. Rämisgummen gehört zu den grössten Emmentaler Alpen und ist eine der wenigen, die trotz des Zusammenbruchs des Küherwesens im 19. Jahrhundert ihren Betrieb aufrechterhalten konnten.

Küherwesen? Als ich erstmals, im Zusammenhang mit der Alp Rämisgummen, diesen Begriff las, dachte ich, das sei ein Schreibfehler oder ein regionaler Begriff für Älpler. Aber da irrte ich mich! Es handelt sich um eine ausgestorbene Berufsgruppe, welche viele Bräuche und Traditionen hervorbrachte und somit die Emmentaler Kultur massgeblich mit prägte. Küher gab es vor allem im westlichen Voralpengebiet, in der Napfregion, aber auch im Greyerzerland. Das Zentrum lag jedoch im Emmental, einer Region, die erst seit dem Mittelalter besiedelt ist.

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