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Der Kanton Aargau und seine Türme

07.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der Kanton Aargau und seine Türme
4.4 (87.14%)
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Aargau kann nicht mit hohen Bergen locken. Aber hoch hinaus kann man hier trotzdem, schliesslich gibt es auf dem Gebiet des Kantons eine beachtliche Anzahl von Türmen. Diese reichen teilweise bis in die spätromanische Zeit zurück. Um deren Erhalt kümmert sich nicht nur die Denkmalpflege, sondern vor allem die Archäologie.

Dagegen fallen die Türme aus dem Mittelalter oft unter Heimat- und Denkmalschutz und können zu bestimmten Zeiten besucht werden. Für Aus- und Weitblicke muss im Aargau niemand Gipfel erklimmen: Im Kanton Aargau nimmt man Treppenstufen unter die Sohlen und geniesst die Vogelperspektive von einem Turm aus. Auf der Plattform einer dieser mittelalterlichen Bauwerke zu stehen, ist schon aufgrund der Jahrhunderte alten Geschichte ein eindrückliches Erlebnis.

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Die Geigenmühle in Neerach

06.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Die Geigenmühle in Neerach
4 (80%)
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Riegelhäuser sieht man viele im Zürcher Unterland. Eines davon ist die Neeracher Geigenmühle, die etwa um 1570 von Felix Albrecht erbaut und im Jahre 1636 von Hans Albrecht umfassend renoviert und erweitert wurde. Im 19. Jahrhundert wechselte die Mühle mehrfach ihre Besitzer. Im Stein über der Türe sind die Jahreszahlen 1570/1942 eingraviert und auf einem Riegelbalken ist der Spruch „Das Stücklein Brot, das dich nährt, ist mehr als Gold und Silber wert“ zu lesen.

Die Mühle war bis 1925 in Betrieb. Danach wurde sie ihrem Schicksal überlassen, und es drohte der totale Zerfall. Ein Teil der Müheleinrichtung kam abhanden. Heute ist die Geigenmühle in der „Liste der Kulturgüter in Neerach“ aufgeführt.

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Geschichte und Wein – ein Besuch auf Schloss Aigle

04.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Geschichte und Wein – ein Besuch auf Schloss Aigle
4.4 (88.57%)
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Zu den bekanntesten schützenswerten Objekten im Kanton Waadt gehört das Schloss Aigle. Es thront oberhalb des gleichnamigen Städtchens inmitten sonniger Rebberge am Eingang ins Tal von Ormont. Wer in Aigle ankommt, sollte sich für den Spaziergang zum Schloss Zeit nehmen, denn der Ort selber ist ebenfalls absolut sehenswert. Seine Geschichte ist eng mit jener der Festung verbunden.

Die reformierte Kirche Saint-Maurice mit ihren gotischen und romanischen Elementen ist einen Besuch wert. Malerisch wirkt das Quartier Le Cloitre mit stattlichen Winzerhäusern, an deren Fassaden sich wilder Wein emporrankt. Romantische enge Gassen und Häuser mit Lauben bilden einen Teil des Weges zum Schloss, der zudem von Weinbergen und gepflegten Gärten gesäumt wird. Am Toreingang erwartet ein Kassenhäusli einen kleinen Betrag und dann ist der Weg in den sehenswerten Innenhof frei.

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Das Schellen-Ursli Dorf Guarda – eines der architektonisch wertvollsten Dörfer der Schweiz

01.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Schellen-Ursli Dorf Guarda – eines der architektonisch wertvollsten Dörfer der Schweiz
4.2 (84.62%)
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Viele Engadiner Dörfer sind kulturell und historisch geprägt. Ein Kleinod mit gerade mal 200 Einwohnern liegt auf einem Sonnenhang 1653 m hoch über dem Inn: Guarda. Das Dörfli ist wohl jedem Schweizer ein Begriff, spielt hier doch die Geschichte vom Schellen-Ursli, dem Bauernbub der zum Ausschellen des Winters eine grosse Kuhglocke braucht…

Aber nicht nur durch das 1945 erschienene Kinderbuch von Selina Chönz und Alois Carigiet ist Guarda bekannt. Die typische Engadiner Baukultur und der besonders gut erhaltene Zustand des Dorfes wurden 1975 mit dem Henri-Louis-Wakker-Preis gewürdigt.

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Die Denkmal-Pflege braucht Handwerker-Nachwuchs

27.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Denkmal-Pflege braucht Handwerker-Nachwuchs
4 (79%)
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Geht es um die Renovation historischer Gebäude, werden speziell geschulte Handwerker eingesetzt. Zurzeit gibt es in der Schweiz genügend Fachleute, welche die entsprechenden Arbeiten professionell ausführen können.

Handwerker, die in der Denkmalpflege arbeiten, müssen fachlich absolut kompetent sein sowie grosses Interesse und Gespür für die denkmalpflegerischen Arbeiten mitbringen. Damit der Nachwuchs in diese Aufgaben wachsen und die entsprechenden Erfahrungen sammeln kann, ist es wichtig, jungen Berufsleuten die Möglichkeit zu geben, sich in dieses Metier einzubringen und entsprechend weiterzubilden.

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Denkmalpflege in Dürnten, einem Dorf mit sehr langer Geschichte

25.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Denkmalpflege in Dürnten, einem Dorf mit sehr langer Geschichte
4.3 (86.67%)
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Nicht nur die grossen Bauwerke, welche von der Öffentlichkeit sowieso Aufmerksamkeit bekommen und für die Tourismusbranche relevant sind, müssen geschützt werden: Auch unbekannte Häuser und Kirchen können so bedeutsam sein, dass Heimatschutz und Denkmalpflege sich für deren Erhalt einsetzen, handelt es sich doch bei diesen Zeitzeugen ebenfalls um unser kulturelles Erbe und unsere Geschichte. Oft nimmt die Allgemeinheit die Arbeit, welche die Denkmalpflege leistet, gar nicht wahr. Wie wichtig diese jedoch ist, soll an einem Beispiel aus dem Zürcher Oberland gezeigt werden.

Dürnten, eine Gemeinde mit 6‘600 Einwohnern, blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück. Zumindest wird angenommen, dass die Ortschaft bereits vor 3500 Jahren besiedelt gewesen sein dürfte: Ausgrabungen gaben interessante Zeugen römischer Niederlassungen sowie alemannische Grabfunde frei. 1874 fand man in der Region des Hasenstricks ein Beil aus Blei und Kupfer, welches in die Bronzezeit, also ca. 2200 bis 800 v. Christus, datiert wird. Dabei handelt es sich um den ältesten Fund auf Dürntner Boden.

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Bauernhäuser in Zürich – Zeitzeugen der landwirtschaftlichen Geschichte von Stadt und Kanton

24.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Bauernhäuser in Zürich – Zeitzeugen der landwirtschaftlichen Geschichte von Stadt und Kanton
4.4 (88%)
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Als ich vor ein paar Jahren aus der Stadt Zürich in die Agglomeration zog, fiel mir sofort das alte Bauernhaus in unserer Strasse auf. Es war offensichtlich schon mehrere Jahre unbewohnt und vor dem Haus standen ein schöner alter Steinbrunnen und ein stolzer Kastanienbaum.

Ich dachte mir oft: Sobald ich im Lotto gewinne, kaufe ich das und lasse es mir umbauen und renovieren. Natürlich hat das nicht geklappt, ich konnte Baum, Brunnen und Haus nicht retten: Als ich eines Tages aus den Ferien zurückkam, waren alle drei verschwunden. Die so entstandene leere Fläche wird die Gemeinde wohl nicht als Spielplatz oder Park für uns Anwohner nutzen. Ich befürchte, bald wird dort ein moderner Wohnblock stehen.

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Das Rilkedorf Raron und seine 500-jährige Burgkirche

23.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Rilkedorf Raron und seine 500-jährige Burgkirche
4.2 (83.64%)
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Unterhalb der Lötschberg-Südrampe erhebt sich ein schroffer Felskopf. Auf diesem thront, über dem gleichnamigen Dorf, die Burg Raron mit ihrer Burgkirche. Die Kirche ist das Wahrzeichen des Ortes und ein bedeutendes Schweizer Baudenkmal. In diesem Jahr feiert sie ihr 500-jähriges Bestehen.

Diese kulturhistorische Stätte wurde einst dem Heiligen Romanus geweiht. Erschaffen hat sie Ulrich Ruffiner, welcher für den Bau Überreste der damaligen Burg nutzte und darauf die majestätische Kirche baute.

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Der alte Saumweg im Talboden der Reuss

18.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der alte Saumweg im Talboden der Reuss
4.1 (82%)
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Der Teil des alten Saumweges durch Uri, der von Amsteg über Attinghausen nach Flüelen führt, ist heute ein beliebter Wanderweg. Obwohl die Strecke in gut vier Stunden erwandert werden kann, sollte mehr Zeit eingeplant werden: Es gibt viele interessante Zeitzeugen entlang des Weges zu entdecken. Leider wurde ein Bauwerk, welches jahrhundertelang eine bedeutende Rolle auf dem Handelsweg spielte, Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen: die alte Sust in Flüelen.

Der Saumweg vermittelt ein eindrückliches Bild des Passverkehrs, welcher im 13. Jahrhundert seinen Anfang hatte. Örtliche Genossenschaften, wie Transport- und natürlich die Schifffahrtsgesellschaften, waren für dessen Unterhalt verantwortlich, wobei jede Genossenschaft war für ihr Gebiet das Monopol besass. Sie kassierten den Fuhrlohn und hatten noch eine weitere Einnahmequelle, nämlich die Führleite: die Gebühr, welche Kaufleute, die ihre Waren mit eigenen Saumtieren transportierten, an die Säumergenossenschaften abzuführen hatten.

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Entleerte Dorfkerne im Oberwallis – eine Region sorgt sich um die Zukunft ihrer Dörfer

17.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Entleerte Dorfkerne im Oberwallis – eine Region sorgt sich um die Zukunft ihrer Dörfer
4.3 (85.26%)
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Im Oberwallis wird mit Sorge beobachtet, dass sich die Dorfkerne entleeren und die traditionelle Bauweise der Region dadurch immer mehr verschwinden könnte. Kein Neubaugebiet kann jemals die Zentren der kleinen Städte und Dörfer mit ihrem Charakter und dem Heimatgefühl ersetzen. Dicht aneinander stehen die alten Häuser.

Früher führte dies zu wichtigen sozialen Kontakten, heute wird es als Sozialkontrolle empfunden. Auch viele Walliser bevorzugen Einfamilienhäuser mit eigenem Grundstück, welches ihnen mehr Privatsphäre sichert.

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