Das kleinste Dorf der Schweiz – Familientradition lässt den geschützten Ort weiterleben

20.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Das kleinste Dorf der Schweiz – Familientradition lässt den geschützten Ort weiterleben
4.5 (90%)
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Sie haben auf unserer Seite schon einige Superlative gelesen, oft schon hiess es: der Grösste, die Schönste, das Älteste … heute stelle ich Ihnen dagegen das kleinste Dorf der Schweiz vor. Das gesamte Dorf ist geschützt, wie mir die einzige Frau im Ort auf Anfrage erzählte.

Ihre Familie, zu welcher ihr Mann und zwei herzige Buben gehören, hat keine Nachbarn. Sie sind die Einzigen, die hier wohnen. Langeweile kennt man in Zumdorf aber nicht, schliesslich gehört zum Dorf neben dem Wohnhaus, der Kirche, zwei Ställen und zwei Ferienhäusern ein urchiges Restaurant, welches von der Familie mit Leidenschaft betrieben wird.

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Die dunkle Seite des Mittelalters – Lebendige Geschichte in Martigny: die Festung La Bâtiaz

17.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die dunkle Seite des Mittelalters – Lebendige Geschichte in Martigny: die Festung La Bâtiaz
4.5 (90.71%)
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Das Mittelalter wird heute oft etwas verklärt gesehen. Mittelaltermärkte ziehen immer mehr Besucher an, das bunte Treiben von Gauklern, Musikern und Handwerkern und deren aufwendige Kostüme faszinieren.

Heilkünste der alten Zeit werden wieder entdeckt. Und welches kleine Mädchen träumt nicht davon, als Burgfräulein in einer der alten Burgen zu leben. Jedoch hatte das Mittelalter auch eine ganz andere Seite, eine grausame, die heute in Europa nur schwer vorstellbar ist. Da es zu den Aufgaben der Denkmalpflege gehört, dafür zu sorgen, dass unsere Geschichte mit all ihren Facetten nicht vergessen geht, gehören auch Waffen und Folterwerkzeuge in manchen Schlössern und Burgen zu den Ausstellungsobjekten.

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Damit der Umbau des historischen Traumhauses nicht zum Albtraum wird

13.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Damit der Umbau des historischen Traumhauses nicht zum Albtraum wird
3.9 (78.42%)
76 Bewertung(en)
Bei Renovation und Umbau eines alten Hauses haben oft Heimatschutz und Denkmalpflege ein Wörtchen mitzureden. Wer sich in ein historisches Gebäude verliebt und künftig darin leben möchte, sollte vor einem eventuellen Kauf abklären, ob es sich um ein denkmalgeschütztes Objekt handelt.

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Da die Baugesetze von Kanton zu Kanton verschieden sind, sogar jede Gemeinde ihre eigenen Vorschriften hat, macht es Sinn, rechtzeitig beim Bauamt oder der Gemeindeverwaltung Informationen zum Traumobjekt einzuholen. Werden nicht bewilligte Veränderungen an einem geschützten Gebäude vorgenommen, kann die Denkmalpflege verlangen, diese rückgängig zu machen! Ein auf den Umbau von alten Gebäuden spezialisierter Architekt weiss, wie sich die Auflagen von Heimatschutz und Denkmalpflege mit den Wünschen des neuen Hausbesitzers vereinbaren lassen. Steht ein kompletter Umbau an, kann sein Wissen Gold wert sein: Einen Fachmann zu beauftragen ist eine Investition, die letztendlich hilft, viel Geld, Ärger und Enttäuschungen zu sparen.

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Burg Schenkenberg – eine der imposantesten Ruinen im Kanton Aargau

11.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Burg Schenkenberg – eine der imposantesten Ruinen im Kanton Aargau
4.6 (92%)
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Als die Habsburger zu Beginn des 13. Jahrhunderts die Burg Schenkenberg oberhalb von Thalheim erbauen liessen, wäre ihnen mit Sicherheit nicht in den Sinn gekommen, dass diese rund 800 Jahre später der grösste Abenteuerspielplatz und eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Region sein wird.

Wie urkundlich belegt ist, wurden die Schenken von Schenkenberg, Dienstherren der Habsburger, im Jahre 1243 die ersten Schlossherren und gaben der Burg ihren Namen. Bis zur Schlacht bei Sempach im Juli 1386 wechselten die hier lebenden Dienstherren mehrfach. Die Niederlage gegen die Eidgenossen brachte die Habsburger jedoch in Geldnöte, weshalb sie Burg Schenkenberg verpfänden mussten. Damit begann eine wechselvolle Geschichte: Nach einem Zerwürfnis zwischen König Sigismund und den Habsburgern im Jahre 1415 wurde der Aargau von den Eidgenossen erobert. König Sigismund stellte die Burg unter seinen Schutz und die damalige Besitzerin, Margaretha von Fridingen verkaufte sie 1431 an Freiherr Thüring von Aargau, der damit sämtliche Rechte übernahm.

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Endspurt bei der Ausschreibung für den ICOMOS-Preis „Historisches Hotel des Jahres 2016“

10.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Endspurt bei der Ausschreibung für den ICOMOS-Preis „Historisches Hotel des Jahres 2016“
3.7 (74.55%)
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Jedes Jahr im September wird von ICOMOS Suisse ein Schweizer Hotel oder Gasthof mit dem medienträchtigen Preis „Historisches Hotel des Jahres“ geehrt. Der Wert dieser Auszeichnung besteht in überregionaler Achtung und Anerkennung, der Listung in allen Publikationen von ICOMOS, der Aufnahme in die Hotelkooperation „Swiss Historic Hotels“ von Schweiz Tourismus sowie in weiteren Marketingaktivitäten über die Grenzen der Schweiz hinaus.

Die Ausschreibung für das Hotel des Jahres 2016 läuft bereits, die entsprechenden Unterlagen gibt es als PDF-Datei auf der offiziellen Seite der nationalen ICOMOS-Arbeitsgruppe. Die internationale Dachorganisation ICOMOS hat ihren Sitz in Paris und fungiert als weltweiter Rat für Denkmalpflege. Eigentümer oder Betreiber historischer Hotels oder Gasthäuser in der Schweiz haben noch bis Ende Januar 2015 die Möglichkeit, ihre aussagekräftigen Bewerbungen für die 2016er-Auszeichnung einzureichen. Die Bewerbung ist auch per E-Mail möglich.

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Lebendiges Mittelalter: Das Zähringerstädtchen Murten am Murtensee

07.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Lebendiges Mittelalter: Das Zähringerstädtchen Murten am Murtensee
4.4 (87.14%)
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An der deutsch-französischen Sprachgrenze am Murtensee liegt das mittelalterliche Städtli Murten. Hier soll nicht nur die Lebensqualität besonders hoch sein, es ist auch eines der beliebtesten Ausflugsziele der Schweiz. Das ist kein Wunder, locken doch eine herrliche Seepromenade, viel Kultur und lebendiges Mittelalter. Die Ringmauer wurde bereits 1908 unter Schutz gestellt, die ganze Stadt 1948. Bevor abends ein prächtiger Sonnenuntergang über dem Murtensee zu bewundern ist, gibt es viel zu sehen und zu erleben.

Das Zähringerstädtchen kann man auf einem beeindruckenden Rundgang kennenlernen. Aber bevor man sich auf die historischen Gebäude der gepflegten Stadt einlässt, lohnt ein Blick in die Geschichte: Gegründet wurde sie bereits im Jahre 1170 von den Herzögen von Zähringen. 1218 wurde sie, nach dem Aussterben der Zähringer, reichsfrei, was zur Befestigung durch eine Mauer führte. Ab 1255 unterstand die Stadt dem Schutz der Savoyens. Durch Bündnisse mit Nachbarstädten konnte sich Murten allmählich vergrössern, wodurch es eine Vorrangstellung gegenüber den umliegenden Dörfern erlangte.

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Die Linner Linde und ihr Dorf

05.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Die Linner Linde und ihr Dorf
4.7 (94.41%)
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Auf Facebook bin ich mit einem Baum verbunden. Ein Baum auf Facebook? Warum auch nicht, schliesslich haben auch Haustiere und sogar Teddybären Facebook-Profile. Und dieser Baum hat erst noch so viel mehr zu erzählen als manch anderer Facebook Nutzer.

Kein Wunder, lebt er doch schon rund 800 Jahre lang. Die Gemeinde, in welcher er daheim ist, ist natürlich stolz auf ihren ältesten „Bewohner“, aber auch auf ihr Dorfbild, welches von nationaler Bedeutung ist. In diesem Beitrag geht es um das Dorf Linn mit seiner prächtigen Linner Linde.

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Wo einst die Gotthardpost stoppte – Swiss Historic Hotel „Stern und Post“ in Amsteg

04.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Wo einst die Gotthardpost stoppte – Swiss Historic Hotel „Stern und Post“ in Amsteg
4.3 (85%)
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Schon Johann Wolfgang von Goethe kehrte im Gästehaus „Stern und Post“ in Amsteg ein. Der grosse Dichter liebte das Urnerland. Ob er allerdings von Amsteg aus auch einen Abstecher ins Maderanertal machte, oder das zauberhafte Tal verpasste, entzieht sich meiner Kenntnis. Stoppte früher hier die Gotthardpost, so sind es heute die Postautos, deren Haltestelle sich direkt vor dem Hotel befindet. Viele Male bin ich hier mit Wandergruppen in den Bus nach Bristen umgestiegen, bis ich einmal alleine unterwegs war und mir die Zeit nahm, das historische Gästehaus anzusehen.

Der Hotelbetrieb wurde im Jahre 1788 aufgenommen und das Haus gilt als eine der ersten Schweizer Poststellen. Hier kehrten berühmte Gäste ein, zu denen ausser Goethe beispielsweise auch Christian Anders gehörte. Noch heute findet der Besucher Ruhe und eine gemütliche Atmosphäre vor, und nach einer sanften Renovation kann er in der Geschichte und der Vergangenheit schwelgen: Seien es die Bilder an den Wänden, die authentischen Möbel aus den verschiedenen Epochen des Hotels oder die entsprechenden Accessoires, der Charme der alten Zeit ist in jedem Raum zu spüren.

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Das Stammertal – eine kulturhistorische Fundgrube

30.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Stammertal – eine kulturhistorische Fundgrube
4.3 (85.88%)
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Die Gemeinden Unterstammheim, Oberstammheim und Waltalingen bilden geografisch das Stammertal. Auch wirtschaftlich und kulturell sind die Gemeinden verbunden. Zudem zählen alle drei zu den schönsten Riegelbaudörfern der Schweiz. Auf einer Reise durchs Stammertal sollte unbedingt etwas Zeit eingeplant werden, um die wunderschönen Fachwerkhäuser in den gepflegten Dörfern zu bewundern.

Da aber noch weitere Sehenswürdigkeiten einen Besuch lohnen, ist auch eine Übernachtung empfehlenswert. Vielleicht im Gasthof zum Hirschen in Oberstammheim? ICOMOS wählte den Hirschen 2014 zum Historischen Hotel des Jahres. Im Bericht der Jury schreibt ICOMOS: “Ausgezeichnet «für die sensible und kontinuierliche Pflege des historischen Gasthauses. Es handelt sich um ein authentisch tradiertes Haus in einem erstaunlich intakten Ensemble, mit starker lokaler Verwurzelung.»„

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Churwalden – ein beliebter Ferienort mit bedeutender Geschichte

29.10.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Churwalden – ein beliebter Ferienort mit bedeutender Geschichte
4.1 (82.86%)
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Churwalden liegt in der Lenzerheide, im Kanton Graubünden, auf einer Höhe von 1230 Metern und zudem an einer sehr alten Wegverbindung: jener, die über die Parpaner Höhe Richtung Süden zieht. Laut Historikern war der Ort bis ins 12. Jahrhundert als Aschera bekannt, was im Lateinischen Ahorn heisst.

Der Name Churwalden tauchte erstmals 1513 in einem Zinsbuch auf. Zwar weist die Archäologie durch entsprechende Funde nach, dass die Bündner Täler schon urgeschichtlich besiedelt waren, ihre Bedeutung erlangte die Region jedoch erst durch die Ausdehnung des Römerreiches.

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