Umstritten: Ältestes Holzhaus Europas soll wiederaufgebaut werden

Umstritten: Ältestes Holzhaus Europas soll wiederaufgebaut werden
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Das uralte Schwyzerhaus ist erwiesenermassen mindestens 100 Jahre älter als die Eidgenossenschaft selbst und galt bis zu seinem Abriss als ältestes Holzhaus Europas. Es stand im mittelalterlichen Flecken von Schwyz im Kanton Schwyz und wurde bereits 2001 unter scharfen Protesten des Schweizerischen Heimatschutzbundes und der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) abgetragen und eingelagert.

Das als Nideröst bekannte, geschichtsträchtige Holzhaus sollte zu einem späteren Zeitpunkt an anderer Stelle wiederaufgebaut werden. Dieses Vorhaben scheiterte bislang an finanziellen Schwierigkeiten, denn der fachgerechte Wiederaufbau würde mehrere Millionen Schweizer Franken kosten, Schätzungen gehen von zwei Millionen aus. Geld, das die Verantwortlichen der Denkmalpflege nicht aufbringen können.

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Typische Tessiner Dörfer – Hier gibt es für Heimatschutz und Denkmalpflege viel zu tun!

05.01.2015 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Typische Tessiner Dörfer – Hier gibt es für Heimatschutz und Denkmalpflege viel zu tun!
4.5 (90.48%)
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Malerische Dörfer lassen im Tessin die Hektik des Nordens vergessen, halten die Zeit an und überraschen mit traditionsreicher Kultur, engen Gassen und interessanten, teils uralten, Bauwerken. Einige Dörfli entdeckte ich auf Wanderungen zufällig, vergass die Namen, sofern ich die überhaupt irgendwo las, gleich wieder, andere liessen mich gar nicht mehr los und zogen mich später in die Bibliothek oder das Internet. Mal fand ich mehr heraus, mal weniger.
Unterwegs im Tessin trifft man immer wieder auf alte Gemäuer, die dem Zerfall preisgegeben wurden, aber auch auf wundervoll restaurierte Häuser, Kirchen und Brücken.

In diesem Artikel möchte ich Sie in einige Tessiner Dörfer entführen, welche für Sie, die Sie sich für die Geschichte unseres Landes interessieren, bestimmt spannend sein werden. Wenn Sie daraufhin Lust bekommen, selbst mal wieder in die Sonnenstube der Schweiz zu reisen und die zum grossen Teil geschützten Orte selbst besuchen möchten, nehmen Sie viel Zeit mit! Die Stress der Städte im Norden ist in den kleinen Dörfern im Süden unbekannt.

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Isenthal – dank verschiedener Hilfe ein lebendig gebliebenes Bergdorf

23.12.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Isenthal – dank verschiedener Hilfe ein lebendig gebliebenes Bergdorf
4.7 (93.08%)
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Im Sommer 2009 ging ich für zwei Wochen zu einer Urner Bergbauernfamilie, um im Haushalt zu helfen und die Kinder zu betreuen. Mir war natürlich klar: Ferien auf dem Bauernhof werden das ganz gewiss nicht. Ich lernte eine für mich komplett neue Welt kennen, in einem Tal, welches ich bisher nur im Sommer vom Wandern und im Winter durch Schneeschuhtouren kannte.

Erreichbar ist der Hof mit einer kleinen, privaten Gondel. Kollegen, denen ich später Fotos zeigte, fragten: Hattest du da keine Angst? Wie fühlt sich das an, alleine in so einem „Ding“ zu sitzen?
Angst habe ich in Gondeln nie, wieso auch. Für etliche Familien gehört die Benutzung so einer kleinen, offenen, privaten Seilbahn zum ganz normalen Alltag. Die Kinder nutzen sie sogar täglich, um in die Schule zu gelangen. Wie ich mich gefühlt habe? Ich erinnere mich vor allem an den Duft der Wälder und der würzigen Alpwiesen: Ich fühlte mich glücklich inmitten der stillen Bergwelt.

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Denkmalpflege an Zürichs Goldküste

15.12.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Denkmalpflege an Zürichs Goldküste
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Rund um den Zürichsee gibt es schöne Erholungsgebiete und Wanderwege. Wer hier unterwegs ist, bekommt zusätzlich zum Naturerlebnis die Möglichkeit, gepflegte, wundervolle Dorfkerne, alte Kirchen und Bauernhäuser zu entdecken. In diesem Artikel nehme ich Sie mit auf einen Bummel durch einige Gemeinden an Zürichs sogenannter Goldküste.

Dass nicht sämtliche Dörfer in diesem Beitrag Erwähnung finden, liegt nicht etwa daran, dass einige von ihnen heimatkundlich weniger zu bieten hätten. Ich möchte aber vor allem auf jene näher eingehen, welche ich auf Wanderungen selbst besuchte und mit denen ich mich deshalb auch schon intensiver befasste.

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Der urschweizerische Ort Stans ist reich an sehenswerten, geschützten Gebäuden

10.12.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Der urschweizerische Ort Stans ist reich an sehenswerten, geschützten Gebäuden
4.4 (87.84%)
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Stans ist der Hauptort des Halbkantons Nidwalden. Ein urschweizerischer Marktflecken, dessen barocke Pfarrkirche St. Peter und Paul an einem der schönsten Dorfplätze der Schweiz liegt. Die Kirche bildet, leicht erhöht gelegen, den Mittelpunkt des Dorfes und ein interessantes Denkmal frühbarocker Bauweise. Als im Jahre 1713 ein verheerender Brand das Dorfzentrum zerstörte, überstand diesen nur das Gotteshaus.

Erbaut wurde die Stanser Pfarrkirche von 1641 bis 1647. Vom Baubeginn zeugt bis heute die Zahl 1641 über dem Hauptportal. Bevor sie entstand, gab es bereits vier andere Kirchen am Platz, von einer ist der romanische Glockenturm erhalten geblieben. Dieser wird etwa ins Jahr 1200 datiert. Er ist wahrscheinlich in der gesamten Urschweiz das wichtigste romanische Bauwerk.

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Historische Reisepost – mit der Gotthard-Postkutsche von Andermatt nach Airolo

02.12.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Historische Reisepost – mit der Gotthard-Postkutsche von Andermatt nach Airolo
4.6 (92.16%)
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Im Sommer 2007 war ich eingeladen, das Freilicht-Theaterstück „D’Gotthardbahn“ in Göschenen anzusehen. Dieses Theaterstück brachte den Besuchern die Geschichte des Gotthardtunnels auf faszinierende Weise nahe, von der Vision bis hin zur Fertigstellung. Laien- und Berufsschauspieler zeigten eindrücklich, unter welchen Umständen der Tunnel entstand. Das Wetter war schlecht, und während wir Zuschauer eingemummelt in warme Decken auf den Rängen sassen, gaben die Darsteller alles.

Nieselregen und Kälte boten neben der natürlichen Bergkulisse den idealen Rahmen für die Geschichten rund um die Ausbeutung und harte Arbeit der Mineure, welche vorwiegend aus den armen Regionen Italiens stammten. Es war ein grossartiges, historisches Theaterstück, welches das Publikum total fesselte und in die Zeit von 1872 bis 1880 entführte.

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Basler Altstadt im Winter: Es weihnachtet wieder auf beiden Seiten des Rheins

01.12.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Basler Altstadt im Winter: Es weihnachtet wieder auf beiden Seiten des Rheins
4.2 (84%)
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Die Basler Altstadt gehört zu den intaktesten und schönsten Gebäudeensembles Europas und überrascht mit einer architektonischen Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Bereits Ende November verwandeln sich Barfüsserplatz und Münsterplatz in einen zauberhaften Weihnachtsmarkt, der als grösster und schönster der Schweiz gilt.

In der Basler Altstadt finden sich an jeder Ecke liebevoll restaurierte Bauten aus dem 15. Jahrhundert. Einige Immobilien zeitgenössischer, international bekannter Architekten sind ebenfalls zu finden und fügen sich erstaunlich harmonisch in das ansonsten mittelalterliche Stadtbild ein. Die ungewöhnliche Kombination von Tradition und Moderne überrascht Touristen und begeistert Denkmalschützer. Lassen Sie sich in die Basler Altstadt im Winter entführen und kommen Sie gern im Sommer wieder.

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Das Märchenschloss Tarasp – auch nach rund 1000 Jahren noch bewohnbar

24.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Das Märchenschloss Tarasp – auch nach rund 1000 Jahren noch bewohnbar
4.5 (90.3%)
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Auf einem spitzen Felsen thront im Unterengadin seit dem 11. Jahrhundert das mittelalterliche Schloss Tarasp und zieht alle Blicke auf sich. Eine Burg wie aus dem Märchenbuch erhebt sich vor den imposanten Bündner Bergen, ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle Freunde von mittelalterlichen Bauten.

Dieses Mal stelle ich Ihnen jedoch keine Burgruine vor, sondern ein hervorragend gepflegtes Gebäude, ein denkmalgeschütztes Kulturobjekt von nationaler Bedeutung und gleichzeitig das Wahrzeichen des Unterengadins. Dass sich Schloss Tarasp heute in diesem hervorragendem Zustand befindet, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Karl August Linger aus Dresden. Aber der Reihe nach … die Schlossgeschichte begann schliesslich schon vor fast 1000 Jahren:

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Das kleinste Dorf der Schweiz – Familientradition lässt den geschützten Ort weiterleben

20.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Das kleinste Dorf der Schweiz – Familientradition lässt den geschützten Ort weiterleben
4.6 (92.5%)
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Sie haben auf unserer Seite schon einige Superlative gelesen, oft schon hiess es: der Grösste, die Schönste, das Älteste … heute stelle ich Ihnen dagegen das kleinste Dorf der Schweiz vor. Das gesamte Dorf ist geschützt, wie mir die einzige Frau im Ort auf Anfrage erzählte.

Ihre Familie, zu welcher ihr Mann und zwei herzige Buben gehören, hat keine Nachbarn. Sie sind die Einzigen, die hier wohnen. Langeweile kennt man in Zumdorf aber nicht, schliesslich gehört zum Dorf neben dem Wohnhaus, der Kirche, zwei Ställen und zwei Ferienhäusern ein urchiges Restaurant, welches von der Familie mit Leidenschaft betrieben wird.

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Die dunkle Seite des Mittelalters – Lebendige Geschichte in Martigny: die Festung La Bâtiaz

17.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die dunkle Seite des Mittelalters – Lebendige Geschichte in Martigny: die Festung La Bâtiaz
4.5 (90.71%)
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Das Mittelalter wird heute oft etwas verklärt gesehen. Mittelaltermärkte ziehen immer mehr Besucher an, das bunte Treiben von Gauklern, Musikern und Handwerkern und deren aufwendige Kostüme faszinieren.

Heilkünste der alten Zeit werden wieder entdeckt. Und welches kleine Mädchen träumt nicht davon, als Burgfräulein in einer der alten Burgen zu leben. Jedoch hatte das Mittelalter auch eine ganz andere Seite, eine grausame, die heute in Europa nur schwer vorstellbar ist. Da es zu den Aufgaben der Denkmalpflege gehört, dafür zu sorgen, dass unsere Geschichte mit all ihren Facetten nicht vergessen geht, gehören auch Waffen und Folterwerkzeuge in manchen Schlössern und Burgen zu den Ausstellungsobjekten.

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