Das Nähmaschinen-Museum am Pilgersteg

23.09.2015 |  Von  |  Allgemein  | 
Das Nähmaschinen-Museum am Pilgersteg
3.6 (72.86%)
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Ein Museum für Nähmaschinen – ist das nicht nur für Näherinnen interessant? Das fragen sich jetzt sicher viele Leser. Aber keineswegs. Dieses Museum fasziniert in vielerlei Hinsicht. Es ist auch ein kleiner Ausflug in die guten alten Zeiten, als jeder technische Fortschritt etwas Besonderes war und in denen man sehr aufwendig genähte Kleidungsstücke trug.

Idyllisch und gemütlich gelegen, im Grundtal zwischen den Orten Rüti und Wald, lädt ein schmuckes Haus zum Entdecken der Geschichte der Nähmaschinen ein. Die grossen und kleinen Besucher lernen hier die technische Entwicklung anhand der ersten Nähmaschinen kennen: Vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Die Entdeckungsreise umfasst kleine Spielzeugmaschinen, einfache Haushaltsmaschinen, Industriemaschinen und hochkomplexe Spezialmaschinen.

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Burg Reichenstein in Arlesheim – hier können Sie in einem Denkmal heiraten

10.04.2015 |  Von  |  Allgemein, Bauwerke, Denkmalpflege, Denkmalschutz  | 
Burg Reichenstein in Arlesheim – hier können Sie in einem Denkmal heiraten
5 (100%)
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Zum Inventar der Kulturdenkmäler im Kanton Basel-Landschaft gehört auch die Burg Reichenstein. Neben dem Dom und der Ermitage ist sie das dritte Wahrzeichen der Gemeinde Arlesheim aus historischer Zeit. Die Anlage aus dem Hochmittelalter befindet sich nordöstlich des dörflichen Zentrums auf einem Felsensporn des Reichensteiner Berges. Durch natürliche Gegebenheiten ist sie von allen Seiten gut geschützt, im Süden von einer Senke, im Norden, Osten und Westen durch aufragende Felswände.

Vom Birstal her ist die Burg mit ihrer kompakten Bauweise durch die Bäume hindurch gut zu erkennen. Wer sie heute besuchen möchte, kann sie zu Fuss oder mit dem Auto erreichen. An der Strasse zwischen Arlesheim und Schönmatt gibt es eine Abzweigung etwa auf der Höhe des Schlosses Birseck.

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Quinten – zu Fuss oder mit dem Boot zu einem Dorf von nationaler Bedeutung

08.04.2015 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Quinten – zu Fuss oder mit dem Boot zu einem Dorf von nationaler Bedeutung
4.5 (89.17%)
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Im Kanton St. Gallen, am Walensee, und zur politischen Gemeinde Quarten gehörend, liegt das zauberhafte Dorf Quinten. Der kleine Ort hat nur rund 60 Einwohner. Diese dürfen sich, wie auch die vielen Besucher, am südländischen Klima und einem geschützten Ortskern erfreuen. Unterhalb der steilen Südhänge der Churfürsten wird hier eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 12 Grad erreicht.

Da gedeiht nicht nur köstlicher Wein, sondern wachsen auch exotische Früchte, wie Kiwis oder Feigen. Die herrliche Vegetation und die gepflegten Gebäude lassen in Quinten sofort Ferienstimmung aufkommen. Das Dorf ist absolut sehenswert, nicht umsonst wird es in der Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung aufgeführt.

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Der Erlacherhof in Bern – Sitz des Stadtpräsidenten

06.04.2015 |  Von  |  Allgemein, Bauwerke, Denkmalschutz  | 
Der Erlacherhof in Bern – Sitz des Stadtpräsidenten
5 (100%)
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Der Erlacherhof liegt in der Junkerngasse 47 der Berner Altstadt, einem Ensemble, das bekanntlich zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Er gilt heute unter geschichtlichen und architektonischen Aspekten als das bedeutendste Privatbauwerk der Stadt. In seiner mehr als 250-jährigen Geschichte hatte der Erlacherhof mehrere unterschiedliche Funktionen inne und wird bis heute intensiv genutzt.

Für den zwischen 1745 und 1752 errichteten Bau mussten zwei ältere Häuser weichen, wovon eines Adrian von Bubenberg und seiner Familie gehörte. Bauherr war der Reichsgraf und Schultheiss von Bern, Hieronymus von Erlach, als Architekt zeichnete wahrscheinlich Albrecht Stürler verantwortlich. Unglücklicherweise starben beide Männer im Laufe des Jahres 1748, so dass an deren Stelle Albrecht Friedrich von Erlach und der Bildhauer Johann August Nahl der Ältere das Werk vollendeten.

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Die Berner Altstadt – aus Berner Sandstein erbaut

30.03.2015 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Berner Altstadt – aus Berner Sandstein erbaut
4.5 (90.91%)
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Im Herbst traf ich mich mit einer Kollegin in Bern. Wir hatten uns lange nicht gesehen und wollten eigentlich nur zusammen essen und ein paar Neuigkeiten austauschen. Bern war zufällig gewählt, weil es in der Mitte unserer Wohnorte liegt. Dass wir eine einmalige Stadtrundfahrt durch unsere traumhaft schöne Hauptstadt und hochinteressante Informationen zur Geschichte und den Bauwerken bekommen werden, ahnten wir nicht.

Wir trafen uns am Bahnhof und machten uns auf den Weg, ein thailändisches Restaurant zu suchen, da wir beide die feurige Thaiküche mögen. Wir schlenderten in Richtung der barocken Heiliggeistkirche, die sich in unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet. Sie gilt als eines der Wahrzeichen der Hauptstadt.

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Historische Bauwerke aus Kriegszeiten – wie schützenswert sind sie heute?

23.03.2015 |  Von  |  Allgemein, Bauwerke, Schauplätze  | 
Historische Bauwerke aus Kriegszeiten – wie schützenswert sind sie heute?
4.6 (91.85%)
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Wahrscheinlich haben Sie genug von den derzeitigen Nachrichten und keine Lust mehr, noch weitere Berichte über Kriege zu lesen. Ich kann Ihnen versichern, dass dies hier kein Kriegsbericht ist, sondern dass es um historische und teilweise umstrittene Bauwerke geht: Die umgangssprachlich als Tobleronen bezeichneten Panzersperren, sind vielerorts in der Schweiz anzutreffen. Die Natur hatte jahrzehntelang Zeit, die schmucklosen grauen Betonspitzen mit Grün zu überziehen, und mitunter sind sie auf Anhieb von normalem Fels gar nicht zu unterscheiden.

Während sich die einen an den Panzersperren stören oder gar unter diesen Hindernissen zu leiden haben, kämpfen andere für ihren Erhalt. Gehen wir zuerst in den Kanton Bern. In der Nähe von Thun befindet sich der Ort Wimmis. Wer sich für Militärhistorik interessiert, findet hier eine wahre Fundgrube vor. Bereits die römische Armee hinterliess ihre Spuren. Im Jahre 1917 wurde in der Region eine Pulverfabrik errichtet. Und im 2. Weltkrieg veranlasste General Guisan den Bau der Festung Burgfluh. Zu dieser gehören etliche Toblerone: Panzersperren, die hier unglücklicherweise durch eine Landwirtschaftszone führen.

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Kulturelles und kulinarisches Erbe in Glarus

16.03.2015 |  Von  |  Allgemein  | 
Kulturelles und kulinarisches Erbe in Glarus
4.7 (93.75%)
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Über die Geschichte von Glarus zu berichten, ohne das älteste Schweizer Markenprodukt zu erwähnen, ist fast nicht möglich. Deshalb widme ich den ersten Teil dieses Artikels dem Glarner Schabziger, der auch in der Liste „Kulinarisches Erbe der Schweiz“ aufgeführt ist. Wussten Sie, dass es eine solche Datenbank gibt? Der Verein Kulinarisches Erbe der Schweiz wurde 2004 gegründet und erfasst unsere traditionellen Lebensmittel, deren Geschichte oft mit der Region, aus welcher sie stammen, eng verbunden ist.

Das „Ziegerbrütli“, wie der Glarner Schabziger in seiner Heimatregion auch genannt wird, gehört zum Glarnerland wie Fridolin, wie Vrenelis Gärtli oder die alten Fabrikgebäude, Zeitzeugen der Glarner Textilindustrie. Wann genau der würzige Käse kreiert wurde, lässt sich nicht genau sagen, es muss irgendwann zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert gewesen sein. Das Glarnerland gehörte damals jedenfalls noch dem Kloster Säckingen. Ein Teil des Zehnten, welchen die Bauern abgeben mussten, war ein Magerkäse aus Kuhmilch: der Ziger. Die Klosterfrauen empfanden seinen Geschmack als zu fade und kamen deshalb auf die Idee, ihn mit gemahlenen Hornklee-Blättern zu würzen. Ausser Salz kannten sie bis dahin keine Gewürze, Hornklee war ihnen allerdings bekannt.

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Antiquarische Akzente in der modernen Wohnungseinrichtung

09.02.2015 |  Von  |  Allgemein  | 
Antiquarische Akzente in der modernen Wohnungseinrichtung
3.6 (72.5%)
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Eine Wohnungseinrichtung lebt immer nur vom ganz individuellen Konzept der Bewohner. Jeder Mensch hat seine Geschichte, die er nach Möglichkeit auch in die Einrichtung seiner Wohnung einbringt. Der Einfluss des Geschmacks der Eltern und Grosseltern spielt hier eine genauso wichtige Rolle wie die oftmals von der Werbung vermittelten angeblich trendigen Wohnideen.

Geschmackvolle Einrichter, die sich ihrer Individualität bewusst sind, bringen auch das eine oder andere historische Mobiliar mit in ihre Wohnungseinrichtung ein. Dabei sind es oftmals sogenannte Scheunenfunde und immer wieder auch echte Antiquitäten, die besondere Blickpunkte selbst in einer sonst modernen Wohnungseinrichtung schaffen können.

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Was die Burgruine Kropfenstein mit den Pueblo-Indianern verbindet

21.01.2015 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Was die Burgruine Kropfenstein mit den Pueblo-Indianern verbindet
4.5 (89.23%)
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Nordamerikanische Indianer bewohnten früher Wigwams oder Wickiups. Aber ein Stamm machte eine Ausnahme. Er errichtete seine Unterkünfte aus Lehm, Mörtel, Sand und Wasser, ineinander verschachtelt: die sogenannten Pueblos. Und besonders die Pueblo-Indianer in Mesa Verde in Colorado sind durch ihre speziellen Wohnformen bekannt: Sie bauten ihre Wohnunterkünfte in überhängende Felsen. Um ein solches, an einem Felsen klebendes, Bauwerk besichtigen zu können, müssen Sie jedoch nicht nach Amerika reisen, sondern in den Kanton Graubünden. Die Burg Kropfenstein in der Surselva erinnert nämlich in ihrer Bauweise an ein Pueblo-Dorf.

Die Burgruine befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Waltensburg, welches von einer langen Geschichte geprägt wurde.

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