Prähistorische Pfahlbauten in der Schweiz

24.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Prähistorische Pfahlbauten in der Schweiz
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Im Alpenraum fanden Archäologen bis heute fast 1000 Orte mit prähistorischen Pfahlbauten aus dem Zeitraum von 5000 bis 500 vor Christus – unter Wasser, an Ufern von Seen und Flüssen sowie in Feuchtgebieten. 111 dieser Siedlungen wurden 2011 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Die 56 Stätten in der Schweiz verteilen sich auf 15 Kantone, die übrigen befinden sich in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und Slowenien.

Für die Erforschung der Lebensbedingungen früher Bauern in Europa sind diese Zeugnisse von unschätzbarem Wert, lassen sich an ihnen doch die Landwirtschaft, Viehzucht, technische Neuerungen und das Alltagsleben aus jener Zeit studieren. Die besonderen Erhaltungsbedingungen der Pfahlbauten haben viele organische Materialien wie Holz, Knochen, pflanzliche Überreste und Textilien in gutem Zustand überstehen lassen.

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Ein Stück herausragender Technikgeschichte – die Rhätische Bahn

22.01.2014 |  Von  |  Allgemein  | 
Ein Stück herausragender Technikgeschichte – die Rhätische Bahn
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Sie gelten als technische Meisterleistung aus den Pionierzeiten der Eisenbahn – die Albula- und Berninalinie. Diese Teilstücke der Rhätischen Bahn verbinden Thusis im Kanton Graubünden und die Stadt Tirano kurz hinter der schweizerischen Grenze in Norditalien. Die Fertigstellung beider Abschnitte erfolgte 1904 und 1910. Im Juli 2008 wurden sie in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes eingetragen. Italien war an der Bewerbung beteiligt, federführend handelte allerdings die Schweizer Denkmalpflege.

Die Rhätische Bahn, gegründet auf Betreiben des Holländers Willem Jan Holsboer, ist ein Schmalspurnetz von rund 385 Kilometern Länge. Vor ihrem Bau war die südöstliche Schweiz mit Eisenbahnen sehr schlecht erschlossen. Die Arbeiten am ersten Streckenabschnitt wurden im Jahr 1888 begonnen, 1890 war die Verbindung von Landquart nach Davos fertiggestellt.

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Haus Bethlehem in Schwyz – das älteste Holzhaus in Europa

17.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Haus Bethlehem in Schwyz – das älteste Holzhaus in Europa
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Bei archäologischen Untersuchungen mehrerer Häuser im Jahr 1987 rückte das Haus Bethlehem in Schwyz in den Blickpunkt der Denkmalpflege. Wie sich herausstellte, wurde das Gebäude bereits im Jahr 1287 oder ganz kurz danach errichtet – eine Entdeckung, die in der Schweiz und auch im Ausland Staunen erregte, denn bis dahin glaubte niemand, dass sich Holzhäuser aus mittelalterlicher Zeit bis heute erhalten haben.

Haus Bethlehem wurde also vier Jahre vor der Zeit errichtet, als die drei Urkantone sich zu einer Allianz zusammenschlossen und den Grundstein für die heutige Eidgenossenschaft legten.

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Stiftsbezirk St. Gallen – Kleinod der Schweizer Denkmalpflege

15.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Stiftsbezirk St. Gallen – Kleinod der Schweizer Denkmalpflege
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Der Name St. Gallen geht zurück auf den irischen Mönch und Heiligen Gallus, der sich im Jahr 612 an der Steinach niederliess und dort eine Einsiedlerei gründete. Die eigentliche Gründung des Benediktinerklosters erfolgte um 719 durch den später ebenfalls heilig gesprochenen Otmar. Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte wuchs St. Gallen seit 1468 zu einem mächtigen Klosterstaat heran. Die bauliche Ausprägung der Anlage ist ein einzigartiges Beispiel für die 1’200 Geschichte seit seinem Bestehen und ein Kleinod der Schweizer Denkmalpflege.

Bis 1798 war St. Gallen eine Fürstabtei. Der jeweilige Abt bekleidete gleichzeitig das Amt eines Reichsfürsten und hatte in dieser Funktion einen Sitz und eine Stimme im Reichstag des Heiligen Römischen Reiches. Infolge der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen wurde es 1805 endgültig aufgehoben.

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Sanieren und renovieren im denkmalpflegerischen Sinn

14.01.2014 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  |  1 Kommentar
Sanieren und renovieren im denkmalpflegerischen Sinn
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Wer ein Haus bewohnt oder erwirbt, das unter Denkmalschutz steht, sieht sich bei einer Sanierung besonderen Anforderungen gegenüber. Die Fassade ist das Gesicht des Hauses, hier muss sehr sorgfältig vorgegangen werden. Die Bedachung nennt man oft „die fünfte Fassade“, deshalb soll eine neue Eindeckung ebenfalls im Sinne der Denkmalpflege vorgenommen werden. Nicht nur die Optik ist entscheidend, auch die Wahl der Farben und Materialien spielt eine Rolle. Für Häuser im Privateigentum ist dies ebenso wichtig wie für Gebäude in kantonaler Verantwortung.

Farbe als gestalterisches Element in der Architektur

Der Farbanstrich eines Hauses prägt sein Erscheinungsbild. Dabei ist es noch gar nicht so lange üblich, dass Wohnhäuser einen farbigen Anstrich bekommen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein waren viele Häuser schlicht weiss gekalkt, denn die Herstellung von Farben war sehr teuer.

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Bauforschung in Basel – seit über 30 Jahren mit hervorragenden Ergebnissen

04.11.2013 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Bauforschung in Basel – seit über 30 Jahren mit hervorragenden Ergebnissen
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1980 wurde das Basler Denkmalschutzgesetz erlassen. Ohne Übertreibung kann man es als epochal bezeichnen. Es markierte in Basel den Beginn systematischer Bauforschung und legte die Basis für nachhaltige Denkmalpflege. Doch worin besteht eigentlich die Tätigkeit von Bauforschern? Und was leistete diese Wissenschaft bisher in Basel?

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Energetische Sanierungsvorhaben gefährden das Centre Le Corbusier in Zürich

29.10.2013 |  Von  |  Allgemein  | 
Energetische Sanierungsvorhaben gefährden das Centre Le Corbusier in Zürich
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Als architektonisches Juwel mit bewegter Geschichte geht das Centre Le Corbusier im Frühjahr 2014 in den Besitz der Stadt Zürich über. Das herausragende Spätwerk des renommierten Architekten und Künstlers Le Corbusier soll im Zuge seines baurechtlich bedingten Neuerwerbs auch umfangreich restauriert werden. Die Pläne schliessen auch eine Instandsetzung gemäss den aktuell geltenden Energie- und Baunormen ein.

Konsequent durchgeführt haben diese Vorhaben zur Sanierung des Centre Le Corbusier laut der Stiftung zur Förderung der Denkmalpflege eine irreversible Zerstörung zur Folge.

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Die Restaurierung des Luzerner Pulverturms gestaltet sich schwieriger als erwartet

16.10.2013 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Die Restaurierung des Luzerner Pulverturms gestaltet sich schwieriger als erwartet
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Die Museggmauer mit den Museggtürmen ist eines der Wahrzeichen Luzerns und dominiert zusammen mit dem Wasserturm und der Kapellbrücke den historischen Ortskern der Stadt. In der beginnenden Neuzeit stellte sie Luzerns steinernen Schutz gegen Angriffe dar. Entsprechend gab es in der Mauer auch zwei mit Schiesspulver beladene Türme: den Heuturm und den Pulverturm. Letzterer gehört zu den ältesten Bauwerken auf der Musegg. Sein Bauholz wurde gemäss dendrochronologischer Messungen im Herbst/Winter 1398/99 geschlagen. Der Pulverturm zu Luzern ist somit über 600 Jahre alt.

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Denkmalpflege: Kanton Zürich soll Sanierung des Klosters Fahr mit 3 Millionen Franken unterstützen

01.10.2013 |  Von  |  Allgemein, Denkmalpflege  | 
Denkmalpflege: Kanton Zürich soll Sanierung des Klosters Fahr mit 3 Millionen Franken unterstützen
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Das Kloster Fahr ist ein bedeutendes kunst- und kulturgeschichtliches Ensemble, das seit 880 Jahren vor den Toren Zürichs besteht. Als aargauische Exklave hat das Limmattaler Benediktinerinnen-Kloster einen engen Bezug zum Kanton Zürich, wo grosse Teile der Klostergüter liegen und in dem das Kloster lange Zeit die einzige katholische Kirche war.

Nun muss das denkmalgeschützte Objekt saniert werden. Bis 2040 sollen Sanierungsarbeiten mit einem Aufwand von rund 20 Millionen Franken etappenweise realisiert werden.

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