Kanton Uri: Projekt zu Kunst‐ und Baudenkmälern abgeschlossen

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Kanton Uri: Projekt zu Kunst‐ und Baudenkmälern abgeschlossen
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Der Kanton Uri hat einen langen Atem bewiesen: Alle seine Kunst‐ und Baudenkmäler sollten sorgfältig erforscht und dokumentiert werden. Nun, nach fast 40 Jahren, ist dieses Ziel tatsächlich erreicht. Mit dem neuen Band aus der Reihe „Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri“ findet das ambitiöse Unterfangen seinen Abschluss.

Die Autorin Marion Sauter beschreibt rund 200 Bauten im Urner Schächental und im unteren Reusstal – und führt dabei die reiche Baukultur dieser Region in Wort und Bild wunderbar vor Augen.

Herausgeberin der Kunstdenkmäler‐Reihe ist die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK.

Lokale Medien haben während der 7‐jährigen Forschungsarbeit von Marion Sauter regelmässig über verschiedene Themen berichtet und die Bevölkerung informiert und sensibilisiert: Nun können die Ergebnisse zusammenhängend und reich bebildert studiert werden. Mit Guido Baselgia konnte einer der herausragenden Schweizer Fotografen gewonnen werden: Ihm ist es zu verdanken, dass die über 500 Fotos im Band eine einheitliche „Bildschrift“ tragen und das Auge sofort „hineinziehen“.

Den Schwerpunkt der kulturhistorischen Forschung von Marion Sauter bilden allein 44 Sakralbauten: herausragende Barockkirchen sowie Wallfahrtskirchen mit überregionaler Bedeutung – darunter die Tells‐ und die Riedertalkapelle in Bürglen sowie die Jagdmattkapelle in Erstfeld. Im Band werden die Gebäude wie auch ihre Ausstattung sorgfältig beschrieben und in den geschichtlichen Gesamtkontext eingeordnet.

Ebenso wichtig ist die Darstellung der Siedlungsgeschichte. Die Autorin führt aus, wie Schächental und unteres Reusstal früh schon durch Passstrassen geprägt waren und v.a. die Gotthardbahn ab 1882 Erstfeld einen gewaltigen Aufschwung brachte.

Spannende Ruinen

Der Band untersucht – zum Glück – nicht nur die schicken und berühmten Bauten, sondern lässt auch Ruinen sprechen: Auch Reste von Alpsiedlungen, verlassene Einzelbauten, Ruinen von Stall‐ und Pferchanlagen erklären einen Teil der Siedlungsgeschichte. Die Autorin hat sich parallel der sogenannten Wüstungsforschung gewidmet und macht archäologische Zeugnisse in einem eigenen Kapitel lebendig.

Als zweite Besonderheit wartet der Band mit einer detailliert aufgearbeiteten Darstellung aller Hoheitszeichen des Kantons auf (z.B. Uristier‐Wappen – auch auf Geldscheinen und Münzen). Dadurch finden auch diese endlich zu einer besonderen Würdigung: Ein schöner Abschluss für die Urner Reihe.

Die Kunstdenkmäler‐Bände richten sich an ein breites Laienpublikum, das sich für Geschichte, Bauen, Wohnen, Arbeiten, Kunst und Kultur interessiert. Die Bücher sind reich bebilderte Lesebücher und Nachschlagewerke für alle.

 

Quelle: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK
Artikelbild: Bürglen mit Pfarrei, Uri © Andreas Faessler, Wikipedia, CC BY-SA 3.0

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