„Was Lenin las“: Ausstellung in der Schweizerischen Nationalbibliothek

27.06.2017 |  Von  |  Ausstellung, News
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„Was Lenin las“: Ausstellung in der Schweizerischen Nationalbibliothek
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Aus Anlass des 100. Jahrestags der Oktoberrevolution zeigt die Schweizerische Nationalbibliothek eine Ausstellung zum Leben Lenins in Bern. Rund 60 erhaltene Leihscheine der damaligen Landesbibliothek geben Einblick in die Bücher, die Lenin vor der Revolution las.

Die Leihscheine, die Bücher sowie Dokumente aus dem Bundesarchiv und aus dem Berner Staatsarchiv sind bis zum 26. August 2017 zu sehen.

Im Oktober 1917 führte Lenin in Russland die Bolschewiki an die Macht und wurde schlagartig weltberühmt. Die Ausstellung Was Lenin las blickt auf die Zeit vor der Revolution, als Lenin noch keine Legende, sondern ein unauffälliger Leser in Bern war.

Von September 1914 bis Februar 1916 lebte Wladimir Uljanow – so sein bürgerlicher Name – gemeinsam mit seiner Frau Nadeschda Krupskaja in Bern, wo sie die Schweizerische Landesbibliothek nutzten.

In der heutigen Nationalbibliothek sind rund 60 Leihscheine von Lenin erhalten. Sie geben Einblick in eine kleine Bibliothek zur Revolution und zeigen: Lenin interessierte sich für geschichtswissenschaftliche Werke, aber auch für Bücher über Organisation, Technik und Politik. Er las deutsch, französisch und italienisch. Lenins Leihscheine und die von ihm ausgeliehenen Bücher sind in der Ausstellung zu sehen.





Die Ausstellung vermittelt darüber hinaus einen Eindruck vom Aufenthalt des Ehepaars in Bern. So werden Dokumente aus dem Bundesarchiv und aus dem Berner Staatsarchiv erstmals gezeigt.

Im Frühjahr 1916 verliessen Lenin und Krupskaja die Bundesstadt, um ihre Recherchen in Zürcher Bibliotheken weiterzuführen. Das Ehepaar war beeindruckt vom Schweizer Verleih- und Versandsystem und führte bei der Rückkehr nach Russland 1917 auch Ideen zum Bibliothekswesen mit. Lenin wollte die Bibliotheken dem Volk nach Schweizer Vorbild zugänglich machen. Sein Plan war es, nicht nur das politische System, sondern auch die Bibliotheken in Russland zu revolutionieren.

 

Quelle: Schweizerische Nationalbibliothek
Bildquelle: Schweizerische Nationalbibliothek

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