Neue Einblicke in die vielfältige Schweizer Museumslandschaft

18.04.2017 |  Von  |  Ausstellung, Events, News
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Neue Einblicke in die vielfältige Schweizer Museumslandschaft
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Das Bundesamt für Statistik (BFS) und das Bundesamt für Kultur (BAK) haben heute die erste Schweizer Museumsstatistik des Bundes vorgestellt.

Die Statistik belegt die Leistungen der Museen in den Bereichen Sammlung und Vermittlung, ihre Anziehungskraft auf das Publikum, ihre Vielfalt in Themen und Strukturen sowie ihre breite räumliche Streuung.

Die nun veröffentlichten Daten zeigen: 2015 zählte die Schweiz 1 111 Museen, welche insgesamt 12,1 Millionen Eintritte verbuchten. Die Museen sind nicht nur sehr populär, sie sind auch breit über das ganze Land verstreut: In mehr als einem Viertel (27%) der Schweizer Gemeinden befindet sich mindestens ein Museum. Diese Dichte ist im Verhältnis zu anderen Kulturinstitutionen wie Theater, Konzertsäle oder Kinos sehr hoch. Der Föderalismus stellt somit eines der prägenden Merkmale der Schweizer Museumslandschaft dar.

Ein weiteres bildet die Subsidiarität. So sind die meisten Museen (71%) privatrechtlich organisiert, am häufigsten als Vereine (31%) und Stiftungen (28%). Die übrigen 12% werden durch Privatpersonen oder Unternehmen getragen. Als Hauptfinanzierer gaben fast die Hälfte der Museen (49%) die öffentliche Hand an. Dabei stehen jedoch die Gemeinden und Städte klar an erster Stelle, denn sie sind die Hauptfinanzierer von einem Drittel der Schweizer Museen. Diese Verankerung in privaten und lokalen Strukturen gibt den Museen eine grosse Legitimität.

Eindrücklich und für die gesellschaftliche Verankerung der Museen essentiell sind auch die von der Museumsstatistik ausgewiesenen Zahlen zur Kulturvermittlung: 2015 boten fast alle Museen (97%) mindestens eine Führung an. Aufs Jahr gesehen veranstalteten die Schweizer Museen insgesamt knapp 102 500 Führungen. Daneben organisierten sie in Zusammenhang mit ihren Ausstellungen und Sammlungen über 27 000 Veranstaltungen wie Vernissagen, Aufführungen, Konzerte, Vorträge, Filme, thematische Essen und Workshops. Dies sind wichtige Mass­nahmen, um die Teilhabe einer möglichst breiten Bevölkerung am Kulturerbe und Kulturleben zu stärken. Die Schweizer Museumsstatistik entstand auf der Basis einer Konvention zwischen dem Bundesamt für Kultur (BAK) und dem Bundesamt für Statistik (BFS).

Das BAK fördert den Ausbau der Schweizer Kulturstatistiken

In seinen Kulturbotschaften für die Jahre 2012–2015 sowie 2016–2020 hat der Bundesrat das BAK damit beauftragt, die Datenlage zur Kulturproduktion, Kulturförderung und Kulturnutzung auszubauen und zu verbessern. In Austausch mit dem 2011 gegründeten Nationalen Kulturdialog, in welchem die kulturpolitischen Amtsträger der Gemeinden, Städte, Kantone und des Bundes vertreten sind, hat das Bundesamt prioritäre Kulturstatistiken definiert, darunter eine Schweizer Museumsstatistik.

Kulturstatistiken tragen zum Wissensausbau und Kompetenz in der Kulturpolitik bei. Sie geben einen Einblick in die Kulturlandschaft und zeigen deren Veränderungen auf. Sie weisen die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Kultur aus. Damit liefern Sie eine verlässliche Grundlage für politische Strategie- und Entscheidungsprozesse, für die Entwicklung und Evaluation von Kulturpolitik. Statistische Informationen zum Kulturbereich interessieren die privaten und öffentlichen Kulturförderer aller Staatsebenen, die Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen, die Politik, die Medien, die Bevölkerung sowie kulturpolitische Akteure und Partner im In- und Ausland.

Mit seiner „Taschenstatistik Kultur in der Schweiz“ publiziert das Bundesamt für Kultur eine jährlich aktualisierte Broschüre in vier Sprachen, die in knapper und übersichtlicher Form statistische Informationen zur Kultur und Kulturwirtschaft in der Schweiz zusammenführt und zugänglich macht.

 

Quelle: Bundesamt für Kultur
Artikelbild: Symbolbild © Milind Arvind Ketkar – shutterstock.com

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