21. Bericht der Zürcher Denkmalpflege – quer durch Regionen, Epochen und mehr

09.02.2017 |  Von  |  Denkmalschutz, News
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Die kantonale Denkmalpflege veröffentlicht periodisch einen Bericht mit Einblicken in die Tätigkeit der Fachstelle. Der nun vorliegende 21. Band umfasst Restaurierungen bedeutender Baudenkmäler, die in den Jahren 2011 und 2012 erfolgreich abgeschlossen wurden.

Die Publikation lädt Fachleute und interessierte Laien zur Auseinandersetzung mit wichtigen Zeugen der Baukultur im Kanton Zürich ein – quer durch Regionen, Epochen und Baugattungen.

Den Auftakt macht ein Artikel zum Werkstoff Eternit, der seit dem frühen 20. Jahrhundert im Bauwesen verwendet wird, und dessen Verbreitung im Kanton Zürich. Das Schwergewicht bilden 35 ausführliche Texte zu Einzelbauten und Ensembles, die in einer Zeitspanne von über 500 Jahren entstanden sind. Die vorgestellten Objekte aus dem gesamten Kantonsgebiet stehen in ihrer Vielfalt exemplarisch für herausragende Werke unserer historischen Baukultur. Rund 110 Kurzberichte zu denkmalpflegerisch begleiteten Massnahmen und zu Abbrüchen bemerkenswerter Bauten runden den Band ab.

Grosse regionale und zeitliche Bandbreite

Einen typologischen Schwerpunkt bilden sechs restaurierte Sakralbauten, drei reformierte (Horgen, Küsnacht, Stäfa) und drei katholische (Turbenthal, Winterthur, Zürich-Hard) sowie zwei Pfarrhäuser, die zum Teil in spätmittelterliche Zeit zurückreichen. Die öffentlichen Bauten sind neben dem Bezirksgebäude Bülach und dem Kindergarten „Gerbe“ in Elgg durch das Palais Rechberg am Zürcher Hirschengraben vertreten. Erstmals vorgestellt wird mit der instand gestellten Badeanlage „Im Moos“ der Architekten Haefeli Moser Steiger ein öffentliches Freibad. Es handelt sich gegenwärtig um das einzige Freibad im Kanton Zürich, das im Inventar der überkommunalen Schutzobjekte aufgeführt ist.

Prominent vertreten sind im Band verschiedene herausragende Wohn- und Geschäftsbauten des 20. Jahrhunderts, unter anderen das Wohnhaus „Friedheim“ in Affoltern am Albis, die Villa „Grünenberg“ samt Parkanlage in Wädenswil sowie die Villen „Im Düggel“ und Streiff in Küsnacht. Auch verschiedene Bauern- und Bürgerhäuser, Schlossbauten sowie industriegeschichtlich bedeutende Ensembles, Anlagen oder Infrastrukturbauten werden dargestellt. Dazu zählen das Kraftwerk Eglisau in Glattfelden, die abgebrannte ehemalige Spinnerei Zinggeler samt Villa und Springbrunnen in Richterswil, die Instandstellung des Streichwehrs beim Kraftwerk in Ottenbach oder die so genannte Blacktenbrücke bei Bauma. Schliesslich ergänzen drei Kleinbauten den Band: die Speicher in Mettmenstetten, Uster und Winkel.


Horgen, Reformierte Kirche. Gesamtansicht des Innern mit Kanzel, Taufstein und Orgel. Zustand nach der Restaurierung, Juni 2012.

Horgen, Reformierte Kirche. Gesamtansicht des Innern mit Kanzel, Taufstein und Orgel. Zustand nach der Restaurierung, Juni 2012.


Winterthur, Katholische Kirche St. Peter und Paul. Ansicht von Südwesten. Zustand nach der Restaurierung, März 2016.

Winterthur, Katholische Kirche St. Peter und Paul. Ansicht von Südwesten. Zustand nach der Restaurierung, März 2016.


Wädenswil, Villa Grünenberg mit Parkanlage. Ansicht von Süden. Zustand nach der Renovation, März 2013.

Wädenswil, Villa Grünenberg mit Parkanlage. Ansicht von Süden. Zustand nach der Renovation, März 2013.


Zürcher Denkmalpflege, 21. Bericht 2011–2012

Baudirektion Kanton Zürich, Kantonale Denkmalpflege
Kommissionsverlag: FO-Publishing GmbH, Egg 2017
ISBN 978-3-906299-66-2, 344 Seiten, reich illustriert, Preis Fr. 60.– / EUR 58.–

Oberstes Bild: Glattfelden, Kraftwerk Eglisau. Ansicht des Wehrs und des Maschinenhauses von Südwesten. Zustand nach der Renovation, Juli 2013

 

Quelle: Kanton Zürich
Artikelbilder: Kanton Zürich

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