Constructive Alps 2015 – Ausstellung in der Villa Patumbah

08.11.2016 |  Von  |  News
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Das Bundesamt für Raumentwicklung zeichnet alle drei Jahre Bauten im Alpengebiet aus, die sich in verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit als vorbildlich erwiesen haben. Zuletzt wurde der Preis im vergangenen Jahr vergeben.

Das Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah in Zürich zeigt jetzt in einer interessanten Ausstellung nicht nur die „preisgekrönten“, sondern alle nominierten Projekte. „Constructive Alps – nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen“ präsentiert rund 30 Vorhaben – von Frankreich bis Slowenien. Die dreisprachige Wanderausstellung (D/F/E) ist seit 4. November offen und bis zum 29. Januar im Gartengeschoss der Villa Patumbah zu sehen.

Was Bauen für die Berge bedeutet

Bauen für die Berge bedeutet: Klugheit bei Technik und Materialwahl, Sorgfalt und Respekt gegenüber der Landschaft und den Menschen, Sinnlichkeit und Schönheit. Die vom Alpinen Museum der Schweiz erarbeitete Wanderausstellung stellt die nominierten Projekte auf freistehenden Tafeln vor: auf der einen Seite der Blick der Experten, auf der anderen Seite jener der Bewohner.


Die vier Preisträger im "Jasskartenzimmer" der Villa Patumbah (Bild: © Christoph Oeschger)

Die vier Preisträger im „Jasskartenzimmer“ der Villa Patumbah (Bild: © Christoph Oeschger)


Blick in die Ausstellung mit den nominierten Projekten (Bild: © Christoph Oeschger)

Blick in die Ausstellung mit den nominierten Projekten (Bild: © Christoph Oeschger)


Einer der vier Preisträger: Das Türalihus in Valendas (Bild: © für Stiftung Ferien im Baudenkmal, Gataric Fotografie)

Einer der vier Preisträger: Das Türalihus in Valendas (Bild: © für Stiftung Ferien im Baudenkmal, Gataric Fotografie)


Einer der vier Preisträger: Das Türalihus in Valendas (Bild: © für Stiftung Ferien im Baudenkmal, Gataric Fotografie)

Preisgekrönt: Das Türalihus in Valendas (Bild: © für Stiftung Ferien im Baudenkmal, Gataric Fotografie)


„Der Blick der Menschen, die die Gebäude nutzen, war uns sehr wichtig. Er macht die soziale Dimension nachhaltiger Architektur deutlich“, erläutert Barbara Keller, Kuratorin der Ausstellung. Kurze Filme zu den erstplatzierten Projekten ermöglichen zudem einen lebendigen Einblick in die Gebäude und vermitteln ein vielfältiges Bild von zukunftsfähiger Architektur.

Nachhaltigkeit in verschiedenen Dimensionen

Aus 360 Eingaben hatte eine internationale Jury im vergangenen Jahr 32 Projekte nominiert und schliesslich die Preisträger 2015 gekürt. Sinnliche Aspekte wurden genauso bewertet wie die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie, Kultur und Soziales. Nachhaltigkeit. Die drei erstplatzierten Bauten stammen aus dem Bregenzerwald in Österreich, aus dem bündnerischen Valendas und aus Comano Terme in Italien.

Während das erst- und drittplatzierten Projekt kluge Neubauten sind, handelt es sich beim zweitplatzierten um zwei historische Bauwerke im Dorfzentrum: das Türalihus in Valendas – ein Projekt der Stiftung Ferien im Baudenkmal – und das benachbarte Gasthaus am Brunnen zeigen mustergültig, wie man Leben in ein von Abwanderung geprägtes Dorf zurückbringt. Sie stehen dafür, wie nachhaltiger Tourismus, gesellschaftliches Leben im Dorf und die Pflege des historischen Erbes zusammengehen und einander stärken können.

Rahmenprogramm – passend für jede Zielgruppe

Alle Interessierten sind zu Ausstellung herzlich willkommen! Es finden öffentliche Einführungen in die Ausstellung statt, und bei einem Besuch in Valendas lassen sich zwei prämierte Bauten hautnah erleben. Im Sonntagsatelier „Berghäuser und Häuserberge“ setzen sich Familien spielerisch mit dem Ausstellungsthema auseinander und Schulklassen können sich – im Rahmen einer Schulreise oder Lagerwoche – vor Ort auf die Spuren uralter Häuser machen.

Nebenher findet das vielfältige reguläre Angebot des Heimatschutzzentrums mit Theatertouren und offenen Ateliers statt. Details zu allen Angeboten gibt’s auf: www.heimatschutzzentrum.ch

 

Artikel von: Schweizer Heimatschutz – Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah
Artikelbild: © Christoph Oeschger

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