Vindonissapark-Fest am 9.10. – Im Zeichen kulinarischer Genüsse

28.09.2016 |  Von  |  Denkmalpflege, Events, News
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Vindonissapark-Fest am 9.10. – Im Zeichen kulinarischer Genüsse
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Speisen wie die Römer, höfisches Essen im Mittelalter, Jagen wie der Adel in früheren Zeiten, auf Handelsrouten zum Markt unterwegs – all das lässt sich 9. Oktober beim Vindonissapark-Fest in Windisch erleben. In diesem Jahr verwandelt sich Vindonissa für einen Tag in einen kulinarischen Schauplatz.

Rund um das Kloster Königsfelden und den Legionärspfad sind Besucher eingeladen, sich durch die Welt der Römer und der Habsburger zu „essen und trinken“ und sich bei Mitmachangeboten selbst zu betätigen. Für den eigenen Bedarf bietet der Markt mit Kleinproduzenten der Region eine Vielfalt an feinen Köstlichkeiten. Das Ganze ist wie eine kulinarische Zeitreise.

Wie die Römer liegend schlemmen

In der Küche des Centurio laufen die Festvorbereitungen auf Hochtouren. Auf der Feuerstelle brutzeln „bulbos“ (gebratene Zwiebeln mit Weinessig und Fischsauce). Die Datteln müssen gebraten werden und die „patina de piris“ ist auch noch nicht fertig. Ganz zu schweigen von den marinierten Gurken und dem Hülsenfrüchteeintopf. Wer nicht nur zuschauen, sondern einmal so richtig römisch liegend schlemmen möchte, der kann dies mit dem Genuss eines mehrgängigen Menüs in den Privaträumen des Centurio tun. Eine Anmeldung wird empfohlen.

Ein mittelalterliches Gelage

Höfisches Essen im Mittelalter war opulent. Beim Adel kamen viele Speisen gleichzeitig auf die Tafel. Orientalische Gewürze waren sehr kostbar und wurden gerne verwendet. Im Gegenzug dazu waren die Speisen der einfachen Leute eher karg und eintönig. Nur an speziellen Festtagen kam Fleisch auf den Tisch. Besucherinnen und Besucher können vor Ort verfolgen, wie ein mittelalterliches Dreigangmenü entsteht. Natürlich ist eine Kostprobe inbegriffen.

Adligen Jagdfreuden nachspüren

Neben Ackerbau, Viehzucht und der Fischerei war die Jagd eine weitere Möglichkeit, sich mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Ausserdem lieferten die erbeuteten Tiere Pelze, die zu Kleidern weiterverarbeitet wurden. Während in der Antike die Jagd auch der Bevölkerung gestattet war, entwickelte sie sich im Mittelalter zu einem Privileg des Adels. Es gab verschiedene Jagdmethoden: Treib-, Fallen- und Beizjagd. Das Publikum ist eingeladen, selbst mit Pfeil und Bogen umzugehen.

Wie kam die Ware auf den Markt?

Der Stau am Gotthard ist keine Erscheinung unserer Zeit, schon vor 600 Jahren gab es diesen. Im interaktiven Quiz kann man den Händler Samuel aus Windisch auf seiner Handelsreise durch ganz Europa begleiten und dabei viel Wissenswertes rund um das Thema Handel von der Antike bis zum Mittelalter erfahren. Händler präsentierten auf Märkten nebst Lebensmitteln und Leckereien Nützliches wie beispielsweise Pelze, Seide, Tuch und Metalle aus der ganzen damals bekannten Welt.

 

Artikel von: Museum Aargau
Artikelbild: © obs/Museum Aargau/Pascal Meier

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